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»Die sind ja völlig aus dem Häuschen.« Das sagen wir, wenn wir ausdrücken wollen, dass jemand völlig überwältigt und überschäumend ist vor Begeisterung. Aus dem Häuschen sein, das meint: nicht mehr im Haus bleiben können! So erging es den Jüngerinnen und Jüngern damals an Pfingsten. Sie mussten einfach hinausgehen, auf die Straße, zu den Menschen. Sie mussten von dem erzählen, was sie erlebt hatten, von Jesus, von seiner Auferstehung, und von der Kraft, die sie ergriffen hatte. Sie konnten nicht anders. Begeisterung sucht sich ihren Weg – und sie lässt sich nicht einsperren.
Solch überschäumende Begeisterung verbinden wir mittlerweile nicht mehr unbedingt mit uns Christen oder gar mit unserer Botschaft. Wenn, dann kennen wir das eher aus anderen Bereichen: von Konzerten, von Sportereignissen oder wenn es um die großen Stars geht. Kürzlich habe ich einen Clip gesehen, in dem eine Reporterin im amerikanischen Fernsehen ihre Berichterstattung unterbrochen hat, um mitzuteilen, dass sie soeben auf social media gelesen habe, dass Taylor Swift sich verlobt hat. Diese Reporterin konnte auch einfach nicht anders. Sie musste diese Neuigkeit sagen, ja, gewissermaßen »verkünden«.
Natürlich kann man das nicht mit Pfingsten vergleichen. Aber ich finde, dass sich hier etwas sehr Menschliches zeigt: Begeisterung lässt uns reden. Sie bringt uns zum Strahlen. Sie findet Worte – manchmal sogar ungefragt.
Die Beiträge in dieser Ausgabe begleiten uns durch die Osterzeit über Pfingsten bis Fronleichnam. Es ist eine Zeit im Kirchenjahr der Freude, des Werdens und des Lebens. Eine Zeit, in der wir feiern, dass Gott den Tod überwindet und den Menschen seinen Geist schenkt. Wir haben also allen Grund zur Begeisterung – im wahrsten Sinne des Wortes. Auch wir haben etwas Wunderbares zu erzählen. Und doch ist unser liturgisches Feiern manchmal recht ernst und getragen. Auch das hat freilich seinen Wert. Unser Glaube kennt Tiefe und Klage und Stille. Aber wir dürfen uns auch fragen: Lassen wir manchmal auch das durchscheinen, wofür unser Herz schlägt? Lassen wir es spüren, dass uns diese Botschaft bewegt? Dass sie uns Freude schenkt?
Begeisterung heißt nicht, oberflächlich zu werden oder alles leicht zu nehmen. Sie braucht keine großen Gesten und kein künstliches Lächeln. Aber sie zeigt sich in Haltung, Tonfall und Blick. In der Überzeugung, mit der wir sprechen. In der Freude, die durchscheint. In einem »inneren Lächeln«.
Der Autor Hanns Dieter Hüsch hat diese christliche Freude und Begeisterung ganz wunderbar in einem Gebet auf den Punkt gebracht. Er schreibt:
»Denn wir sind Kinder Gottes: Gottes Kinder! Und jeder soll es sehen oder ganz erstaunt sein Dass Gottes Kinder so leicht und fröhlich sein können Und sagen: Donnerwetter
Jeder soll es sehen und jeder soll nach Hause laufen Und sagen: er habe Gottes Kinder gesehen Und die seien ungebrochen freundlich Und heiter gewesen«
Vielleicht ist Pfingsten genau der richtige Moment, uns daran zu erinnern. Wir haben etwas zu sagen. Etwas, das trägt. Etwas, das Hoffnung schenkt. Erzählen wir davon – mit Überzeugung, mit Wärme und mit einer Freude, die ansteckend sein darf.
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Sonja Kohr |
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