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WortGottesFeiern
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einer Wort-Gottes-Feier
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Leseprobe 1
Heiliger St. Martin
Wie Martin Leben teilen
Lesejahr C
Der Gedenktag des Heiligen Martin von Tour ist in manchen Diözesen ein Eigenfest. Deshalb wird im vorliegenden Gottesdienstentwurf eine zweite Lesung zur besonderen Feierlichkeit vorgeschlagen. Da die Überarbeitung der liturgischen Bücher noch nicht ganz abgeschlossen ist, liegt zur Zeit das Mess-Lektionar Jahreskreis 2 Band VI in der Fassung von 1984 vor. Deshalb empfehle ich das überarbeitete Sonntagslektionar des Lesejahrs A zu nehmen und für den Antwortpsalm auf das neue Gotteslob zurückzugreifen. Für den Fall, dass Sie eine zweite Lesung auswählen, können Sie diese dem Sonntagslektionar Lesejahr C entnehmen. Der Martinstag ist in vielen Gegenden überkonfessionell mit Brauchtum verbunden. Nehmen Sie diese für Ihre Region üblichen, meist viele Sinne ansprechenden und verständlichen Zeichen auf. Der Gestaltungsvorschlag greift diese Idee exemplarisch auf.
Noch ein Hinweis zur Kollekte: Die Kollekte der Wochentage ist grundsätzlich nicht zweckgebunden. D.h. nehmen Sie im Vorfeld mit dem zuständigen Kirchen-/Pfarrgemeinderat Kontakt auf, sodass Sie die Kollekte einem Sozialprojekt zukommen lassen können.

1 Einzug

Einzug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht. Der Einzug wird vom Kirchenportal aus begonnen; wenn Kinder teilnehmen, können sie vor den Ministrant/inn/en mit einziehen. Nach der gemeinsamen Verneigung (oder Kniebeuge) gehen sie an ihre Plätze.
Gestaltungsvorschlag siehe 28

2 Gesang zur Eröffnung

GL 148/Unterwegs 146 »Komm her, freu dich mit uns« oder EH 92 »Ich träume eine Kirche«

3 Kreuzzeichen und liturgischer Gruß
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen.
Herr Jesus Christus, du bist Licht und Heil auf unseren Wegen. Dein Name sei gepriesen.
Gemeinde: Von nun an bis in Ewigkeit. Amen.

4 Einführung
Leben teilen – aneinander Anteilnehmen: Im Alltag der Familie, mit Freunden und Bekannten, am Arbeitsplatz oder auch über die Straße hinweg. Wir können solidarisch sein, das hat uns die Zeit der Pandemie und der nahegerückten Kriegsschauplätze gelehrt. Leben teilen – wie der heilige Martin bringt uns Jesus als Bruder und Schwester näher. Seinem Erbarmen wollen wir uns öffnen. Im Kyrie heißen wir ihn in unserer Mitte willkommen:

5 Christusrufe
Herr Jesus Christus, dein Erbarmen lässt uns mit dem Herzen sehen. Herr, erbarme dich unser.
Gemeinde: Herr, erbarme dich unser.
Herr Jesus Christus, dein Erbarmen lässt uns erkennen, wo wir gebraucht werden. Christus, erbarme dich unser.
Gemeinde: Christus, erbarme dich unser.
Herr Jesus Christus, dein Erbarmen lässt uns Streit und Trennendes aushalten. Herr, erbarme dich unser.
Gemeinde: Herr, erbarme dich unser.

6 Eröffnungsgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst.
Lasset uns beten.
Kurze Stille.

Menschenfreundlicher Gott, der heilige Bischof Martin hat dich in seinem Leben gesucht und in seinem Tun für die Menschen seiner Zeit gefunden. Lass auch uns erkennen, wie viel Gutes wir unserer Zeit bedeuten können. Lass uns spüren, dass du am Wirken bist, wenn wir uns einander in Liebe und Barmherzigkeit zuwenden. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
Gemeinde: Amen.

7 Hinführung zur ersten Lesung: Jes 61,1-3a
Jesaja spricht hier von einer Hoffnung für alle, die Gottes Gesandter bringt. Wir Christen sehen diesen Heilsbringer in Jesus Christus gekommen. Allerdings erging dieses Gotteswort zuerst an das Volk Israel. Die Messiashoffnung Israels bleibt offen, solange die Welt für sie noch in Fesseln liegt.

