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Die Inhalte
der Zeitschrift
WortGottesFeiern
Der Aufbau
einer Wort-Gottes-Feier
Die Herausgeber
Einführung
Liturgisch beten
Beten ist etwas zutiefst Persönliches und Intimes. Ich stelle mich vor Gott, begebe mich in den Raum Gottes. Ich suche Begegnung mit Gott, breite mein Inneres vor ihm aus. Wer für sich persönlich betet, unterliegt keinen Regeln. Weder in den Formulierungen noch in der Weise, wie er oder sie betet.
Etwas anderes ist es, als Leiter oder Leiterin einer Wortgottesfeier vor der Gemeinde ein Gebet zu sprechen, das von der Mitfeiernden nachvollzogen werden soll. Im Idealfall ist es für mich als Person stimmig und gleichzeitig so offen und allgemein, dass möglichst viele es auch für sich als passend erfahren und innerlich mitsprechen können.

Wie kann das gelingen?
Es mag helfen, sich zu fragen, wen ich anspreche und wie ich spreche:
Als Betende spreche ich zu Gott, der doch schon längst mein Innerstes kennt. Und ich spreche zu einem viel Größeren, als ich mir das vorstellen kann. Ich spreche zu einer göttlichen Wirklichkeit, die unverfügbar ist. Dieses Geheimnis soll und darf im Gebet sichtbar werden.
Dazu gehört, dass ich nicht ins Gebet hineinrenne, sondern in einer Einladung oder Hinführung den Raum öffne. Anders als in der Einführung in den Gottesdienst, in der ich Kontakt mit der Feiergemeinde aufgenommen habe, muss nun deutlich werden, dass wir uns gemeinsam zu Gott wenden. Eine Stille nach dem »Lasset uns beten« hilft dabei ungemein. Kurze Sätze machen das Hören und Nachvollziehen leichter, ebenso eine verständliche Sprache, die auf Fremdwörter und theologische Fachbegriffe verzichtet.
Auch meine Blickrichtung sollte deutlich machen, dass ich bete, dass ich mich in das göttliche Geheimnis stelle. Anders als zum Beispiel bei der Einführung in den Gottesdienst schaue ich nicht in die Gemeinde, sondern bleibe bei mir, richte meinen Blick vielleicht auf den gedruckten Text oder senke meinen Blick auf den Boden vor mir.

Einen Hinweis habe ich noch abschließend: Immer wieder erlebe ich, wie Vortragende und Leiterinnen und Leiter in Gottesdiensten beim Sprechen von Lesungsund Gebetstexten darin enthaltene Possessivpronomen (»dein«) zu stark betonen. In den meisten Texten wissen wir, dass wir Gott ansprechen, und es sollte hörbar sein, worum es inhaltlich geht. Der Lobpreis F (Werkbuch S. 183) endet zum Beispiel: »Wir preisen dich für dein Wort und danken dir für dein Wirken.« Die Betonung liegt hier nicht auf dem »dein«, sondern auf dem »Wort« und »Wirken«. Dafür preisen wir Gott. Possessivpronomen brauchen die Betonung, wenn es um die Unterscheidung zwischen »mein« und »dein« geht (z. B. Jes 55,8: »Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken«), ansonsten sehr selten.

Dass unser Beten gelingt, liegt letztlich nicht allein in unserer Hand. Aber wir können dazu beitragen. Gutes Gelingen wünscht

Beate Jammer

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