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WortGottesFeiern
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Leseprobe 1
Christi Himmelfahrt
Da berühren sich Himmel und Erde
Lesejahr B

40 Tage nach Ostern begeht die Kirche seit dem 4. Jahrhundert mit dem Fest Christi Himmelfahrt ein besonderes österliches Fest. Dabei hat die Zahl 40 besondere symbolische Bedeutung, erinnert sie an die 40 Jahre, in denen das Volk Israel nach der Befreiung aus Ägypten den Weg durch die Wüste ins verheißene Land suchte und dabei immer wieder Gottesferne und intensive Gottesbegegnung erlebte. Am Anfang der Apostelgeschichte (Apg 1,3) wird erzählt, wie der Auferstandene seinen Freunden und Freundinnen »40 Tage hindurch erschienen ist«. Eine besondere, eine dichte Zeit der Gottesnähe, die die Jünger und Jüngerinnen erleben und in der sie erahnen, dass der Tod Jesu kein Endpunkt, sondern ein umwerfender Neubeginn ist. In dem – zunächst verstörenden, irritierenden – Ereignis der »Entrückung« Jesu wird auf einmal klar und sichtbar, worum es jetzt und zukünftig geht: dass dieser Jesus sein Evangelium als Auftrag und Aufgabe in die Hände derer legt, die von ihm berührt, entzündet, begeistert sind. Nicht durch einen einzelnen Menschen kann die Frohe Botschaft ihren Lauf durch die Welt antreten, sondern nur, indem sie durch viele Hände und Münder, mit vielen Herzen und durch viele Füße weitergetragen wird. Damit das geschehen kann, braucht es die Kraft des göttlichen Geistes, den Jesus uns jetzt schenken kann, da er in die Gotteswirklichkeit zurückgekehrt ist.

1 Einzug
Einzug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht. Der Einzug wird vom Kirchenportal aus begonnen; wenn Kinder teilnehmen, können sie vor den Ministrant/inn/en mit einziehen. Nach der gemeinsamen Verneigung (oder Kniebeuge) gehen sie an ihre Plätze.

2 Gesang zur Eröffnung
GL 339,1–5 »Ihr Christen, hoch erfreuet euch« oder
EH 299 »Staunen wird Jubel« oder
GL 411/EH 271/Unterwegs 79 »Erde singe, dass es klinge«

3 Kreuzzeichen und liturgischer Gruß

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen.
Der Herr, der von den Toten auferstanden und in Gottes Wirklichkeit eingegangen ist, damit wir das Leben haben, er ist bei uns heute und alle Tage bis in Ewigkeit.
Gemeinde: Amen.

4 Einführung
»Ich bin dann mal weg« – so könnten wir über diesen Tag schreiben. 40 Tage lang ist Jesus seinen Jüngern in seiner Auferstehungsgestalt erschienen. Jetzt scheint er sich aus dem Staub zu machen – welche Zumutung für seine Jünger, die gerade wieder neuen Mut, neue Hoffnung geschöpft haben, welche Zumutung für uns, die Hinterbliebenen!
Jesus zieht sich raus, so scheint es. Ja, das stimmt. Er zieht sich raus – um dadurch erst so richtig mitzumischen. Denn nur so kann das Reich Gottes, das mit Jesus begonnen hat, weiterwachsen: durch dich, durch Sie und mich und durch den Geist, den Jesus uns versprochen hat.
Das ist unsere Hoffnung. Und diese Hoffnung feiern wir heute!

5 Christusrufe
Herr Jesus Christus, du bist auferstanden von den Toten und mit dir ist unsere Hoffnung auferstanden. Herr, erbarme dich unser.
Gemeinde: Herr, erbarme dich unser.
Du rufst alle Menschen zum Leben und begleitest uns auf unseren Wegen. Christus, erbarme dich unser.
Gemeinde: Christus, erbarme dich unser.
Du bist erhöht zur Rechten des Vaters und sendest uns den Geist der Wahrheit. Herr, erbarme dich unser.
Gemeinde: Herr, erbarme dich unser.

