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der Zeitschrift
WortGottesFeiern
Der Aufbau
einer Wort-Gottes-Feier
Die Herausgeber
Leseprobe 2
Gottesdienst zum Fastnachtssonntag
Die Welt steht Kopf und spielt verrückt
Lesejahr A
Während die sogenannte närrische Zeit für manche Menschen ein Höhepunkt des Jahres ist und ausgelassen gefeiert wird, hat sie für andere gar keine Bedeutung und wird so weit wie möglich ignoriert. In Orten, in denen Fastnachtsbräuche fest etabliert sind, gehört am Fastnachtssonntag oft auch ein Gottesdienst unter Mitwirkung der entsprechenden Zünfte und anderer Gruppierungen mit dazu, bei dem die Mitfeiernden eingeladen sind, verkleidet zu kommen und die musikalische Gestaltung entsprechend ist. Die hier vorliegende Gottesdienstvorlage hat Menschen im Blick, die der Fastnacht grundsätzlich wohlwollend begegnen, sich aber im Rahmen des Gottesdienstes keine närrische Veranstaltung wünschen.

1 Einzug
Einzug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht.
Der Einzug wird vom Kirchenportal aus begonnen; wenn Kinder teilnehmen, können sie vor den Ministrant/inn/en mit einziehen. Nach der gemeinsamen Verneigung (oder Kniebeuge) gehen sie an ihre Plätze.

2 Gesang zur Eröffnung
GL 383/EH 16/Unterwegs 161»Ich lobe meinen Gott«

3 Kreuzzeichen und liturgischer Gruß
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen.
Jesus Christus, der die Welt auf den Kopf gestellt hat, er ist in unserer Mitte, jetzt und in Ewigkeit.
Gemeinde: Amen.

4 Einführung
Wie stehen Sie diesen närrischen Tagen gegenüber? Sind Sie selbst närrisch unterwegs, genießen die ausgelassene Stimmung, bunte Umzüge und die Freude und Leichtigkeit dieser Tage oder würden Sie sich am liebsten verkriechen, bis der ganze Spuk ein Ende hat? Wie auch immer: Sie sind herzlich willkommen zu diesem Gottesdienst, der keine Fastnachtsveranstaltung sein will und bei dem doch die Freude und Leichtigkeit dieser Tage spürbar sein soll und der eine Brücke schlagen will zwischen der biblischen und der fastnächtlichen Botschaft.
Im Vertrauen darauf, dass Gott in jeder Lebenssituation in unserer Mitte ist, begrüßen wir unseren Herrn:

5 Christusrufe
Jesus Christus, die Fröhlichkeit und Ausgelassenheit um uns herum in diesen Tagen sind ansteckend und lassen uns aufatmen in Zeiten, die oft bedrückend und belastend sind. Du bist unsere Freude. Herr, erbarme dich.
Gemeinde: Herr, erbarme dich.

Die geteilte Freude und das gemeinsame Lachen bringen ganz unterschiedliche Menschen miteinander in Kontakt und lassen Gemeinschaft entstehen. Du bist unsere Mitte. Christus, erbarme dich.
Gemeinde: Christus, erbarme dich.

Mit einem Augenzwinkern vorgetragene Kritik lässt Menschen schmunzeln, wo sonst mit Worten so viel Verletzung und Kränkung geschieht. Du bist unsere Versöhnung. Herr, erbarme dich.
Gemeinde: Herr, erbarme dich.

6 Eröffnungsgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst.
Lasset uns beten.
Kurze Stille.

Gott unseres Lebens, in diesen Tagen, da die Welt um uns
herum Kopf steht und verrückt spielt, sind wir hier, um miteinander
Gottesdienst zu feiern. Wir machen uns deine Gegenwart
bewusst in allem, was uns freut, uns beschäftigt oder belastet.
Lass uns deine liebende Nähe und dein Wohlwollen spüren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und
Herrn.
Gemeinde: Amen.

