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WortGottesFeiern
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Einführung
Man muss die Feste feiern, wie sie fallen: Sonntag, 6. August – Verklärung des Herrn
Für den liturgischen Kalender ist klar, dass dem Sonntag nichts vorgezogen werden darf. Der Sonntag ist als das Wochenostern bedeutend und nicht beliebig gegen einen anderen Gedanken austauschbar. Sonntag, erster Tag der Woche: Feier von Tod und Auferstehung Jesu. Klar, wenn ein Heiligengedenktag und zugleich Namensgeber/in einer Kirche auf einen Sonntag fällt, wird es in dieser Kirche am Tag oder dem darauffolgenden Sonntag als Patrozinium gefeiert. Was ebenso an einem Sonntag gefeiert wird, sind »Herrenfeste«. An Herrenfesten werden Ereignisse oder Gedanken aus dem Leben Jesu an einem bestimmten Tag zum Fest. Wenn sie auf einen Sonntag fallen, rücken diese Festgedanken etwas mehr in den Blick. Manche erfahren dadurch, dass es das Fest überhaupt gibt. In diesem Jahr fällt das Fest der Verklärung des Herrn, das am 6. August gefeiert wird, auf einen Sonntag. Das Evangelium von der Verklärung (Mt 17,1–9/Mk 9,2–10/ Lk 9,28–36) kommt in der Österlichen Bußzeit am zweiten Fastensonntag vor. Aber ein Festtag der Verklärung?

Wir haben in einer unserer Kirchen drei Stelen »Verklärung«, zu denen sich der Künstler Peter Klein in einer Fastenmeditation äußerte. Er sprach über die großen Holzbalken aus alten Dächern von Bauernhäusern oder Scheunen, die er zu diesen drei Stelen gestaltete. Wenn man die alten Balken im ersten Augenblick anschaut, meinte er, seien sie nicht schön. Indem man sie einige Zeit ansieht, wächst eine Beziehung und ist das ein oder andere zu entdecken und macht sie zu etwas Besonderem. Er stellte drei große alte Balken nebeneinander und empfand, dass sie zu einer Figurengruppe werden. Diese nannte er Verklärung. Er pinselte Blattgold in die Zapfenlöcher, sodass es von innen her hell und golden aufstrahlt. Er brachte seine Kunst und die Gedanken zu Verklärung in Verbindung mit den Worten aus dem Gottesknechtslied: »Er hatte keine schöne und edle Gestalt, so dass wir ihn ansehen mochten.« (Jes 52,2)

Wenige Verse später heißt es jedoch: »Doch der Herr fand Gefallen an seinem zerschlagenen Knecht.« (Jes 52,10)

Gott sieht anders als wir Menschen. Dieses Ansehen gibt Ansehen dem, der so unansehnlich gewertet wird im Blick der anderen. Gott findet Gefallen. Da strahlt etwas auf und es wird zu Glanz. Mir hat sich dieses Evangelium von der Verklärung, nun auch dieser Festtag der Verklärung des Herrn durch die Kunst und die Worte des schaffenden Künstlers neu erschlossen.

Oft finden sich in unseren Kirchen Bilder oder andere Kunst, die ins Erzählen gebracht werden können, so, dass sich etwas erschließt. Es braucht den Blick, das längere Verweilen und das Ansehen. Nicht im Vorbeigehen erhaschen wir das Schöne. Es strahlt auf. Nicht wie ein Blitz, sondern in einem anderen Licht, golden eben, wird zu Glanz.

Der Tag der Verklärung legt sich in diesem Jahr auf einen Sonntag und gibt ebenso die Gelegenheit zu verweilen und die eigenen Lebens- und Erzählfäden aufzunehmen. Gefallen mag man an vielem gefunden haben. Aber an dem, was auf den ersten Augenblick nicht schön erscheint oder hässlich und abwendend?

Sonntag, 6. August 2017. Einmal die Augenblicke besehen und Gottes Ansehen auf seinen Sohn, unseren Bruder, feiern. Sonntag und Verklärung.

Eine gute Sommerzeit wünscht,

Heinz Vogel

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