6 Eröffnungsgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Werkbuch S. 90 oder
Lasset uns beten.
Kurze Stille.
Treuer Gott,
wir stehen vor dir:
Gebunden an die Erde, auf die wir gehören.
Gebunden an die Erde, an der wir oft leiden.
Gebunden an diese Erde, die du liebst.
Wir stehen, Gott, vor dir:
Ausgestreckt zum Himmel, in dem du wohnst.
Ausgestreckt zum Himmel, den wir erhoffen.
Ausgestreckt zum Himmel, den du versprichst.
Wir stehen, Gott, vor dir:
Als Söhne und Töchter des Himmels und der Erde.
Lass uns der Erde treu sein und offen für dich.
Darum bitten wir dich durch Jesus Christus, der den Himmel für uns geöffnet hat.
Gemeinde: Amen.

7 Hinführung zur ersten Lesung: Apg 1,1–11
Die ersten Verse aus der Apostelgeschichte, die wir jetzt hören, schließen sich direkt ans Lukasevangelium an, nämlich an die Erzählungen von der Auferstehung Jesu. Auferstehung und Erhöhung Jesu zu Gott gehören untrennbar zusammen.
Der Auferstandene sendet seine Jünger und legt seinen Auftrag und sein Evangelium in deren Hände, in unsere Hände.

8 Erste Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor. Die Gemeinde sitzt.
Lesung aus der Apostelgeschichte.
Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

9 Antwortgesang

GL 44/1 »Singt unserm Gott, ja singt ihm« mit Versen aus Psalm 47 (siehe Lektionar)

10 Hinführung zur zweiten Lesung: Eph 4,1–13
Paulus spricht in seinem Brief Christen in Kleinasien, der heutigen Türkei, an. Der Briefabschnitt lässt darauf schließen, dass es in der Gemeinde einige Spannungen untereinander gegeben hat. Deshalb steht die Mahnung zur Einheit im Mittelpunkt des Textes, zur Einheit in versöhnter Verschiedenheit.

11 Zweite Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor.
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser.
Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

12 Ruf vor dem Evangelium
Zum Halleluja-Ruf steht die Gemeinde.
GL 174/3 oder EH 27 oder Unterwegs 168
Der/Die Kantor/in singt den Ruf vor, die Gemeinde wiederholt.
Der Vers zum Halleluja findet sich im Lektionar vor dem Evangelium. Die Huldigung des Evangeliums kann erweitert werden, indem der Ruf nach dem Evangelium wiederholt wird. Zwei Ministrant/inn/en mit Leuchtern stehen rechts und links neben dem Ambo.

13 Evangelium: Mk 16,15–20
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
Gemeinde: Ehre sei dir, o Herr.
Kreuzzeichen auf Buch, Stirn, Mund und Brust.
Nach dem Evangelium:
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Gemeinde: Lob sei dir, Christus.

14 Ansprache
Die Gemeinde sitzt.
Die Zwischenüberschriften werden nicht vorgetragen. Sie dienen nur der besseren Übersicht.

Bitterer Abschied

Wenn wir einen lieben Besuch am Bahnhof verabschieden, dann schauen wir vielleicht noch lange dem Zug hinterher.
Dabei denken wir an die schönen gemeinsamen Stunden.
Daran, wie schön das Wiedersehen war und wann es wohl ein nächstes geben wird.
Genauso stehen heute die Freunde Jesu da und schauen Jesus hinterher. Starren in den Himmel und sind erstarrt, weil es so unglaublich, so unfassbar ist – dieses Wechselbad der Gefühle: Jesu Tod – die zarten und dann doch auch klaren Zeichen seiner Auferstehung – neue Hoffnung: er ist da, er bleibt doch bei uns, alles wird gut – und wieder Abschied …
Was soll das alles?
Wohin ist er gegangen?
Und lässt er uns allein zurück?
Und dann kommen die beiden Weißgekleideten, die Engel, und holen sie recht schroff in die Realität zurück: »Was steht ihr da und starrt zum Himmel empor?« Die Engel lenken den Blick der Jünger, lenken unseren Blick hinunter, hinab in unsere Lebenswelten.
Nicht um zu sagen: Jesus ist jetzt ein für alle Mal verschwunden, mit dem braucht ihr nicht mehr rechnen, jetzt schaut mal, wie ihr wieder allein zurecht kommt.
Sondern vielmehr: Diesen Jesus, den ihr habt zum Himmel auffahren sehen, den werdet ihr wiederfinden – aber nicht dort oben, in einer anderen Dimension, sondern dort, wo er wirklich zu finden ist: in eurem Leben!