7 Hinführung zur ersten Lesung: Koh 9,7-10

Das alttestamentliche Buch Kohelet steckt voller Lebensweisheiten, die auch in unseren Ohren heute noch aktuell und ansprechend klingen. Hören wir einen eindrücklichen Aufruf zur Freude und dazu, das Leben mit allen Sinnen zu genießen.

8 Erste Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor. Die Gemeinde sitzt.
Lesung aus dem Buch Kohelet.
Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

9 Antwortgesang
GL 406/Unterwegs 73 »Danket, danket dem Herrn« oder
EH 264 »Halleluja! Lobet Gott«
Gestaltungsvorschlag siehe 28

10 Hinführung zur zweiten Lesung: 1 Kor 13,1-3
Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil waren die folgenden Verse aus dem ersten Korintherbrief die vorgeschriebene Lesung am Fastnachtssonntag. Grund dafür war das erwähnte dröhnende Erz und die lärmende Pauke bzw. Schelle, die als Symbol der Lieblosigkeit galten und die bis heute oft in überdimensionierter Form zur Ausstattung eines jeden Narren gehören.

11 Zweite Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor.
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth.
Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

12 Ruf vor dem Evangelium
Zum Halleluja-Ruf steht die Gemeinde.
GL 174,1 oder EH 222 oder Unterwegs 168
Der/Die Kantor/in singt den Ruf vor, die Gemeinde wiederholt.
Der Vers zum Halleluja findet sich im Lektionar vor dem Evangelium. Die Huldigung des Evangeliums kann erweitert werden, indem der Ruf nach dem Evangelium wiederholt wird. Zwei Ministrant/inn/en mit Leuchtern stehen rechts und links neben dem Ambo.

13 Evangelium: Lk 1,46-55
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
Gemeinde: Ehre sei dir, o Herr.
Kreuzzeichen auf Buch, Stirn, Mund und Brust.
Nach dem Evangelium:
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Gemeinde: Lob sei dir, Christus.

14 Ansprache
Die Gemeinde sitzt. Die Zwischenüberschriften werden nicht vorgetragen. Sie dienen nur der besseren Übersicht.

Verrückte Welt


Die Welt steht Kopf und spielt verrückt – ein Lebensgefühl, das uns im Alltag nicht selten beschleicht, wenn wir in die Zeitung schauen und die Nachrichten verfolgen.
Belastende und beängstigende Meldungen lassen uns schier verzweifeln und die Welt nicht mehr verstehen.
Die Welt steht Kopf und spielt verrückt – in diesen Tagen der sogenannten fünften Jahreszeit bekommt dieser Satz eine ganz andere Bedeutung. Er steht für eine Ausgelassenheit und Leichtigkeit, die im normalen Leben oft verloren geht und die wir hin und wieder doch so sehr brauchen.
Die Welt steht Kopf und spielt verrückt – diese Überschrift passt durchaus auch zum Magnificat, dem Gebet Marias, von dem wir eben im Evangelium gehört haben.
In weiser Voraussicht spricht Maria etwas Entscheidendes über ihr noch ungeborenes Kind aus. Sie ahnt: Dieses Kind wird die Welt auf den Kopf stellen und manches, scheinbar Unverrückbare, ver-rücken oder auch gerade-rücken. Es wird Mächtige vom Thron stürzen und die Kleinen groß machen.
Verkehrte Welt?