8 Erste Lesung
Lektionar Lesejahr A, Gründonnerstag – Chrisam-Messe, bis Vers 3a.
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor. Die Gemeinde sitzt.
Lesung aus dem Buch Jesája.
Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

9 Antwortgesang

GL 649.2 »Behüte mich, Gott« mit Versen aus Psalm 16 (siehe GL 649.3)

10 Hinführung zur zweiten Lesung: 1 Kor 12,31 – 13,13

In der Lesung von Paulus finden wir das sogenannte Hohelied der Liebe. Ein motivierendes Loblied auf die Liebe. Der Verweis auf die Liebe als tragender Grund von allem, was Menschen können und tun, entlastet und wirkt einem Perfektionismus entgegen: Stückwerk bleibt all unser Bestreben.

11 Zweite Lesung
Lektionar Lesejahr C, 4. Sonntag im Jahreskreis. Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor.
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korínth.
Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

12 Ruf vor dem Evangelium
Zum Halleluja-Ruf steht die Gemeinde.
GL 174.1 oder EH 24 oder Unterwegs 169
Der/Die Kantor/in singt den Ruf vor, die Gemeinde wiederholt.
Der Vers zum Halleluja findet sich im Lektionar vor dem Evangelium. Die Huldigung des Evangeliums kann erweitert werden, indem der Ruf nach dem Evangelium wiederholt wird.
Zwei Ministrant/inn/en mit Leuchtern stehen rechts und links neben dem Ambo.

13 Evangelium: Mt 25,31-40
Lektionar Lesejahr A, Christkönigssonntag, bis Vers 40
Gestaltungsvorschlag siehe 28
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
Gemeinde: Ehre sei dir, o Herr.
Kreuzzeichen auf Buch, Stirn, Mund und Brust.
Nach dem Evangelium:
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Gemeinde: Lob sei dir, Christus.

14 Ansprache
Die Gemeinde sitzt.
Die Zwischenüberschriften werden nicht vorgetragen. Sie dienen nur der besseren Übersicht.

Der Heilige Martin ist bis in die heutige säkulare Welt populär

Sankt Martin ist beliebt. Die Legende erzählt, dass er als Soldat auf hohem Ross sitzend den Bettler am Stadttor nicht übersehen hat, sondern das ihm Mögliche und Notwendige
getan hat, indem er den wärmenden Mantel mit seinem Schwert teilte, sodass auch der Bettler diese Winternacht überleben konnte. Diesen Teil der Martinslegende kennt bei uns »jedes Kind«. Mit ihren Laternenumzügen wird der Strahlkraft dieses Beispiels gelebter Nächstenliebe Ausdruck verliehen.
Ausstrahlen wollte auch der Katholikentag in Stuttgart im Mai dieses Jahres mit dem Martinsmantel und dem Leitwort »Leben teilen«. Nicht die Quantität, aber die Qualität der Diskussionen und Begegnungen beeindruckte bleibend.

»Ein bisschen so wie Martin, möchte ich selber sein …« Gründe für die Faszination, die von Martin ausgeht

Nächstenliebe, wie sie uns Martin vor Augen führt, weil er dem Bettler als Bruder begegnete, ist eine weit über das Christentum hinaus gültige Norm. Ein universaler Maßstab, wie wir unser Miteinander gestalten können, indem wir einander als Brüder und Schwestern begegnen. Weil wir Menschen überall auf der Welt ganz grundlegende Bedürfnisse teilen. Martins Beispiel fasziniert, weil es ein entlastendes Moment für Christen enthält: durch mitfühlendes Tun kann ich meine Liebe zu Gott leben, ohne alle möglichen Bekenntnisse verstanden zu haben oder alle möglichen und unmöglichen Traditionen des Glaubens bejahen zu müssen. Entlastend wirkt darüber hinaus, dass es darum geht, dem mir Nächsten zu begegnen.
Auch die eine sinnvolle Tat hat Bestand. In der heutigen Lebenswelt mit ihren vielfältigen Krisen, Gerechtigkeitsproblematiken und globalen Verstrickungen reduziert dies die Komplexität auf ein mögliches sinnvolles Tun des Einzelnen. Die Kirche reflektiert diesen Umstand, dass wir »die Armen immer bei uns haben« als Fortsetzung des christologischen Geschehens der Menschwerdung Jesu in den Leidenden. Unsere Bemühungen und unsere Sehnsucht nach einer gerechteren und menschenfreundlicheren Welt sind in Jesus Christus aufgehoben.