Himmel auf Erden
Manchmal sprechen wir vom »Himmel auf Erden« und meinen damit besondere Glücksmomente, die weit herausleuchten aus unserem Alltag und diesen vielleicht noch lange Zeit mit Glanz überziehen.
Vielleicht können Himmel und Erde sich aber viel einfacher berühren, unabhängig von herausgehobenen Glücksmomenten unseres Lebens.
Albert Schweitzer erzählt dazu eine kleine Geschichte:

Es war einmal ein kleiner Heiliger, der hatte viele Jahre lang ein zufriedenes Leben geführt. Als er eines Tages gerade in der Klosterküche beim Geschirrabwaschen ist, kommt ein Engel zu ihm und spricht: »Der Herr schickt mich zu dir und lässt dir sagen, dass es an der Zeit für dich sei, in den Himmel einzugehen.«
»Ich danke Gott, dass er sich an mich erinnert«, erwidert der kleine Heilige. »Aber du siehst ja, was für ein Berg Geschirr hier noch abzuwaschen ist.
Ich möchte nicht undankbar erscheinen, aber lässt sich das mit dem Himmel nicht noch so lange hinausschieben, bis ich hier fertig bin?«
Der Engel blickt ihn an und spricht: »Ich werde sehen, was sich tun lässt«, und verschwindet.
Der kleine Heilige wendet sich wieder seinem Geschirrberg zu und danach auch noch allen möglichen anderen Sachen.
Eines Tages, er ist gerade beim Unkraut jäten, erscheint wieder der Engel. Und wieder bittet der kleine Heilige mit Blick auf seine Arbeit um Aufschub mit der Ewigkeit. Es wird ihm gewährt, ebenso einige weitere Male. Jedes Mal verschwindet der Engel ohne ein Wort.
Als der kleine Heilige eines Abends auf seinem Lager liegt, fühlt er sich mit einem Mal alt und müde und spricht: »O Herr, könntest du deinen Engel doch jetzt noch einmal schicken, er wäre mir sehr willkommen.«
Kaum hat er geendet, steht der Engel schon da
»Wenn du mich noch nimmst, so bin ich nun bereit, in den Himmel einzugehen!«
Der Engel blickt den Heiligen an und spricht: »Was glaubst du wohl, wo du die ganze Zeit gewesen bist?«

Wo bist du gewesen?
Wo bist du die ganze Zeit gewesen? »Im Himmel« – scheint die Geschichte zu antworten. Kann der Himmel in diesem ganzen schnöden Alltagstun zu finden sein …?
Sicher nicht, wenn wir Himmel mit höchsten Glücksgefühlen in Verbindung bringen. Sicher nicht, wenn wir unter Himmel einen himmlisch-schönen Ort meinen.
Wenn aber die Bibel vom Himmel erzählt, dann meint sie keinen Ort jenseits dieser Erde, sondern vielmehr einen Zustand, eine Weise des Seins, eine andere Weise des Lebens.

