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WortGottesFeiern
Der Aufbau
einer Wort-Gottes-Feier
Die Herausgeber
Einführung
»Ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh«

Vor einiger Zeit erhielt ich eine schöne Karte aus dem Eschbachverlag: Auf einem Draht sitzt ein kleiner gelber Vogel, daneben ist zu lesen: »Tobe, Welt und springe; ich stehe hier und singe in gar sichrer Ruh.«

Autor dieses Satzes ist Johann Franck. Geboren wurde er 1618, dem Jahr, in dem der 30-jährige Krieg begann. Johann Franck war Jurist und Politiker, Bürgermeister seiner Heimatstadt Guben und Landtagsabgeordneter von Niederlausitz. Und er schrieb geistliche Gedichte und Lieder. Das bekannteste ist wohl »Jesu, meine Freude«, das von Johann Crüger vertont wurde und zu dem Johann Sebastian Bach eine Motette komponiert hat. Im evangelischen Gesangbuch ist es zu finden, ebenso im Regionalteil der ostdeutschen Bistümer des Gotteslob. Es ist ein Lied der Liebe zu Jesus, bei dem Trost und Geborgenheit zu finden sind. Die erste Strophe lautet: »Jesu, meine Freude, meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier, ach wie lang, ach lange ist dem Herzen bange und verlangt nach dir! Gottes Lamm, mein Bräutigam, außer dir soll mir auf Erden nichts sonst lieber werden.« Und in der dritten Strophe finden wir besagten Satz: »Trotz dem alten Drachen, trotz dem Todesrachen, trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe; ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht; Erd und Abgrund muss verstummen, ob sie noch so brummen.« In aller Not und Bedrängung, vielleicht von innen wie von außen, erfährt der Dichter Ruhe und Schutz in Gottes Hand.

»Tobe, Welt, und springe« – Viele empfinden auch heute unsere Welt aus den Fugen geraten, am Abgrund taumelnd. Gewalt und Hass nehmen überhand und verursachen Zukunftsängste und Unsicherheit. Und die Frage ist, wo ein Ort ist, am dem Ruhe erfahrbar ist, an dem Kraft getankt werden kann.

Unsere Gottesdienste sollten so ein Ort sein. »Ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh«. Dass da die Musik und die Lieder eine wichtige Rolle spielen, ist unbestritten. Jede und jeder, die und der in einem Chor mitsingt, weiß um die tröstliche und erneuernde Kraft der Musik.

Viele Leiterinnen und Leiter von Wortgottesfeiern müssen oder können selbst die Lieder für ihre Feier auswählen und tun sich manchmal schwer damit. Die Erwartungen der Mitfeiernden sind sehr unterschiedlich: Manche wollen nur die alten, vertrauten Lieder, andere wollen auch neue Rhythmen und Texte singen. Manche haben nach zwei Strophen schon genug, andere finden, dass ein guter Text in seiner ganzen Länge gesungen werden sollte.

Allen kann man es wohl nie recht machen. Aber ein paar grundsätzliche Fragen können vielleicht dabei helfen:
Welches Lied kann das Thema oder einen Gedanke der biblischen Texte oder der Ansprache aufgreifen und vertiefen?
Entsprechen die Lieder der liturgischen Jahreszeit? Welches Lied fordert heraus, ruft in die Nachfolge?
Welches Lied tröstet und spendet Kraft? Sind neue und alte Lieder in einer ausgewogenen Mischung?

Für das neue Jahr 2026 wünsche ich Ihnen immer wieder die Erfahrung von »sichrer Ruh« und von Gottes Segen!

Beate Jammer

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