Ist es möglich, »ein bisschen so wie Martin …« zu glauben?

Martins Tat hatte eine Lebensveränderung zur Folge. In der Legende heißt es, dass ihm im Traum Jesus Christus mit dem geteilten Mantel erschienen ist. Im Bettler – seinem geringsten Bruder – ist ihm Jesus Christus begegnet. Diese Begegnung verändert … nicht nur ein bisschen. Martin wollte nicht mehr als Soldat Dienst tun, sondern Dienst für Jesus Christus. Barmherzige Zuwendung zum Nächsten wie sie in den Liebenswerken im Evangelium aufgezählt werden, gehen über das Almosen geben hinaus. Wenn Menschen sich um Hungernde und Dürstende kümmern, kranke und alte Menschen pflegen, wenn sie Obdachlose aufnehmen oder Gefangene nicht alleine lassen, dann erfordert das den Einsatz der ganzen Person. Wie Martin barmherzig sein bedeutet, nicht nur aus der Fülle und dem Überfluss geben. Es bedeutet nicht zu wissen, was auf einen zukommt, sondern selbstlos Menschen zu dienen.

Im Vertrauen auf Gott können wir alle »Ein bisschen so wie Martin« sein

Messen wir unseren Einsatz für den Nächsten aber wie Martin mit Augenmaß. Schauen wir auf das Mögliche und das Gelungene. »Ein bisschen so wie Martin« können wir sein, wenn wir einander ohne Vorbedingungen annehmen und wenn wir unser mögliches und gelungenes Stückwerk von Gott her sehen. Wenn wir Gott in unserer Mitte einen Platz einräumen. Wenn wir darauf vertrauen, dass Gott die Lücke aushält, den Zwiespalt, das Unheilvolle in unserer Welt. Damit stellen wir uns verantwortlich den Grenzen unseres Miteinander. So können wir – im Vertrauen auf Gottes Heilsfülle und Vollendung – zueinander finden, auch wenn Strukturen ungerecht sind, Macht und Chancen ungleich verteilt sind, Probleme uns über den Kopf wachsen. Es braucht die verantwortliche Tat des und der Einzelnen. Es braucht unsere Begegnungen auf Augenhöhe, wie Martin sie vorgelebt hat. Unsere Anstrengungen – auch die kleinen – werden von Gott her geheiligt.
Stille

15 Antwort der Gemeinde: Predigtlied
Der Martinstag lebt von Liedern. Stimmen auch wir ein und singen gemeinsam.
GL 545 »Sankt Martin, Sankt Martin«

16 Friedenszeichen
Der Heilige Martin ist ein Vorbild für den Frieden. Er legte das Schwert und seinen Dienst als Soldat nieder. Wir alle sollen dem Frieden dienen.
Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens.

17 Kollekte

Die Gemeinde sitzt.
Die Werke der Barmherzigkeit gehen auf unser Evangelium vom Weltgericht zurück. In den kirchlichen Hilfswerken erfahren viele Menschen Kirche und fühlen sich angenommen, auch wenn wir als Gemeinde sie nicht erreichen können. Mit unserer Kollekte können wir diese Orte von Kirche Jesu Christi unterstützen. Die Kollekte ist heute bestimmt für …

Orgelspiel oder GL 445/EH 69/Unterwegs 131 »Ubi caritas et amor«

18 Festtäglicher Lobpreis

Der/Die Leiter/in geht an einen geeigneten Ort. Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Die Gemeinde steht.

Unsere Welt wird immer größer. Die Menschen forschen im Mikrokosmos und im Makrokosmos, dem Weltall. Überall ist unser Leben von Gott gehalten, selbst im kleinsten Molekül.
Loben und danken wir Gott für seine Größe.

Siehe Werkbuch S. 180–181 .

