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WortGottesFeiern
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einer Wort-Gottes-Feier
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Einführung
Das Leben ist kein Kindergeburtstag
Bald ist Weihnachten. Wenn Sie diese Ausgabe der »Wortgottesfeiern« geliefert bekommen, werden die ersten schon Weihnachtsgeschenke für die Familie besorgt haben. Alle Jahre wieder: eine Mischung aus Vorfreude und Stress. Ein großes Fest, das vorbereitet sein will. Die Adventszeit bietet die Chance, sich langsam anzunähern, Sonntag für Sonntag ein weiteres Licht am Adventskranz zu entzünden. Und dann ist Heiligabend. Lichter am Tannenbaum. Zeit für ein gemeinsames Essen. Zur Weihnachtserwartung gehört das Beisammensein in der Familie. Zu Weihnachten gehört für viele auch der Kirchgang. Und unter den Schuhen knirscht der Schnee. Weiße Weihnacht. In der Liturgie der Heiligen Nacht beten wir: »Herr, unser Gott, in dieser hochheiligen Nacht ist uns das wahre Licht aufgestrahlt. Lass uns dieses Geheimnis im Glauben erfassen und bewahren, bis wir im Himmel den unverhüllten Glanz deiner Herrlichkeit schauen.«

Endlich Weihnachten am 25. Dezember. Und bis zum Jahresende ein paar Tage, an denen man Zeit hat für sich, für Besuche bei Familie und Freunden. Fest der Familie, Fest des Friedens. Aber nur einen Tag später, am »zweiten Weihnachtstag«, am Fest des heiligen Stephanus ist in der Liturgie die Idylle vorbei. Die weiße Weihnacht wird vom Rot des Martyriums abgelöst. Dieser Stephanus ist ein schwieriger Heiliger. Er passt so gar nicht in die weihnachtliche Zeit. Die Lesung aus der Apostelgeschichte berichtet von Stephanus, dem rhetorisch begabten Diakon, der sein Zeugnis für Jesus Christus mit dem Leben bezahlt. Er wird brutal gesteinigt und stirbt, weil er bekennt: »Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.« (Apg 7,56)

Das Märtyrerfest scheint heute so gar nicht in die Zeit zu passen. Viele empfinden es so, weil es Weihnachten verkürzt, weil es die weihnachtliche Stimmung trübt. Gibt es nicht schon genügend negative Nachrichten und Schlagzeilen das ganze Jahr über? Stephanus stört den Weihnachtsfrieden. Doch das Leben ist kein Kindergeburtstag.

Stephanus lenkt unseren Blick auf die vielen Menschen, die wegen ihres Glaubens benachteiligt, verfolgt oder auch getötet werden, auch heute. Und er verweist unseren Blick zum Himmel. Er hält den Himmel offen. Und wir haben noch einen Tag zuvor gebetet: »In dieser hochheiligen Nacht ist uns das wahre Licht aufgestrahlt. Lass uns dieses Geheimnis im Glauben erfassen und bewahren, bis wir im Himmel den unverhüllten Glanz deiner Herrlichkeit schauen.«

Wenn wir als Christen das Wort Gottes hören und feiern, versuchen auch wir, das Geheimnis der Weihnacht zu erfassen und den Himmel offen zu halten: Gottes Wort wird Mensch, kommt zu den Menschen – damit wir im Himmel den unverhüllten Glanz seiner Herrlichkeit schauen.

Andreas Poschmann

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