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| Leseprobe 2 |
| Fest der Heiligen Familie |
| Heilig? – Na klar! |
| Lesejahr B |
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Das Fest »Heilige Familie« wurde 1921 verbindlich für die gesamte Katholische Kirche eingeführt. Seine Wurzeln hat das Fest im 17. Jahrhundert. In dieser Zeit war die Frömmigkeit stark von der Verehrung der Heiligen Familie geprägt. Mit der durch die Industrialisierung einhergehende Veränderung der Lebenswelt im beginnenden 20. Jahrhundert wollte die katholische Kirche ein Zeichen der Wertschätzung für die »gute« Familie setzen. Der Wert der Familie als Lebensort für Treue und Verantwortung sollte hervorgehoben werden. Dass Familienbilder sich im Laufe der Zeit verändern und Familienstrukturen sich gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen (müssen), sollte in der heutigen Zeit bei der Feier des Fests »Heilige Familie« nicht aus dem Blick geraten.
1 Einzug Einzug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht. Der Einzug wird vom Kirchenportal aus begonnen; wenn Kinder teilnehmen, können sie vor den Ministrant/inn/en mit einziehen. Nach der gemeinsamen Verneigung (oder Kniebeuge) gehen sie an ihre Plätze.
2 Gesang zur Eröffnung GL 247 »Lobt Gott, ihr Christen alle gleich« oder EH 76/Unterwegs 266 »Strahlen brechen viele aus einem Licht«
3 Kreuzzeichen und liturgischer Gruß Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Gemeinde: Amen.
Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn. Gemeinde: Der Himmel und Erde erschaffen hat.
4 Einführung Am heutigen Fest »Heilige Familie« führt uns die Krippe (im Altarraum, in der Seitenkapelle …) das Bild von Maria, Josef und Jesus ganz plastisch vor Augen. Eine Einheit in ärmlichen Verhältnissen, ja unter geradezu widrigen Bedingungen für eine Geburt. Und doch geht von diesen dreien ein besonderes Gefühl aus, das uns gerade in der Weihnachtszeit ergreift. Verbinden wir uns mit dieser kleinen Familie und untereinander und mit dem, der uns in seinem Namen zusammenführt.
5 Christusrufe Christus, wahrer Mensch und wahrer Gott. Herr, erbarme dich. Gemeinde: Herr, erbarme dich.
Christus, helles Licht und wahrer Weg. Christus, erbarme dich. Gemeinde: Christus, erbarme dich.
Christus, heilsamer Bruder und verheißener Messias. Herr, erbarme dich. Gemeinde: Herr, erbarme dich.
6 Eröffnungsgebet Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Lasset uns beten. Kurze Stille. Guter Gott, menschgeworden in Jesus Christus, bist du uns nahe. Du führst uns zusammen, damit wir dein Wort hören (und deine Gegenwart im gebrochenen Brot feiern). Öffne unsere Herzen, damit wir die Gemeinschaft mit dir und untereinander spüren und leben können. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn und Bruder. Gemeinde: Amen.
7 Hinführung zur ersten Lesung: Gen 15,1–6;21,1–3 Gott hat Abraham auf den Weg geschickt und ihm Nachkommenschaft, Land und Segen verheißen. Abraham hat Gott vertraut. In diesem Vertrauen wurde Abraham und seiner Frau Sara ein Sohn geboren. Sie nannten ihn Isaak, dies bedeutet »Gott hat jemanden zum Lachen gebracht«.
8 Erste Lesung Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor. Die Gemeinde sitzt. Lesung aus dem Buch Genesis.
Nach der Lesung: Wort des lebendigen Gottes. Gemeinde: Dank sei Gott.
9 Antwortgesang GL 60,1 »Der Herr hat uns befreit« mit Versen aus Ps 105 (siehe Lektionar)
10 Hinführung zur zweiten Lesung: Hebr 11,8.11–12.17–19 Der Verfasser des Hebräerbriefs blickt zurück auf das Glaubenszeugnis der vergangenen Generationen. Abraham vertraute Gott.
11 Zweite Lesung Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor. Lesung aus dem Hebräerbrief.
Nach der Lesung: Wort des lebendigen Gottes. Gemeinde: Dank sei Gott.
12 Ruf vor dem Evangelium Zum Halleluja-Ruf steht die Gemeinde. GL 174,7 oder EH 27 oder Unterwegs 175 Der/Die Kantor/in singt den Ruf vor, die Gemeinde wiederholt. Der Vers zum Halleluja findet sich im Lektionar vor dem Evangelium. Die Huldigung des Evangeliums kann erweitert werden, indem der Ruf nach dem Evangelium wiederholt wird. Zwei Ministrant/inn/en mit Leuchtern stehen rechts und links neben dem Ambo.