Die folgende Akklamation wird beim ersten Mal vorgesungen und dann von allen wiederholt. Anstelle der gesungenen Akklamation kann der folgende Ruf auch jeweils gesprochen werden.
V/A: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«
Gepriesen bist du, Herr, unser Gott. Alles, was du geschaffen hast, ist gut.
Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«

Die Welt kündet deine Weisheit und Größe. Der Mensch kann dich erkennen und dir dienen.
Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«

Du lässt uns in der Sorge um die Welt nicht allein. In Jesus Christus ist uns deine Liebe erschienen.
Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«

Auf ihn hin ist alles geschaffen; er schenkt uns die Fülle des Lebens.
Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«

Er heilt die Wunden der Schöpfung und gibt uns unzerstörbare Hoffnung.
Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«

Er ist der Anfang einer neuen Schöpfung; durch ihn willst du die Welt vollenden.
Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn.
Im Heiligen Geist versammelt, stimmen wir ein in den Lobgesang der himmlischen Chöre:

19 Hymnus

GL 169 »Gloria« oder EH 263/Unterwegs 272 »Wäre Gesanges voll unser Mund« oder EH 12/Unterwegs 156 »Gloria«

20 Fürbitten
Gestaltungsvorschlag siehe 28

In das Dunkel der Zeit hat Gott sein Wort gesprochen: Jesus, der Mensch geworden ist und als unser Bruder, als unsere Schwester heute noch unter uns wohnt. Wir sprechen unsere Fürbitt-Worte in die Dunkelheit unserer Zeit.
- Mache die Herzen aller Leidenden hell. Jesus, du Licht der Welt:
Gemeinde: Wir bitten dich, erhöre uns.
- Entzünde in den Kranken neue Hoffnung. Jesus, du Licht der Welt:
- Erleuchte alle, die sich um andere kümmern. Jesus, du Licht der Welt:
- Erwärme die Herzen der Menschen, die traurig und einsamsind. Jesus, du Licht der Welt:
- Leuchte allen voran, die vor einer schwierigen Aufgabe stehen. Jesus, du Licht der Welt:
- Schenke das ewige Licht allen, die bereits gestorben sind. Jesus, du Licht der Welt:

Zu den Fürbitten kann von Kindern Weihrauch eingelegt oder eine Kerze entzündet werden. Sie können sich mit einer Fürbitte beteiligen.
Falls eine Kommunionfeier vorgesehen ist, siehe 27
Gestaltungsvorschlag siehe 28

21 Vaterunser
Beim Vaterunser können die Kinder an einem geeigneten Ort im Chorraum oder im Mittelgang vor dem Altar stehen.
Sie können das Vaterunser mit geöffneten Händen beten wie alle mit ihnen Versammelten.
Beten wir miteinander mit den Worten Jesu:
Gemeinde: Vater unser im Himmel …

22 Danklied
Die Gemeinde sitzt.
GL 442 »Wo die Güte und die Liebe wohnt« oder EH 162/Unterwegs 109 »Wo Menschen sich vergessen«

23 Mitteilungen

24 Segensbitte

Während der Segensbitte können die Eltern den Kindern die Hände auf legen.
Du Gott des Lebens und der Liebe, dein Segen hält uns zusammen.
Dein Segen stärke und begleite uns in unserem Alltagsleben. So segne uns der gute und treue Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Gemeinde: Amen.

25 Entlassung

Singet Lob und Preis.
Gemeinde: Dank sei Gott, dem Herrn.
Danach Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht.

26 Auszug
Auszug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste.
Orgelnachspiel.

27 Kommunionfeier

Abschluss der Fürbitten
Herr Jesus Christus, du bist das Licht der Welt. Vertreibe alle Finsternis aus unseren Herzen. Bleibe bei uns alle Tage unseres Lebens, heute und in Ewigkeit.
Gemeinde: Amen.

Hinweis auf die eucharistische Gemeinschaft

Jesus Christus ist in unserer Mitte. Er ist gegenwärtig in seinem Wort, das wir gehört haben, und in der Gestalt des Brotes, das uns jetzt geschenkt wird. Das eucharistische Brot verbindet uns mit der Eucharistiefeier …
Möglichkeit 1: in … (Gemeinde, aus der die Eucharistie übertragen wurde)
Möglichkeit 2: die wir am vergangenen … hier gefeiert haben.