Der Wunsch nach einer Veränderung der Welt

So ganz weit weg ist diese Vision Marias nicht von so manchen heutigen Fastnachtsbräuchen. Da werden Rathäuser gestürmt und Bürgermeister entmachtet, Kinder und Erwachsene verkleiden sich und schlüpfen in Rollen, die ihnen im Alltag nicht zugestanden werden, Narren sprechen aus und prangern an, was schief läuft in Politik und Gesellschaft.
Die Welt steht Kopf und spielt verrückt – manchmal brauchen wir vielleicht genau diese Erfahrung, weil sie auch zum Ausdruck bringt: So, wie es ist, kann es nicht bleiben. Wir brauchen eine Veränderung, wir brauchen eine Umkehr der Verhältnisse. So wie Maria es vorhergesehen hat und wie Jesus es später tatsächlich durch seine Worte und Taten anfanghaft realisiert hat. Er hat die Kleinen groß gemacht, hat den allzu Selbstgerechten den Spiegel vorgehalten, hat denjenigen Ansehen verliehen, die ausgegrenzt und verachtet waren. Er hat bestehende Ordnungen auf den Kopf gestellt und gezeigt: Es könnte auch ganz anders gehen, es müsste auch ganz anders gehen. Denn bei Gott ist nichts unmöglich.

Nichts muss so bleiben, wie es war


Wie auch immer wir zum Treiben der Narren stehen, wenn wir darin diese Verheißung entdecken, dass nichts so bleiben muss, wie es ist, dass eine andere Welt möglich ist, dann ist Fastnacht für uns vielleicht mehr als Jux und Tollerei.
Die Welt steht Kopf und spielt verrückt – freuen wir uns in diesen Tagen über diesen Ausnahmezustand und über die Freude und Ausgelassenheit, die der Seele guttun und nehmen wir den Impuls mit in unseren Alltag: eine andere, eine bessere und gerechtere Welt ist denkbar.
Stille

15 Antwort der Gemeinde: Predigtlied
GL 483/EH 250/Unterwegs 132 »Gehet nicht auf in den Sorgen dieser Welt«

16 Friedenszeichen
Wo Menschen miteinander lachen, da hat der Hass keine Chance, da ist Frieden möglich. Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens.

17 Kollekte
Die Gemeinde sitzt.
Tragen wir mit unserer Kollekte unseren Teil dazu bei, dass die Verhältnisse sich ändern können und dass die Vision des Magnificat wahr werden möge.
Orgelspiel oder
GL 468/EH 181/Unterwegs 49 »Gott gab uns Atem« oder
GL 470/EH 154/Unterwegs 130 »Wenn das Brot, das wir teilen« oder
EH 162/Unterwegs 109 »Wo Menschen sich vergessen«

18 Sonntäglicher Lobpreis
Der/Die Leiter/in geht an einen geeigneten Ort. Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Die Gemeinde steht.
Stimmen wir mit frohem Herzen ein in den Lobpreis Gottes:
Siehe »Sonntäglicher Lobpreis. Ergänzung zum Werkbuch für die Sonn- und Festtage«, S. 15 (Lobpreis 5, Lobe den Herrn, meine Seele).
Die folgende Akklamation wird beim ersten Mal vorgesungen und dann von allen wiederholt.
K/A Meine Seele, preise den Herrn. (GL 57.1)
Oder: Lobe den Herrn, meine Seele (GL Freiburg/Rottenburg-Stuttgart 838 einstimmig)

L Lobe den Herrn, meine Seele.
Lobe den Herrn, mein Mund und mein Herz.
Lobe den Herrn, mein Geist und mein Leib.
So wie ich bin
mit meinen Stärken und Schwächen,
mit allem, was an mir heil und was gebrechlich ist,
mit allem, was mich froh und was mich traurig stimmt.
Lobe den Herrn, meine Seele.

A Meine Seele, preise den Herrn. (GL 57.1)

L Lobe den Herrn und sein Wohnen unter den Menschen.
Lobe den Herrn und seine sanfte Nähe tief in unseren
Herzen.
Lobe den Herrn und seine Gegenwart:
In den unscheinbaren Begegnungen an unserem Weg,
in den finsteren Schluchten und auf den grünen Auen,
in den Kirchen und auf den Straßen dieser Welt.
Lobe den Herrn, unseren Gott, in allen Dingen.

A Meine Seele, preise den Herrn. (GL 57.1)

L Lobe den Herrn für dein Leben.
Lobe den Herrn für dein Lieben und Leiden.
Lobe den Herrn für das Gestern und Morgen.
Für alles, was dich fördert und fordert.
Für jedes gute Wort und für jede hilfreiche Kritik.
Für alles, was du kannst und was du loslassen musst.
Lobe den Herrn für dein Wirken im Reich Gottes.