13 Evangelium: Lk 2,22.39–40 Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas. Gemeinde: Ehre sei dir, o Herr. Kreuzzeichen auf Buch, Stirn, Mund und Brust.
Nach dem Evangelium: Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. Gemeinde: Lob sei dir, Christus.
14 Ansprache Die Gemeinde sitzt. Die Zwischenüberschriften werden nicht vorgetragen. Sie dienen nur der besseren Übersicht.
Hat man sowas schon gehört?
Eine schöne Familie ist das. Das Kind – Haben sie gehört? – Es soll andauernd abhauen. Seiner Mutter und seinem Ziehvater jagt es immer wieder großen Schrecken ein, es gab schon mindestens eine große Suchaktion. Und anstatt, dass der Rotzlöffel sich entschuldigt, dass er so ungezogen war, wird er den Eltern gegenüber auch noch frech. Versteckt sich im Tempel und behauptet er sei im Hause seines Vaters. Können Sie sich das vorstellen? Er meint auch: Sein Vater wäre der Herrgott im Himmel. Da kann ja wohl etwas nicht stimmen. Bestimmt ist der Junge neurodivergent oder er hat bei der Geburt einen Schlag mitbekommen – da war ja keine Hebamme dabei! Dass der Ziehvater da noch bei der Frau mit dem unehelichen Kind geblieben ist, grenzt für mich an ein Wunder. Alle drei haben ja auch eine Fluchtbiographie. Da kann man wohl kaum was Anderes erwarten.
Meinung und Emotion
Ja, liebe Gemeinde, so mag sich manch einer ereifern, wenn irgendetwas nicht ins eigene Bilde passt. Gerade beim Thema Familie gibt es viele unterschiedliche Wertvorstellungen und Standpunkte. Da hat fast jede und jeder eine Meinung, denn schließlich sind wir alle Teil einer Familie, ob uns das passt oder nicht. Jede und jeder von uns hat Eltern, egal, wie nahe wir diesen sind, egal, ob wir bei ihnen aufgewachsen sind oder nicht. Und aus den Erfahrungen, die jeder Mensch gemacht hat, entwickelt sich dann eben auch ein Standpunkt, der oft mit großen Emotionen verbunden ist. Diese Meinungen gibt es aus gutem Grund. Die eigenen Erfahrungen, besonders die aus der Kindheit, prägen. Und so sind viele nicht verlegen diese Maßstäbe und Werte, die sie für sich als gültig sehen, als allgemeingültig festzulegen. Und was allgemeingültig ist, das kann dann auch lautstark kundgetan werden. Mutter, Vater, Ehe, Kind? Wie altmodisch. Patchwork? Nicht gut fürs Kind. Streitende Eltern? Nicht gut fürs Kind. Gleichgeschlechtliche Paare, die ein Kind großziehen? Da fehlt doch was. Mütter die arbeiten? Geht gar nicht. Mütter, die daheim sind? Geht gar nicht. Einzelkinder? Geht gar nicht. Mehr als ein Kind/zwei Kinder? Geht gar nicht. In alle Richtungen wird eine solche Debatte schnell emotional und oftmals ideologisch. Wie gesagt: Jeder ist von seiner Meinung aus gutem Grund überzeugt.
Heiligkeit durch beispielhafte Verantwortung
Doch versuchen wir uns der Thematik auch von der Seite zu nähern, die das heutige Fest betont, dann finden wir vielleicht einen anderen, einen gemeinsamen Zugang zum Thema Familie. Die Familie, die zu Beginn der Predigt in den Fokus gerückt ist, ist natürlich die »Heilige Familie« – Jesus, Maria und Josef. In der Krippe sieht man weiß Gott nichts von den vielfältigen Schwierigkeiten, die diese drei Menschen miteinander zu tragen hatten. Armut, Verfolgung, unklare Elternschaftsbeziehungen. Und trotzdem feiern wir sie als »Heilige Familie«. Diese Heiligkeit scheint sich also nicht an äußeren Bedingungen wie Verwandtschaftsbeziehung, Herkunft oder finanziellen Verhältnissen festzumachen. Vielmehr heiligen die drei sich gegenseitig. Sie heiligen sich durch die Verantwortung, die sie füreinander übernehmen. Josef bleibt bei Maria, obwohl sie unehelich schwanger ist. Maria begleitet Jesus auf seinem schweren Weg zum Kreuz und Jesus sorgt für seine Mutter, indem er ihr seinen Lieblingsjünger als »Ersatzsohn« an die Seite stellt.
