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| Die Herausgeber |
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| Leseprobe 2 |
| 17. Sonntag im Jahreskreis |
| Ziemlich kühn |
| Lesejahr A |
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Paulus hat an die Christinnen und Christen in Rom einen »teilweise ziemlich kühnen Brief« (Röm 15,15) geschrieben. In der Kirche wurde dieser Brief oft als Beleg benutzt, das Christentum sei eine »Gnadenreligion« – in scharfem Kontrast zur jüdischen »Gesetzesreligion«. Doch der den Pharisäern nahestehende Paulus bleibt auch als Christusgläubiger im Horizont der jüdischen Religion. Folgerichtig spricht er selbst nicht von Bekehrung, sondern von seiner Berufung (Röm 1,1): wie jüdische Propheten erhält er vom Gott Israels eine neue Aufgabe: Er ist »bestimmt für das Evangelium«, als Apostel für Nichtjuden. Auf dieser historischen Grundlage kann die bis heute wirksame antijüdische »Lehre der Verachtung« (so der Historiker Jules Isaac) endlich überwunden werden: »Paulus war ein Jude, der die christusgläubigen Gruppen als einen authentischen Ausdruck des Judentums ansah; (…) sein Ziel war es nicht, eine neue Religion zu gründen.« (Mark D. Nanos, in: Das Neue Testament jüdisch erklärt, Seite 304).
1 Einzug
Einzug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht. Der Einzug wird vom Kirchenportal aus begonnen; wenn Kinder teilnehmen, können sie vor den Ministrant/inn/en mit einziehen. Nach der gemeinsamen Verneigung (oder Kniebeuge) gehen sie an ihre Plätze.
2 Gesang zur Eröffnung
GL 477/Unterwegs 134 »Gott ruft sein Volk zusammen« oder EH 272 »Gott hat das erste Wort« oder Unterwegs 231/EH 285 »Eingeladen zum Fest des Glaubens«
3 Kreuzzeichen und liturgischer Gruß
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Gemeinde: Amen. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn. Gemeinde: Der Himmel und Erde erschaffen hat.
4 Einführung
»Gott ist hier« – so ruft uns der Eröffnungs-Psalm des heutigen Sonntags zu. Liebe Gemeinde, herzlich willkommen! »Gott ruft sein Volk zusammen«, sagt der Psalm – »Er selbst schenkt seinem Volk Stärke und Kraft«. Halten wir einen Augenblick Stille. Sie können dabei nachspüren: Wie erlebe ich mich heute Morgen? Wie bin ich da? Kurze Stille Spüren Sie Stärke und Kraft in Ihrem Leben? Längere Stille So, wie wir jetzt hier versammelt sind, mit allem, was Sie in diese Feier mitbringen, wollen wir miteinander feiern.
5 Christusrufe
Jesus, du menschlicher Sohn aus dem Haus Davids: Herr, erbarme dich. Gemeinde: Herr, erbarme dich. Du lebendiger Sohn Gottes: Christus, erbarme dich. Gemeinde: Christus, erbarme dich. Du Erstgeborener vieler Geschwister: Herr, erbarme dich. Gemeinde: Herr, erbarme dich. Gesungen: GL 104 »Kyrie eleison«
6 Eröffnungsgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Werkbuch S. 124 oder Lasset uns beten. Kurze Stille. Verborgener Gott: höre die Gebete aller Menschen in diesem Kirchenraum. Stille. Wir vertrauen darauf, dass du allen Menschen deine Nähe und deinen Schutz schenkst. Begleite uns Tag für Tag – und zeig uns die Wege, die für uns gut sind. So bitten wir im Heiligen Geist durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Gemeinde: Amen.
7 Hinführung zur ersten Lesung: 1 Kön 3,5.7-12
Manchmal ist es wie im Märchen – manchmal haben wir einen Wunsch frei. Was würden Sie sich wünschen? In der ersten Lesung darf das auch der junge, frisch gebackene König Salomo. Er ist heute Vorbild auch für Väter, Mütter, Großeltern und Vorgesetzte aller Art.
8 Erste Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor. Die Gemeinde sitzt. Lesung aus dem ersten Buch der Könige.
Nach der Lesung: Wort des lebendigen Gottes. Gemeinde: Dank sei Gott.
9 Antwortgesang
GL 31,1 »Selig der Mensch« mit Versen aus Psalm 119 (siehe Lektionar)
10 Hinführung zur zweiten Lesung: Röm 8,28-30
Meinungsverschiedenheiten und Konflikte gab es schon zwischen den ersten Christinnen und Christen. Der Apostel Paulus erinnert in seinem Brief die kleinen Hausgemeinden in Rom an die gemeinsame Grundlage, die alle Getauften miteinander verbindet – trotz unterschiedlicher Interessen und Positionen.
