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Die Inhalte
der Zeitschrift
WortGottesFeiern
Der Aufbau
einer Wort-Gottes-Feier
Die Herausgeber
Einführung
Mit Gott on tour
»Mit Gott on tour« – Unter dieser Überschrift lädt meine Kirchengemeinde zu einem besonderen Gottesdienst. Es geht hinaus ins Grüne zu einem Spaziergang oder einer Wanderung. Unterwegs gibt es Impulse, Mitmachaktionen oder es wird geteilt und gegessen, was jede und jeder mitgebracht hat. Das Team, das diese Gottesdienste vorbereitet, will damit jüngere Menschen ansprechen und solche, die sich mit den traditionellen Formen schwer tun.

In vielen Kirchengemeinden gibt es ähnliche Angebote. Vor allem in Corona-Zeiten sind erfreulich viele und kreative Formen von Gottesdiensten ausprobiert worden, die im Freien stattfanden. Auch nach Corona wurden etliche beibehalten, weil sie gut angenommen waren.

Dazu findet sich an vielen Orten und auf den Landkarten eine immer größer werdende Zahl von Besinnungswegen, die fest aufgebaut sind, manche mit Installationen oder Kunstobjekten, andere mit Tafeln oder Stelen. Diese Wege nehmen die Landschaft auf, geben Impulse zu einem bestimmten Thema, einem Heiligen oder zum Leben im Allgemeinen.

Im Zeitraum, den diese Ausgabe von WortGottesFeiern umfasst, liegen einige Anlässe, die traditionell mit Nach-Draußen-Gehen verbunden sind, allen voran Fronleichnam, dann aber auch Bittprozessionen zu Christi Himmelfahrt, ökumenische Gottesdienste an Pfingsten oder auch Maiandachten. Auch der diesjährige Katholikentag in Erfurt liegt in diesem Zeitraum. Im Unterschied zu manchen neuen Gottesdienstformen aber nimmt die Beteiligung an diesen Gottesdiensten stark ab.

Ist es, weil sich viele nicht mehr mit der Kirche sehen lassen möchten? Ich erinnere mich an meine Eltern und Großeltern, die die Prozession an Fronleichnam als Demonstration für ihren Glauben und auch für ihre Kirche betrachtet haben. Heute ist es Menschen peinlich, mit der Kirche in Verbindung gebracht zu werden, oder sie haben Sorge, belächelt zu werden. Und tatsächlich erfahren viele Spott und Häme, wenn sie in die Kirche gehen oder sich darin engagieren.

Dabei ist den neuen Gottesdienstformen wie den traditionellen Anlässen eines gemeinsam. Sie bleiben nicht in den umgrenzten Kirchenmauern. Sie gehen hinaus in die Welt. Die Gebete z. B. der Bittprozessionen oder die Segensformeln etwa an Fronleichnam veranschaulichen, dass es nicht um eine Demonstration von Größe oder Macht geht, sondern um den Sozialraum, der uns umgibt: das Dorf, die Stadt, die Arbeitswelt, die Landwirtschaft, der Verkehr, das Zusammenleben der Völker. Es tut gut, sich das bewusst zu machen und dieses Gebet zu pflegen. Denn Gott ist in unserer ganzen Welt; ist mit uns in unserer Zeit unterwegs, eben: on tour.

Beate Jammer

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