A Meine Seele, preise den Herrn. (GL 57.1)

19 Hymnus
GL 408 »Lobet und preiset« oder
GL 168.2/EH 11/Unterwegs 163 »Ehre Gott in der Höhe«

20 Fürbitten
Zu Gott, der in Freud und Leid an unserer Seite ist und das Leben mit uns teilt, bringen wir voll Vertrauen unsere Bitten:

• Wir beten für alle, die in diesen närrischen Tagen anderen Menschen Freude bereiten, sie zum Lachen bringen und die Welt ein bisschen heller machen.
Gemeinde: Wir bitten dich, erhöre uns.
• Wir beten für alle, die Verantwortung dafür übernehmen, dass das Brauchtum und die vielfältigen Traditionen der Fastnacht weiter gepflegt werden und nicht verloren gehen.
• Wir beten für alle, deren Leben von Ängsten und Sorgen belastet ist und die wenig anfangen können mit der Ausgelassenheit dieser Tage.
• Wir beten für alle, die mit Freude und Zuversicht die Welt ab und zu auf den Kopf stellen und uns dadurch zeigen, dass nichts so bleiben muss, wie es ist.
• In einem Moment der Stille beten wir in unseren persönlichen Anliegen und für die Menschen, um die wir uns sorgen.

Zu den Fürbitten kann von Kindern Weihrauch eingelegt oder eine Kerze entzündet werden. Sie können sich mit einer Fürbitte beteiligen.
Falls eine Kommunionfeier vorgesehen ist, siehe 27

21 Vaterunser
Beim Vaterunser können die Kinder an einem geeigneten Ort im Chorraum oder im Mittelgang vor dem Altar stehen. Sie können das Vaterunser mit geöffneten Händen beten wie alle mit ihnen Versammelten.
Für sie alle beten wir miteinander und füreinander:
Gemeinde: Vater unser im Himmel …

22 Danklied

Die Gemeinde sitzt.
GL 323/EH 81 »Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt« oder
GL 389/EH 268 »Dass du mich einstimmen lässt« oder
Unterwegs 80 »Lasst uns miteinander«

23 Mitteilungen

24 Segensbitte

Während der Segensbitte können die Eltern den Kindern die Hände auf legen.

Segne uns, guter Gott, mit Leichtigkeit und Ausgelassenheit, mit Lachen und Freude, mit dem Mut, die Welt auf den Kopf zu stellen und auszubrechen aus der festen Ordnung und aus gewohnten Bahnen, segne uns mit der Gewissheit, dass du da bist in Freud und Leid, im Lärm und in der Stille. Segne du uns, Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Gemeinde: Amen.

25 Entlassung
Singet Lob und Preis.
Gemeinde: Dank sei Gott, dem Herrn.
Danach Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht.

26 Auszug
Auszug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Orgelnachspiel.

27 Kommunionfeier
Abschluß der Fürbitten
Dir, Gott, bringen wir unsere Bitten und alle die Menschen, die uns am Herzen liegen. Lass sie deine Nähe spüren in den leichten und in den schweren Zeiten.
Gemeinde: Amen.

Hinweis auf die eucharistische Gemeinschaft
Jesus Christus ist in unserer Mitte. Er ist gegenwärtig in seinem Wort, das wir gehört haben, und in der Gestalt des Brotes, das uns jetzt geschenkt wird. Das eucharistische Brot verbindet uns mit der Eucharistiefeier …
Möglichkeit 1: in … (Gemeinde, aus der die Eucharistie übertragen wurde)
Möglichkeit 2: die wir am vergangenen … hier gefeiert haben.