11 Zweite Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor. Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom.
Nach der Lesung: Wort des lebendigen Gottes. Gemeinde: Dank sei Gott.
12 Ruf vor dem Evangelium
Zum Halleluja-Ruf steht die Gemeinde. GL 175,6 oder EH 219 oder Unterwegs 167 Der/Die Kantor/in singt den Ruf vor, die Gemeinde wiederholt. Der Vers zum Halleluja findet sich im Lektionar vor dem Evangelium. Die Huldigung des Evangeliums kann erweitert werden, indem der Ruf nach dem Evangelium wiederholt wird. Zwei Ministrant/inn/en mit Leuchtern stehen rechts und links neben dem Ambo.
13 Evangelium: Mt 13,44-52
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. Gemeinde: Ehre sei dir, o Herr. Kreuzzeichen auf Buch, Stirn, Mund und Brust.
Nach dem Evangelium: Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. Gemeinde: Lob sei dir, Christus.
14 Ansprache
Die Gemeinde sitzt. Die Zwischenüberschriften werden nicht vorgetragen. Sie dienen nur der besseren Übersicht. An alle hier in … (Name des Ortes, der Stadt oder Region; kein Name der Pfarrei!), an die Geliebten Gottes, die von Jesus Christus Berufenen, an die Heiligen hier am Ort: Wie geht es Ihnen, wenn ich Sie so anrede? Ungewohnt, oder? Kurze Stille Der Apostel Paulus beginnt mit dieser persönlichen Anrede seinen Brief an die Christinnen und Christen in Rom. Er tut das aus praktischen Gründen: es gibt dort keine einheitliche römische Gemeinde, sondern verschiedene Hausgemeinden. Gleichzeitig erinnert er so an die Würde jedes einzelnen Christenmenschen. Diese Würde gilt – auch angesichts der dort schwelenden Konflikte.
Brisante Zugehörigkeit
Weil Paulus die meisten Christen in Rom nicht persönlich kennt, stellt er sich ihnen vor. Er schreibt: »Paulus, Sklave: Untertan des Gesalbten namens Jesus, berufener Gesandter«. Diese Worte sind für römische Ohren anstößig und aufmüpfig. Denn Gesalbte waren die römischen Kaiser. Paulus, der freie römische Bürger, betont: Ich bin kein Sklave des Kaisers, sondern Sklave eines gekreuzigten jüdischen Wanderpredigers. Warum ist Paulus diese Klarstellung so wichtig? Die Antwort ist brisant: es geht ihm um Zugehörigkeit. Heute sind wir davon überzeugt, dass niemand einem anderen Menschen als Besitz gehört. Das war damals anders; denken Sie nur an die Sklaverei oder an patriarchale Strukturen: Ehefrau und Kinder waren Besitz des Ehemannes. Trotzdem hat die Frage der Zugehörigkeit auch für uns Bedeutung.
Unser Status als Getaufte
Denn wie Paulus und die römischen Christinnen und Christen gehören auch wir durch unsere Taufe zum Gesalbten Jesus: an seiner Gestalt, sagt Paulus in der Lesung heute, haben wir alle teil. Ihn, unsren Herrn, dürfen wir Bruder nennen, und wir sind untereinander Geschwister – damals war das ein Gegenentwurf zur römischen Gesellschaft, die bis zum Kaiser hinauf streng hierarchisch gegliedert war. Auch heute gibt es Hierarchien: Chefin und Mitarbeiter, Vorgesetzter und Untergebene, Lehrerin und Schüler. Das ist einfach deshalb so, weil Firmen, Institutionen und ganze Gesellschaften nur so funktionieren. Im Unterschied zur Zeit des Paulus ist allerdings die Gleichheit und Würde aller Menschen im Grundgesetz verankert. Trotzdem erleben Menschen auch heute Mobbing und Ausgrenzung, Intrigen und Missbrauch. Deshalb ist wichtig, wie Paulus die Zugehörigkeit zu Jesus versteht: Sie und ich, wir alle sind zuerst von Gott berufen. So werden wir von ihm in Dienst genommen und gesendet. Damit wir aber dieses Dienst-Verhältnis nicht als gewaltsam erzwungenen Sklavendienst missverstehen, betont Paulus im zweiten Schritt: Wir sind von Gott erkannt. Dieses Wort hat mit Liebe zu tun: Menschen, die sich lieben, erkennen sich gegenseitig und sagen: wir gehören zusammen. So, wie Gott seinen Sohn Jesus liebt, so liebt er auch uns: er schenkt uns »Anteil an Wesen und Gestalt seines Sohnes«, sagt Paulus.