Da berühren sich Himmel und Erde

Himmel ist, wo Menschen sich vergessen und mal von sich absehen können, um sich anderen zu verschenken.
Himmel ist, wo Menschen Hass und Streit begraben und sich für Frieden und Liebe öffnen.immel ist, wo Menschen füreinander einstehen und nicht länger gegeneinander kämpfen und konkurrieren.
Jesus Christus hat uns den Himmel zur Erde hin geöffnet. An uns liegt es, dass wir diesen verborgenen Himmel immer weiter aufdecken, dass wir ihn für uns und für andere ent-decken.
Dazu braucht es uns, Sie und mich, in unserem unvollkommenen Menschsein, mit unseren Schwächen und Zweifeln. Und mit unserer ganzen Liebe und Hingabe, die wir in unser Tun und in unsere Begegnungen hineinlegen – wie der kleine Mönch in der Geschichte. Heute und Hier. So bohren auch wir kleine Gucklöcher in die Membran, die unsere Welt von der Himmelwirklichkeit trennt.
Deshalb: »Ihr Frauen und Männer aus (Ortsname), was schaut ihr zum Himmel empor? Dieser Jesus wird wiederkommen – und zwar hier.«
Stille

15 Antwort der Gemeinde: Predigtlied
Himmel auf Erden kann überall spürbar werden, wo etwas in Liebe getan wird, wo Liebe unser Denken und Handeln bestimmt. Da legt Gott selbst seinen Geist der Liebe mit hinein.
GL 861 (Diözesananhang Freiburg/Rottenburg-Stuttgart)/EH 162/Unterwegs 109 »Wo Menschen sich vergessen«

16 Friedenszeichen

Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden und neu beginnen. Wo sie neue Wege gehen und alte Verletzungen, alten Streit, alte Abgrenzungen und Konkurrenzen hinter sich lassen, da können sich Himmel und Erde berühren und da kann Friede werden unter uns.
Wenn wir einen Schritt in diese Richtung gehen wollen, dann geben wir einander doch ein Zeichen dieses Friedens.

17 Kollekte
Die Gemeinde sitzt.
Unsere Einheit untereinander in der großen Menschheitsfamilie Gottes wird auch dadurch deutlich, dass wir miteinander teilen. Dazu sind wir jetzt eingeladen. Die Kollekte heute ist bestimmt für …
Orgelspiel oder
GL, 465,1–3 »Das Jahr steht auf der Höhe« oder
EH 232 »Feuer, flammendes Feuer« oder
GL 472/EH 146/Unterwegs 30 »Manchmal feiern wir mitten im Tag«

18 Festtäglicher Lobpreis
Der/Die Leiter/in geht an einen geeigneten Ort. Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Die Gemeinde steht.
In Jesus Christus sind wir miteinander als Schwestern und Brüder verbunden. Er ist unsere Wurzel, er ist auch das Band, das uns verbindet. So bringen wir ihm unseren Lobpreis dar.
Siehe Werkbuch S. 178–179.
Die folgende Akklamation wird beim ersten Mal vorgesungen und dann von allen wiederholt. Anstelle der gesungenen Akklamation kann der folgende Ruf auch jeweils gesprochen werden.
V/A: GL 629/5 »Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit.«

Menschenfreundlicher Gott,
Vater unseres Herrn Jesus Christus,
so sehr hast du die Welt geliebt,
dass du uns deinen einzigen Sohn gabst,
damit jeder, der an ihn glaubt,
nicht zugrunde geht,
sondern das ewige Leben hat.
Gemeinde: GL 629/5 »Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit.«

Wir preisen dich, Vater,
für die Menschwerdung deines Sohnes,
für seine Geburt aus der Jungfrau Maria,
für sein Leben in unserer Mitte.
Gemeinde: GL 629/5 »Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit.«

Wir preisen dich, Vater,
für Jesu Leben in Nazaret,
für die Offenbarung deines Sohnes am Jordan,
für seinen Sieg über den Versucher in der Wüste.
Gemeinde: GL 629/5 »Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit.«

Wir preisen dich, Vater,
für jedes Wort aus dem Munde Jesu,
für sein heilendes Wirken,
für die Zeichen seiner Herrlichkeit.
Gemeinde: GL 629/5 »Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit.«