Heilig? Ist jede Form von Familie!
So sind die drei Vorbild für alle Familien. Denn »Familie sein« heißt nichts anderes als Verantwortung füreinander zu übernehmen. Das Leben in allen Höhen und Tiefen zu teilen, einander in Liebe anzuschauen, auch, wenn das in manchen Momenten schwerfällt. So ist Familie immer heilig, dort, wo Verlässlichkeit, Bindung, Zugewandtheit, Vertrauen und Liebe gelebt wird. In welcher Konstellation dies stattfindet, ist dann wohl zweitrangig. Stille
15 Antwort der Gemeinde: Glaubensbekenntnis Gott hat uns als sein Ebenbild geschaffen. Stehen wir zu diesem Schöpfer-Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist und uns im Heiligen Geist verbindet. Sprechen wir miteinander das Credo. Gemeinde: Ich glaube an Gott …
16 Friedenszeichen Dort wo wir im Nächsten Heiligkeit erkennen, kann Frieden wachsen. Geben wir einander als Heilige ein Zeichen des göttlichen Friedens.
17 Kollekte Die Gemeinde sitzt. Friede wird konkret, wenn wir über den eigenen Tellerrand hinausschauen und unseren Nächsten in den Blick nehmen. So ist unsere Kollekte heute bestimmt für… (Kollektenplan). Herzlichen Dank für Ihre Gabe.
Orgelspiel oder GL 256,1+4 »Ich steh an deiner Krippe hier« oder EH 293 »Menschenkind, im Stall geboren« oder Unterwegs 58/EH 202 »Im Dunkel unserer Ängste«
18 Festtäglicher Lobpreis Der/Die Leiter/in geht an einen geeigneten Ort. Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Die Gemeinde steht. Gott ist Mensch geworden. Wir sind geheiligt durch seine Gegenwart. Verbinden wir uns mit den Chören der Engel und Heiligen und singen das Lob seiner Herrlichkeit. Siehe Werkbuch S. 180–181. Die folgende Akklamation wird beim ersten Mal vorgesungen und dann von allen wiederholt. Anstelle der gesungenen Akklamation kann der folgende Ruf auch jeweils gesprochen werden. V/A: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«
Gepriesen bist du, Herr, unser Gott. Alles, was du geschaffen hast, ist gut. Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«
Die Welt kündet deine Weisheit und Größe. Der Mensch kann dich erkennen und dir dienen. Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«
Du lässt uns in der Sorge um die Welt nicht allein. In Jesus Christus ist uns deine Liebe erschienen. Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«
Auf ihn hin ist alles geschaffen; er schenkt uns die Fülle des Lebens. Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«
Er heilt die Wunden der Schöpfung und gibt uns unzerstörbare Hoffnung. Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«
Er ist der Anfang einer neuen Schöpfung; durch ihn willst du die Welt vollenden. Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«
Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn. Im Heiligen Geist versammelt, stimmen wir ein in den Lobgesang der himmlischen Chöre:
19 Hymnus GL 245,1+4 »Menschen, die ihr wart verloren« EH 11/Unterwegs 164/GL 168,2 »Ehre Gott in der Höhe«
20 Fürbitten Gott will das Gute für den Menschen. Trotzdem spüren wir in der Welt, wie auch in unserem eigenen Leben, dass vieles offen ist. Bringen wir im Vertrauen darauf, dass Gott unser Gebet hört, unsere Bitten vor Gott.
• Guter Gott, wir bitten für alle, die füreinander Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig Familie sind. – Menschgewordener Gott: Gemeinde: Wir bitten dich, erhöre uns. • Guter Gott, wir bitten für alle, die nach Halt und Beziehung suchen. – Menschgewordener Gott: • Guter Gott, wir bitten für alle Kinder, die in Unsicherheit, auf der Flucht und in kriegerischen Konflikten aufwachsen müssen. – Menschgewordener Gott: • Guter Gott, wir bitten für alle, deren Wunsch nach einem Kind sich bisher nicht erfüllt hat. – Menschgewordener Gott: • Guter Gott, wir bitten für alle, die für uns persönlich Familie sind. – Menschgewordener Gott: • Guter Gott, wir bitten für alle Verstorbenen, die uns vorausgegangen sind und die wir doch so schmerzlich vermissen. – Menschgewordener Gott:
Zu den Fürbitten kann von Kindern Weihrauch eingelegt oder eine Kerze entzündet werden. Sie können sich mit einer Fürbitte beteiligen. Falls eine Kommunionfeier vorgesehen ist, siehe 27
21 Vaterunser Beim Vaterunser können die Kinder an einem geeigneten Ort im Chorraum oder im Mittelgang vor dem Altar stehen. Sie können das Vaterunser mit geöffneten Händen beten wie alle mit ihnen Versammelten. Wir vertrauen darauf, dass Gott unser Bitten hört. Alles, was uns bewegt und unausgesprochen geblieben ist, dürfen wir hineinlegen in das Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat. Und so sprechen wir miteinander und füreinander das Vaterunser: Gemeinde: Vater unser im Himmel …
22 Danklied Die Gemeinde sitzt. GL 251 »Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel, in Chören« oder EH 118 »Von allen Seiten umgibst du mich« oder Unterwegs 70 »Singet, danket unserem Gott«