Geschenkte Freiheit
Die römischen Christinnen und Christen haben diese Klarstellung wohl als befreiende Zusage gehört: Ihr seid nicht mehr der oft genug gewalttätigen römischen »Herrschaft von Sünde und Tod« schutzlos ausgeliefert. Sondern für Euch gibt es einen Ausweg in die Freiheit! Diese geschenkte Freiheit ist auch heute bedeutsam. Denn sie eröffnet neue Perspektiven. Sie stärkt Selbstbewusstsein und Mut, innere Unabhängigkeit – und im besten Fall Gelassenheit und Zuversicht sogar in schwierigen Zeiten. Paulus betont: genau für diese Perspektiven hat uns Gott schon längst »gerecht gemacht«, das heißt: mit allem Nötigen ausgerüstet, um so befreit leben zu können. Und mehr noch: er hat uns schon heute »verherrlicht«. Dieses merkwürdige und oft missverstandene Wort hat im Griechischen und Hebräischen einen Wortstamm, der mit »Glanz« und »Majestät« zusammenhängt. Gott will uns als Menschen mit einer positiven und souveränen Ausstrahlung: Was für eine Zusage! Stille Gestaltungsvorschlag siehe 28
15 Antwort der Gemeinde: Glaubensbekenntnis
Liebe Gemeinde: mit einem über 1000 Jahre alten Hymnus bekennen wir nun unseren Glauben. Lassen Sie sich berühren, vielleicht nur von einem einzigen Wort oder Bild in diesem ehrwürdigen Text. Die erste und die letzte Strophe sprechen wir gemeinsam; die zweite und vierte Strophe sprechen die Frauen und die dritte Strophe die Männer. GL 353 »Erhabene Dreifaltigkeit« Strophen abwechselnd gesprochen.
16 Friedenszeichen
Frieden ist das, was alle Menschen ersehnen: Frieden im eigenen Herzen, Frieden in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis, und Frieden am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft. Gott schenkt uns dafür die Samenkörner seines umfassenden Friedens. Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens.
17 Kollekte
Die Gemeinde sitzt. Heute bitte ich Sie um Ihre großherzige Spende für … (Kollektenzweck nennen). Schon im Voraus besten Dank für Ihre Spende! Orgelspiel oder GL 364 »Schönster Herr Jesu, Herrscher aller Herren« oder EH 106 »Singet, ihr Völker« oder Unterwegs 254 »Ich sing dir mein Lied«
18 Sonntäglicher Lobpreis
Der/Die Leiter/in geht an einen geeigneten Ort. Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Die Gemeinde steht. Als priesterliches und königliches Volk sind wir vor Gott versammelt. Unser Privileg ist es, mit eigener Stimme Gott zu loben und ihm zu danken. Siehe »Sonntäglicher Lobpreis. Ergänzung zum Werkbuch für die Sonn- und Festtage», S. 8 (Lobpreis 1, Lobpreis und Dank für die vergangene Woche). Die folgende Akklamation wird beim ersten Mal vorgesungen und dann von allen wiederholt. Anstelle der gesungenen Akklamation kann der folgende Ruf auch jeweils gesprochen werden. GL 402,1: V: »Danket Gott, denn er ist gut; groß ist alles, was er tut.« Gemeinde: »Seine Huld währt alle Zeit, waltet bis in Ewigkeit.«
Gott, unser Vater, du schenkst uns die Tage, Wochen und Jahre unseres Lebens. Du bist bei uns in guten und in bösen Tagen. Vieles lernen wir erst schätzen, wenn es bedroht wird. Manches, was schwer ist, wendet sich später zum Guten, und anderes können wir nur ertragen. Wir danken dir für die vergangene Woche: GL 402,1: V: »Danket Gott, denn er ist gut; groß ist alles, was er tut.« Gemeinde: »Seine Huld währt alle Zeit, waltet bis in Ewigkeit.«
Gott, dir sei Dank für den ersten Augenaufschlag am Morgen und das Geschenk jedes neuen Tages – für all das, was wir zum Leben haben, und dafür, dass wir es mit anderen teilen können – für die Arbeit und die Aufgaben, die uns gegeben sind – für die Phantasie und Liebe, die uns immer wieder neu beflügelt oder den nächsten Schritt weist – für alle Anregungen, die uns im Geist und im Herzen weiterbringen – für die Möglichkeiten, unser Leben gut zu gestalten und Freude daran zu haben. GL 402,1: V: »Danket Gott, denn er ist gut; groß ist alles, was er tut.« Gemeinde: »Seine Huld währt alle Zeit, waltet bis in Ewigkeit.«