Wir preisen dich, Vater,
für das Abendmahl deines Sohnes,
für sein Leiden und Sterben,
für seine Grabesruhe
und seine Auferstehung.
Gemeinde: GL 629/5 »Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit.«

Wir preisen dich, Vater,
für alle Macht,
die du Christus gegeben hast,
im Himmel und auf Erden,
für seine Auffahrt zu dir,
für die Sendung des Heiligen Geistes.
Gemeinde: GL 629/5 »Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit.«

Wir preisen dich, Vater,
dass dein Sohn uns nicht allein lässt;
dass er gegenwärtig ist,
wo zwei oder drei
in seinem Namen versammelt sind;
dass er alle Tage bei uns ist
bis zum Ende der Welt.
Gemeinde: GL 629/5 »Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit.«

Wir preisen dich, Vater,
Herr des Himmels und der Erde,
in Dankbarkeit, in Ehrfurcht und in Liebe
durch deinen Sohn im Heiligen Geist
und stimmen ein in das Loblied der himmlischen Chöre:

19 Hymnus

GL 169/Unterwegs 166 »Gloria, Ehre sei Gott« oder
GL 168/1/ EH 14 »Gloria, gloria in excelsis Deo« oder
EH 12/Unterwegs 156 »Gloria, gloria«

20 Fürbitten

Gott ist unser Vater, kein Gott, der über den Wolken thront. In Jesus Christus ist er Mensch geworden und hat den Himmel zur Erde hin geöffnet. Ihn bitten wir:

- Für alle, die die Sehnsucht nach dem Himmel verloren haben: Schenke ihnen neue Träume und lass sie erfahren, dass du ein Gott bist, der aus Enge und Begrenztheit befreit.
Gemeinde: Christus, höre uns.
- Für alle, für die du, Gott, nur fern im Himmel zu sein scheinst: Schenke ihnen handgreifliche Erfahrungen deiner Nähe und Menschenfreundlichkeit.
- Für alle, denen die Eintönigkeit der alltäglichen Aufgabenzur Lebenslast geworden ist: Schenke ihnen die Erfahrung, dass sie durch ihr Alltagstun dir dienen können.
- Für alle Väter in unserer Gemeinde bitten wir am heutigen Vatertag: Schenke ihnen Einfühlsamkeit und Geduld mit ihren Kindern und lass sie die Freude genießen, wenn sie mit ihren Kindern spielen, toben und lachen.

Zu den Fürbitten kann von Kindern Weihrauch eingelegt oder eine Kerze entzündet werden. Sie können sich mit einer Fürbitte beteiligen.
Falls eine Kommunionfeier vorgesehen ist, siehe 27

21 Vaterunser
Beim Vaterunser können die Kinder an einem geeigneten Ort im Chorraum oderim Mittelgang vor dem Altar stehen. Sie können das Vaterunser mit geöffneten Händen beten wie alle mit ihnen Versammelten.
Weil Jesus den Himmel für uns geöffnet hat, können wir zu unserem Vater im Himmel beten und gleichzeitig auf seine Nähe und Gegenwart hier auf Erden vertrauen. So lasst uns mit Jesu Worten zu ihm sprechen:
Gemeinde: Vater unser im Himmel …

22 Danklied
Die Gemeinde sitzt.
GL 402,1–4 »Danket Gott, denn er ist gut« oder
EH 104/Unterwegs 67 »Singt dem Herrn, alle Völker und Rassen« oder
GL 400/EH 265/Unterwegs 252 »Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen«

23 Mitteilungen

24 Segensbitte

Während der Segensbitte können die Eltern den Kindern die Hände auf legen.
Gott, du Anfang und Ende, du Erster und Letzter, du Gegenwart und Zukunft:
Segne uns und unsere Wege.
Behüte und bewahre uns, damit wir in der Einheit mit dir und untereinander bleiben.
So segne uns der gute und treue Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Gemeinde: Amen.
Gestaltungselement siehe 28

25 Entlassung

Singet Lob und Preis.
Gemeinde: Dank sei Gott, dem Herrn.
Danach Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht.

