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WortGottesFeiern
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einer Wort-Gottes-Feier
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Einführung
Zum Reformationsgedenken
Am 31. Oktober 2017 jährt sich der legendäre Thesenanschlag Martin Luthers an der Schlosskirche in Wittenberg zum 500sten mal. Die Vorbereitungen zu diesem Reformationsgedenken haben bereits 2008 mit dem ersten Themenjahr (»Luther – die Ankunft« in Wittenberg) der Lutherdekade begonnen. Am 31. Oktober 2016 mündet die Vorbereitung in das Jubiläumsjahr.

Es ist das erste Reformationsgedenken, das im Zeitalter der Ökumene begangen wird. Während wir auf 500 Jahre Reformation zurückblicken, können wir Katholiken erst seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, also seit gut 50 Jahren von Ökumene sprechen. Inzwischen können wir dankbar anerkennen, was die anderen an Schätzen bewusster bewahrt haben und wovon wir inzwischen gegenseitig profitieren. Liturgisch bedeutsam ist in diesem Zusammenhang für uns als Katholiken die Wiederentdeckung der biblischen Botschaft als Wort Gottes heute an die versammelte Gemeinde. Die Erneuerung der Leseordnung und die Schriftlesung als Konstitutivum einer liturgischen Feier darf als „Lernerfolg“ für katholische Liturgie gewertet werden. Ebenso die Sicht auf die Bedeutung der Gemeinde, die mit ihrem Zusammenkommen die liturgische Feier erst ermöglicht und für das gottesdienstliche Feiern nicht ersetzbar ist.

Das bevorstehende Reformationsgedenken bietet auf allen Ebenen Anregungen und Angebote für ökumenische Veranstaltungen und ökumenische Gottesdienste. Unsere gemeinsamen Schätze, wie die biblischen Bücher (allerdings in unterschiedlichen Übersetzungen), das Glaubensbekenntnis von Nicäa-Konstantinopel 381, der reiche Schatz der Psalmen, viele Lieder, die inzwischen zum gemeinsamen Liedgut gehören, das Vaterunser, Symbole und Zeichenhandlungen, aktualisierte Texte und Gebete ermöglichen eine unerschöpfliche Vielfalt gemeinsamen Feierns. Im Diözesanteil der Diözese Rottenburg-Stuttgart/Erzdiözese Freiburg ist unter der Nr. 942 ein Modell für Ökumenische Gottesdienste angeboten, das sich am Aufbau der Wort-Gottes-Feier orientiert.

Eigens für das Reformationsgedenken wird vom Schwabenverlag im Herbst 2016 ein Werkbuch erscheinen: Stefan Möhler (Hg.), Der Trennung gedenken – das Verbindende feiern.

Ich wünsche allen Nutzern unserer Gottesdiensthilfen, dass das beginnende Refomationsgedenken ein Jahr wird mit Gelegenheiten als ökumenische Partner einander zu zeigen, was man liebt, und wertzuschätzen, was in den anderen Kirchen möglich ist. Mehr noch hoffe ich, dass durch gemeinsame Aktionen und Gottesdienste Standards für die Zukunft gesetzt werden und weitere Schritte aufeinander zu erfolgen, dadurch, dass alle sich um die eine Mitte versammeln, die Christus ist.

Margret Schäfer-Krebs

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