Gott, wir danken dir, dass wir an dich glauben und zu dir beten können – dass du da bist, verborgen und doch spürbar – dass du zu uns sprichst, still und doch verstehbar – dass du uns liebst, grenzenlos und doch berührend nah – dass du uns vergibst, unverdient und immer wieder neu – dass du uns segnest, das Leben zu lieben und ihm zu dienen. GL 402,1: V: »Danket Gott, denn er ist gut; groß ist alles, was er tut.« Gemeinde: »Seine Huld währt alle Zeit, waltet bis in Ewigkeit.«
Gott, unser guter Vater, dankbar schauen wir auf unseren Weg mit dir. Im Heiligen Geist versammelt, stimmen wir ein in den Lobgesang der himmlischen Chöre:
19 Hymnus
GL 170 »Allein Gott in der Höh sei Ehr« oder EH 11/Unterwegs 164/GL 168,2 »Ehre Gott in der Höhe« oder Unterwegs 163/GL 172 »Gott in der Höh sei Preis und Ehr«
20 Fürbitten
Im Großen und Kleinen, gesellschaftlich und privat haben wir nicht nur Freude, sondern auch große Sorgen und Nöte. Nichts davon braucht in dieser Feier verschwiegen oder verdrängt zu werden – im Gegenteil: Dafür soll jetzt Platz sein.
• Zunächst halten wir eine längere Zeit der Stille, in der Sie das vor Gott bringen können, das Sie beschäftigt und bewegt, belastet und ängstigt. Längere Zeit der Stille Gemeinde: GL 156/EH 8/Unterwegs 153 »Kyrie« • Beten wir miteinander für alle, die sich Sorgen machen, wie es weitergeht mit der Meinungsfreiheit, den Menschenrechten und der Demokratie in unserem Land. • Beten wir miteinander für … (ein konkretes Anliegen im Blick auf die Top-Nachrichten des Wochenendes) • Beten wir miteinander für alle Kinder und Jugendlichen hier am Ort. Besonders für Kinder in Armut und Jugendliche, die einsam sind oder mit einer Sucht zu kämpfen haben. • Beten wir miteinander für alle, die nicht mehr können, die am Ende ihrer Kräfte sind, die unsere Welt nicht mehr verstehen und die deshalb in Depressionen versinken oder radikale Überzeugungen vertreten. • Beten wir miteinander für unsere Toten.
Zu den Fürbitten kann von Kindern Weihrauch eingelegt oder eine Kerze entzündet werden. Sie können sich mit einer Fürbitte beteiligen. Falls eine Kommunionfeier vorgesehen ist, siehe 27 21 Vaterunser
Beim Vaterunser können die Kinder an einem geeigneten Ort im Chorraum oder im Mittelgang vor dem Altar stehen. Sie können das Vaterunser mit geöffneten Händen beten wie alle mit ihnen Versammelten. Miteinander beten wir so, wie es uns unser Meister und Bruder Jesus gelehrt hat: Gemeinde: Vater unser im Himmel …
22 Danklied
Die Gemeinde sitzt. GL 453/EH 110/Unterwegs 232 »Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott«
23 Mitteilungen
24 Segensbitte
Während der Segensbitte können die Eltern den Kindern die Hände auf legen. Gott, du Urgrund der Welt und Geheimnis unseres Lebens: miteinander bitten wir um dein gutes Wort – um deinen Segen. Kurze Stille. Es segne uns und alle Menschen und die gesamte Schöpfung der lebendige Gott: der Vater durch den Sohn im Heiligen Geist. Gemeinde: Amen.
25 Entlassung
Singet Lob und Preis. Gemeinde: Dank sei Gott, dem Herrn. Danach Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht.
26 Auszug
Auszug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Orgelnachspiel.
27 Kommunionfeier
Abschluß der Fürbitten Verborgener Gott, wir vertrauen darauf, dass du uns hörst und dass du den Menschen gibst, was gut ist für sie und ihr Leben. Dafür danken wir dir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Gemeinde: Amen.
Hinweis auf die eucharistische Gemeinschaft Jesus Christus ist in unserer Mitte. Er ist gegenwärtig in seinem Wort, das wir gehört haben, und in der Gestalt des Brotes, das uns jetzt geschenkt wird. Das eucharistische Brot verbindet uns mit der Eucharistiefeier … Möglichkeit 1: in … (Gemeinde, aus der die Eucharistie übertragen wurde) Möglichkeit 2: die wir am vergangenen … hier gefeiert haben.