26 Auszug
Auszug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Orgelnachspiel.

27 Kommunionfeier
Abschluss der Fürbitten
All unsere Bitten bringen wir zu dir. Wir vertrauen dir, dass du am besten weißt, was wir brauchen. So sagen wir dir unseren Dank – heute und alle Tage unseres Lebens.
Gemeinde: Amen.

Hinweis auf die eucharistische Gemeinschaft

Jesus Christus ist in unserer Mitte. Er ist gegenwärtig in seinem Wort, das wir gehört haben, und in der Gestalt des Brotes, das uns jetzt geschenkt wird. Das eucharistische Brot verbindet uns mit der Eucharistiefeier …
Möglichkeit 1: in … (Gemeinde, aus der die Eucharistie übertragen wurde)
Möglichkeit 2: die wir am vergangenen … hier gefeiert haben.

Bereitung des Altars – Übertragung des Allerheiligsten

Orgelspiel oder
GL 498,1–2 »Das Heil der Welt, Herr Jesus Christ« oder
GL 470,1–3/EH 154,1–3/Unterwegs 130,1–3 »Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht«
Während des Orgelspiels oder Lieds gehen Gottesdienstleiter/in, Kommunionhelfer/in und Ministrant/inn/en mit Leuchtern zum Eingang (wenn das eucharistische Brot übertragen wird) oder zum Tabernakel. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Prozession zum Altar. Die Hostienschale wird in die Mitte des Altares gestellt. Danach knien alle.

Stille Anbetung
Wir brechen das Brot,
wir teilen das Leben,
wir üben das Geben,
mit Männern und Frauen,
mit Alten und Grauen,
mit Mädchen und Jungen,
mit Traurigen, Fragenden,
Lachenden, Zagenden,
Glücklichen, Klagenden.
Wir brechen das Brot,
wir teilen das Leben,
wir üben das Geben.
(Quelle unbekannt)

Anbetend knien wir vor dem, der mit uns das Brot bricht.
Er ist der Geber aller Gaben.
In der Stille wollen wir ihm unser Herz öffnen.
Angemessene Zeit des stillen Gebets.

Vaterunser
Alle stehen.
Weil Jesus den Himmel für uns geöffnet hat, können wir zu unserem Vater im Himmel beten und gleichzeitig auf seine Nähe und Gegenwart hier auf Erden vertrauen. So lasst uns mit Jesu Worten zu ihm sprechen:
Gemeinde: Vater unser im Himmel …

Einladung zur Kommunion

Eine Hostie wird über der Schale gehalten.
Seht das Brot des Lebens. Seht Christus, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.
Gemeinde: Herr, ich bin nicht würdig …

Kommunionempfang
Orgelspiel
Der Leib Christi.
Die Hostienschale wird in den Tabernakel zurückgestellt. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Tabernakel schließen und zu den Sedilien zurückgehen.

Danklied
GL 402,1–4 »Danket Gott, denn er ist gut« oder
EH 104/Unterwegs 67 »Singt dem Herrn, alle Völker und Rassen« oder
GL 400/EH 265/Unterwegs 252 »Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen«

Schlussgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst.
Lasset uns beten.
Kurze Stille.
Lebendiger Gott,
du hast durch deinen Sohn Himmel und Erde miteinander verbunden.
Als deine Gemeinde hast du uns berufen, diese Verbindung zu leben in unserem jeweiligen Alltag, durch unsere Taten der Liebe, durch unser Verhalten und unsere Bereitschaft zum Frieden.
Leite und führe uns auf diesem Weg mit Christi Hilfe, der bei dir lebt und für uns da ist, alle Tage unseres Lebens.
Gemeinde: Amen.
Weiter mit den Mitteilungen 23