Bereitung des Altars - Übertragung des Allerheiligsten
Orgelspiel oder
GL 378/EH 233 »Brot, das die Hoffnung nährt« oder EH 224/Unterwegs 179 »Das eine Brot wächst auf vielen Halmen«
Während des Orgelspiels oder Lieds gehen Gottesdienstleiter/in, Kommunionhelfer/in und Ministrant/inn/en mit Leuchtern zum Eingang (wenn das eucharistische Brot übertragen wird) oder zum Tabernakel. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Prozession zum Altar. Die Hostienschale wird in die Mitte des Altares gestellt. Danach knien alle.

Stille Anbetung

Wir bringen in der Stille all unser Bemühen vor Gott.
Stückwerk ist all unser Tun. Gott wird es vollenden. In Jesus Christus wird uns die Fülle zuteil.
Angemessene Zeit des stillen Gebets.

Der halbe Mantel schützte den Bettler. Jesus Christus, du bist allen Armen nahe.
Gemeinde: Wir hoffen auf dich.
Das gebrochene Brot nährt die vielen. Jesus Christus, du willst unser Heil an Leib und Seele.
Gemeinde: Wir hoffen auf dich.
Das geteilte Wort schafft Vertrauen. Jesus Christus, du tröstest uns.
Gemeinde: Wir hoffen auf dich.

Vaterunser

Alle stehen.
Beten wir mit den Worten Jesu:
Gemeinde: Vater unser im Himmel …

Einladung zur Kommunion

Eine Hostie wird über der Schale gehalten.
Seht das Brot des Lebens. Seht Christus, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.
Gemeinde: Herr, ich bin nicht würdig …

Kommunionempfang
Orgelspiel
Der Leib Christi.
Die Hostienschale wird in den Tabernakel zurückgestellt. Kniebeuge vor dem
geöffneten Tabernakel. Tabernakel schließen und zu den Sedilien zurückgehen.

Danklied
GL 442 »Wo die Güte und die Liebe wohnt« oder EH 162/Unterwegs 109 »Wo Menschen sich vergessen«

Schlußgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst.
Lasset uns beten.
Kurze Stille.
Barmherziger Gott,
Weil du uns liebst, können auch wir einander in Liebe begegnen.
Armut, Leid, Tod und Verlassenheit stehen nicht unversöhnt zwischen uns. Lass uns aus dieser Feier Kraft schöpfen für ein heilendes und Heil bringendes Miteinander in dieser Welt. Lass uns dazu immer wieder in deinem Namen aufstehen für das Leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
Gemeinde: Amen.

Weiter mit den Mitteilungen 23

28 Gestaltungsvorschlag


Bis heute denken wir an den vorbildlichen Glauben in Martin durch Laternenumzüge. Dies geht der Legende nach auf die Lichterprozession bei seiner Beerdigung zurück. Martin hat keinen Märtyrertod erlitten, sondern ist als »Bekenner« im hohen Alter gestorben. Auch seine Lebensänderung im Lichte des Glaubens enthält die Symbolik des Lichtes. Ich schlage deshalb vor, dass Sie die Feier des Lichtes an allen liturgisch sinnvollen Stellen einbringen. Zum Beispiel können Sie gleich zu Beginn den Einzug 1 erweitern durch Laternen/Kerzen tragende Kinder. Wenn Sie beim Evangelium 13 der Gegenwart des Auferstandenen gedenken, können Kinder mit Kerzen/Laternen vor dem Ambo dazu kommen. Ebenso wie im Fließtext bereits vermerkt, können Sie zu den Fürbitten 20 Kerzen entzünden lassen. Es gibt, wie in Taizé üblich, kleinere Stabkerzen, die nur ca. 8 Minuten brennen. Diese können an alle Gottesdienstteilnehmer*innen verteilt werden. Bei den Fürbitten wird dann in einer Lichtfeier dieses Licht, das Jesu Menschwerdung für uns und Gottes Selbstmitteilung an uns bedeuten, weitergegeben. Der Ablauf gestaltet sich ähnlich wie in der Osternacht: von den Ministrantinnen und Ministranten ausgehend wird das Licht innerhalb der jeweiligen Bankreihe weitergereicht.
Sollten viele Kinder anwesend sein, können sie auch zu den Fürbitten mit einer Kerze (Opferlicht) um den Altar stehend einen Lichtertanz vorführen.
Ein sehr bekanntes und geeignetes Lied ist »Tragt in die Welt nun ein Licht«. Beginn bei 1 Einzug .

Gertrude Denk

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