Bereitung des Altars – Übertragung des Allerheiligsten Orgelspiel oder GL 365/EH 273/Unterwegs 103 »Meine Hoffnung und meine Freude« Während des Orgelspiels oder Lieds gehen Gottesdienstleiter/in, Kommunionhelfer/in und Ministrant/inn/en mit Leuchtern zum Eingang (wenn das eucharistische Brot übertragen wird) oder zum Tabernakel. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Prozession zum Altar. Die Hostienschale wird in die Mitte des Altares gestellt. Danach knien alle.
Stille Anbetung Im Brot des Lebens grüßen wir Jesus Christus in unserer Mitte. Wie wertvoll ist seine Nähe. So bitte ich Sie, die folgenden Anrufungen jeweils nachzusprechen. V/A: Jesus, du frische Quelle. V/A: Jesus, du kostbare Perle. V/A: Jesus, du nahrhaftes Brot. V/A: Jesus, du himmlisches Licht. Angemessene Zeit des stillen Gebets.
Vaterunser Alle stehen. Miteinander beten wir so, wie es uns unser Meister und Bruder Jesus gelehrt hat: Gemeinde: Vater unser im Himmel …
Einladung zur Kommunion Eine Hostie wird über der Schale gehalten. Seht das Brot des Lebens. Seht Christus, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt. Gemeinde: Herr, ich bin nicht würdig …
Kommunionempfang Orgelspiel Der Leib Christi. Die Hostienschale wird in den Tabernakel zurückgestellt. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Tabernakel schließen und zu den Sedilien zurückgehen.
Danklied GL 453/EH 110/Unterwegs 232 »Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott«
Schlußgebet Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Lasset uns beten. Kurze Stille. Verborgener Gott, wir haben dein Wort gehört und das Brot des Lebens miteinander geteilt. Wir bitten dich, lass deine Gaben in unserem Leben wirken, damit wir denken und tun, was gut ist – und so den Weg zum Heil finden, das du uns schenken willst. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Gemeinde: Amen. Weiter mit den Mitteilungen 23
28 Gestaltungsvorschlag
Wenn die Gottesdienstgemeinde nicht zu groß ist und der Gottesdienstraum es zulässt, findet nach der Predigt anstelle des Glaubensbekenntnisses ein Ritual statt, in dem sich Tauferinnerung und Fürbitten verbinden. Deshalb entfallen die üblichen Fürbitten; auf den Hymnus nach dem Lobpreis folgt sofort das Vater unser. Das Ritual umfasst zwei Teile: 1. den Gang zum Taufstein (wenn er im Kirchenraum zentral ist) oder zu einer großen Schale mit Weihwasser. Dort stehen genügend Teelichter bereit. 2. den Gang vom Taufstein zu einem Ort im Kirchenraum, an dem die Teelichter angezündet und abgestellt werden. Dieser Ort kann ein entsprechend vorbereiteter Seitenaltar sein, oder ein anderer gut erreichbarer Ort, der groß genug ist, um die Teelichter würdig und sicher zu platzieren. Bei Bedarf kann auch der Hochaltar oder der Volksaltar dafür genutzt werden. Wichtig ist, dass genügend Anzünde-Kerzen bereit liegen, oder dass ältere Ministrant/inn/ en diesen Dienst übernehmen und die Gläubigen unterstützen. Das Ritual kann mit folgenden Worten eingeleitet werden: Sie alle hier in … (Name des Ortes, der Stadt oder der Region; kein Name der Pfarrei!): Geliebte Gottes, von Jesus Christus Berufene, liebe Heiligen hier am Ort: Als Antwort auf die Worte des Apostels Paulus haben Sie jetzt Gelegenheit, sich Ihre Taufwürde zu vergegenwärtigen. Sie können (je nachdem) zum Taufstein/zur Schale mit Weihwasser gehen, sich dort mit dem Wasser bekreuzigen und ein Teelicht nehmen. Dann gehen Sie mit dem Teelicht zum … (Ort benennen); dort haben Sie die Möglichkeit, Ihr Teelicht zu entzünden und abzustellen – als ein Zeichen für Ihre Bitten, Sorgen, Nöte und Wünsche, die Sie der Gegenwart Gottes anvertrauen möchten. Das Ritual findet in Stille statt. Am Ende wird dreimal gesungen: GL 155/Unterwegs 157 »Kyrie eleison« Danach folgen Friedenszeichen 16 und Kollekte 17.
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