28 Gestaltungselement
In noch vielen Gemeinden ist es guter Brauch, an Christi Himmelfahrt vor oder nach dem Gottesdienst mit der Gemeinde zu einer Ösch- oder Flurprozession aufzubrechen, die ihren Weg symbolisch in die vier Himmelsrichtungen nimmt, um in umfassender Weise den Segen Gottes zu erbitten: für die Ernte auf den Fluren, Feldern und Wäldern, für unsere tägliche Arbeit, für unser Unterwegssein im Straßenverkehr, für den Frieden in der Welt. Eine Gebetsvorlage dafür findet sich im GL unter Nr. 927 (Diözesananhang Freiburg/Rottenburg-Stuttgart).Falls sich eine solche Prozession nicht an den Gottesdienst anschließen kann, könnte der Segen am Ende des Gottesdienstes besonders gestaltet werden. Hierzu folgender Vorschlag:

1. Ein Kind bringt von hinten (aus dem »Westen«) einen Wiesenstrauß nach vorn und stellt ihn oder sich mit ihm vor den Altar.
Dazu spricht das Kind oder ein/e Sprecher/in folgendes Gebet:
Gott, wir bitten dich um deinen Segen für unsere Felder, Wiesen und Wälder. Lege deine Kraft und deinen Segen in alles, was auf unserer Erde wächst und mach uns bereit,
die Gaben der Erde gerecht zu teilen und sorgsam mit deiner Schöpfung umzugehen.
Liedruf der Gemeinde: GL 408 »Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn«

2. Zwei Kinder bringen von rechts (aus dem »Süden«) zwei Symbole für Arbeit (z. B. Topf und PC o. Ä.) vor den Altar.
Dazu spricht ein Kind oder ein/e Sprecher/in folgendes Gebet:
Gott, wir bitten dich um deinen Segen für unsere tägliche Arbeit in der Schule, zu Hause, an unseren Arbeitsstätten.
Lege deine Kraft und deinen Segen in alles was wir tun und gestalten und lass uns fair und gerecht handeln.
Liedruf der Gemeinde: GL 408 »Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn«

3. Ein Kind bringt einen Autoatlas oder ein Navigerät von links (aus dem »Norden«) vor den Altar.
Dazu spricht das Kind oder ein/e Sprecher/in folgendes Gebet:
Gott, wir bitten dich um deinen Segen auf allen Straßen und Wegen, auf denen wir zu Fuß oder mit Verkehrsmitteln unterwegs sind. Lege deinen Segen in uns und lass uns achtsam und vorsichtig unterwegs sein.
Liedruf der Gemeinde: GL 408 »Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn«

4. Ein Kind (am besten Ministrant/in) bringt aus dem Altarraum (aus dem »Osten«) ein Symbol für Frieden (große Friedenstaube, Globus o. Ä.) vor den Altar.
Dazu spricht das Kind oder ein/e Sprecher/in folgendes Gebet:
Gott, wir bitten dich um deinen Segen für unsere große Menschheitsfamilie. Lege deinen Segen in unser Denken, Tun und Handeln, damit wir alles tun, um Frieden und Gerechtigkeit voranzubringen.
Liedruf der Gemeinde: GL 408 »Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn«

Abschlussgebet von Leiter/in:
Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.
Gemeinde: Der Himmel und Erde erschaffen hat.
Gesegnet die Wälder, Wiesen und Berge.
Gesegnet die Wohnungen der Menschen.
Gesegnet die Tiere und Pflanzen.
Gesegnet die Menschen auf den Straßen.
Gesegnet die Kinder, die hier aufwachsen.
Gesegnet die Menschen, die fern von uns leben.
Gesegnet die Arbeit von Frauen und Männern.
Gesegnet die Alten auf der Bank vor dem Haus.
Gesegnet die Toten auf unseren Friedhöfen.Um diesen Segen, um deinen Segen bitten wir dich, du menschenfreundlicher Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Gemeinde: Amen.
Weiter mit Entlassung 25


Annette Gawaz

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