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| Einführung |
| Ich brauche Segen |
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Im Schaufenster der Bäckerei um die Ecke sah ich vor ein paar Monaten ein kleines quadratisches Plakat mit der Aufschrift »Ich brauche Segen«. In der Mitte ein QRCode, der zur Internetseite https://segen.jetzt/ führt. Bei jedem Aufruf dieser Seite erscheint ein Segenswunsch oder ein aufrichtendes biblisches Wort. Das Angebot geht zurück auf eine Initiative verschiedener evangelischer Landeskirchen und einiger katholischer Bistümer und Kooperationspartner aus der Ökumene. »Der Mensch ist segensbedürftig. Er verlangt nach Heil, Schutz, Glück und Erfüllung seines Lebens. Darum sprechen sich Menschen gegenseitig Segen zu: Sie wünschen sich Gutes. Vor allem erhoffen und erbitten Sie Segen von Gott.« So heißt es am Beginn des Benediktionales, des derzeit gültigen liturgischen Buches mit knapp einhundert verschiedenen Hilfen und Vorlagen für Segensfeiern. Das Benediktionale für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes erschien erstmals 1978 als Studienausgabe. Derzeit wird es überarbeitet.
Das Leben vor Gott bringen Eine Reihe von darin enthaltenen Segnungen sind auch als mögliche Antwortelemente in der Wort-Gottes-Feier vorgesehen (vgl. Gotteslob Nr. 670.6). Im Werkbuch Wort-Gottes-Feier (S. 27) heißt es: »Segnungen, die zur Liturgie eines bestimmten Tages gehören oder sich im religiösen Brauchtum erhalten haben, sind Zeichenhandlungen der Kirche, in denen Gott gepriesen und sein Heil auf den Menschen herabgerufen wird. Im Segensgebet, das in der Regel nach der Wortverkündigung eingefügt wird, wird das Leben des Einzelnen und der menschlichen Gemeinschaft in seinen verschiedenen Phasen und Bereichen dankend und bittend vor Gott gebracht; das Gebet wird durch ein Segenszeichen bekräftigt.« Einige dieser Segnungen sind enger mit der Liturgiefeier verbunden: die Segnung der Kerzen am Fest der Darstellung des Herrn, die Segnung und Austeilung der Asche am Beginn der österlichen Bußzeit, die Segnung der Zweige am Palmsonntag ... oft auch die Segnung des Adventskranzes. Andere Segensfeiern sind stärker im regionalen Brauchtum verankert: Wettersegen, Feuersegnung am Johannisfest oder die Kräutersegnung am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel. Die Antwort auf die Verkündigung des Wortes Gottes kann je nach Schrifttext oder Kirchenjahreszeit ganz unterschiedliche Formen haben: etwa als Verehrung der Heiligen Schrift durch eine Verneigung oder ein Berühren des Buches, durch das gemeinsame Glaubensbekenntnis oder ein Schuldbekenntnis. Auch die Segnung, die aus der Wortverkündigung zum sichtbaren und wirksamen Zeichen wird, antwortet lobpreisend auf Gottes Zuwendung und bekundet die Offenheit der Versammelten für das Heilshandeln Gottes.
Segensmodelle zur Erprobung Auf der Homepage der Zeitschrift »Gottesdienst« (gottesdienst.net) wird – ohne Bezahlschranke – über die derzeit im deutschen Sprachgebiet anstehende Überarbeitung des Benediktionale informiert. Einen Überblick über die anstehenden Revisionsarbeiten gibt in einem Artikel der Leiter des Österreichischen Liturgischen Instituts, bei dem auch die Fäden der international besetzten »Arbeitsgruppe Benediktionale« zusammenlaufen. Eine Besonderheit dieser Revision besteht darin, dass nach und nach verschiedene Segensfeiermodelle zur Erprobung frei zugänglich zur Verfügung gestellt werden – unter gottesdienst.net auf der Themenseite: »Auf dem Weg zu einem neuen Benediktionale: Segensmodelle zur Erprobung«. Für Rückmeldungen gibt es zum jeweiligen Erprobungsformular (PDF) einen Link zu einem Rückmeldeformular zur Feiersituation und der Verwendung der Vorlage. Durch Ankreuzen verschiedener Antwortvorgaben oder auch durch freie Kommentare kann – immer bis zu einem bestimmten Zeitpunkt – eine Rückmeldung zu Struktur und Sprache der gefeierten Segensmodelle – auch innerhalb von Wort- Gottes-Feiern – abgegeben werden.
Der Mensch ist segensbedürftig. Im Eingangsbereich des Liturgischen Instituts in Trier hängt zwischen Veranstaltungshinweisen und anderen Ankündigungen auch das kleine goldfarbene Plakat: »Ich brauche Segen«.
Mit guten Wünschen für eine gesegnete Zeit der Vorbereitung auf die Feier von Ostern
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Andreas Poschmann |
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