Bereitung des Altars - Übertragung des Allerheiligsten
Orgelspiel oder
GL 362/Unterwegs 256 »Jesus Christ, you are my life« oder
EH 74 »Du bist da, wo Menschen leben« oder
EH 75/Unterwegs 196 »Du bist das Brot«

Während des Orgelspiels oder Lieds gehen Gottesdienstleiter/in, Kommunionhelfer/in und Ministrant/inn/en mit Leuchtern zum Eingang (wenn das eucharistische Brot übertragen wird) oder zum Tabernakel. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Prozession zum Altar. Die Hostienschale wird in die Mitte des Altares gestellt. Danach knien alle.

Stille Anbetung
In einer Zeit der Stille stellen wir uns ganz in die Gegenwart Jesu Christi.
In einem kleinen Stück Brot kommst du, Jesus Christus, uns ganz nahe,
Staunend stehen wir vor dir.

Du stellst die Welt auf den Kopf.
Staunend stehen wir vor dir.
Für dich ist nichts unmöglich.
Staunend stehen wir vor dir.
Angemessene Zeit des stillen Gebets.

Vaterunser

Alle stehen.
Miteinander und füreinander beten wir mit den Worten Jesu:
Gemeinde: Vater unser im Himmel …

Einladung zur Kommunion
Eine Hostie wird über der Schale gehalten.
Seht das Brot des Lebens. Seht Christus, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.
Gemeinde: Herr, ich bin nicht würdig …

Kommunionempfang

Orgelspiel
Der Leib Christi.
Die Hostienschale wird in den Tabernakel zurückgestellt. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Tabernakel schließen und zu den Sedilien zurückgehen.

Danklied
GL 323/EH 81 »Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt« oder
GL 389/EH 268 »Dass du mich einstimmen lässt« oder
Unterwegs 80 »Lasst uns miteinander«

Schlußgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst.
Lasset uns beten.
Kurze Stille.

Guter Gott, durch deine Menschwerdung hast du die Welt auf
den Kopf gestellt und uns gezeigt, dass das Undenkbare möglich
ist. Stärke in uns das Vertrauen, dass du mit uns gehst
und durch uns wirken kannst und dass wir die Welt in deinem
Sinn verändern können. Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Bruder und Herrn.
Gemeinde: Amen.

Weiter mit den Mitteilungen 23


28 Gestaltungsvorschlag
Die interessante Tatsache, dass die Leseordnung der Kirche bis zum II. Vatikanischen Konzil fast tausend Jahre lang 1 Korinther 13,1–3 als Lesung vorsah, wird im Gottesdienst dadurch aufgegriffen, dass vor der zweiten Lesung ein verkleidetet Narr mit einer großen Schelle lärmend den Gottesdienstraum betritt und so für eine kurze Irritation der Mitfeiernden sorgt.
Folgender Dialog zwischen dem/ der Gottesdienstleiter/in (Gdl) und dem Narr (N) sorgt für Aufklärung. Die Einführung in die Lesung (10) entfällt.

Gdl: Was hast du denn hier zu suchen? Du hast dich wohl verlaufen?

N: Nein, nein, ich bin hier schon richtig. In früheren Zeiten war meine Schelle ein beliebtes Predigtthema in der Fastnachtszeit. Ist zwar lange her, aber ich dachte, es könnte ja nicht schaden, wieder einmal daran zu erinnern.

Gdl: Und warum die Schelle als Predigtthema?

N: Nun in der Bibel, im ersten Korintherbrief, heißt es doch: »Wenn ich mit Menschen- und Engelszungen redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich wie klingendes Erz und eine tönende Schelle.« Die Schelle galt damit als Symbol der Lieblosigkeit. Und die Prediger wollten wohl daran erinnern, dass die Lieblosigkeit die größte Gefahr auch in der Fastnachtszeit ist.

Gdl: Das ist ja spannend. Dann lass uns heute doch mal an alte Zeiten anknüpfen und diese Lesung hören, die ja letztlich eine eindringliche Aufforderung ist, bei allem, was wir tun und reden, nie die Liebe zu vergessen.

Weiter mit Zweite Lesung 11 

Stefanie Eisele

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