23 Mitteilungen Gestaltungsvorschlag siehe 28
24 Segensbitte Während der Segensbitte können die Eltern den Kindern die Hände auf legen.
Guter Gott, wir sind deine Kinder. Du hast uns wunderbar gemacht. Wir bitten dich, segne uns und alle Menschen, denen wir uns verbunden fühlen. Begleite, stärke und heilige uns, du: Vater und Sohn und Heiliger Geist. Gemeinde: Amen.
25 Entlassung Singet Lob und Preis. Gemeinde: Dank sei Gott, dem Herrn. Danach Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht.
26 Auszug Auszug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Orgelnachspiel
27 Kommunionfeier
Abschluß der Fürbitten Gott, wir vertrauen darauf, dass die Ohren deiner Barmherzigkeit unsere Bitten hören. Dafür danken wir heute und in Ewigkeit. Gemeinde: Amen.
Hinweis auf die eucharistische Gemeinschaft Jesus Christus ist in unserer Mitte. Er ist gegenwärtig in seinem Wort, das wir gehört haben, und in der Gestalt des Brotes, das uns jetzt geschenkt wird. Das eucharistische Brot verbindet uns mit der Eucharistiefeier … Möglichkeit 1: in … (Gemeinde, aus der die Eucharistie übertragen wurde) Möglichkeit 2: die wir am vergangenen … hier gefeiert haben.
Bereitung des Altars – Übertragung des Allerheiligsten Orgelspiel oder GL 243 »Es ist ein Ros entsprungen« oder EH 74 »Du bist da, wo Menschen leben« oder Unterwegs 47 / GL 474 / EH 234 »Wenn wir das Leben teilen«
Während des Orgelspiels oder Lieds gehen Gottesdienstleiter/in, Kommunionhelfer/in und Ministrant/inn/en mit Leuchtern zum Eingang (wenn das eucharistische Brot übertragen wird) oder zum Tabernakel. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Prozession zum Altar. Die Hostienschale wird in die Mitte des Altares gestellt. Danach knien alle.
Stille Anbetung Jesus ist gegenwärtig im gewandelten Brot. Rufen wir ihn an: Jesus, du Kind aus Bethlehem. Gemeinde: GL 241 (nur Kv) »Kommt, lasset uns anbeten«
Jesus, du Flüchtling Geflüchteter in Ägypten. Gemeinde: GL 241 (nur Kv) »Kommt, lasset uns anbeten«
Jesus, du Jugendlicher in Nazareth. Gemeinde: GL 241 (nur Kv) »Kommt, lasset uns anbeten«
Jesus, du Messias für die Welt. Gemeinde: GL 241 (nur Kv) »Kommt, lasset uns anbeten« Angemessene Zeit des stillen Gebets.
Vaterunser Alle stehen. Alles, was uns jetzt bewegt, legen wir in die Worte, die Jesus uns zu beten gelehrt hat. Sprechen wir so miteinander und füreinander das Vaterunser: Gemeinde: Vater unser im Himmel …
Einladung zur Kommunion Eine Hostie wird über der Schale gehalten. Seht das Brot des Lebens. Seht Christus, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt. Gemeinde: Herr, ich bin nicht würdig …
Kommunionempfang Orgelspiel Der Leib Christi. Die Hostienschale wird in den Tabernakel zurückgestellt. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Tabernakel schließen und zu den Sedilien zurückgehen.
Danklied GL 251 »Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel in Chören« oder EH 118 »Von allen Seiten umgibst du mich« oder Unterwegs 70 »Singet, danket unserem Gott«
Schlußgebet Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Lasset uns beten. Kurze Stille.
Guter Gott, in deinem Wort und in der heiligen Kommunion bist du uns nahegekommen. Halte uns in deiner Güte. Bleib unser Ziel, unsere Klarheit, unsere Stärke, damit die Welt sieht, dass wir alle deine Kinder sind. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn und Bruder, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und Leben schenkt in Ewigkeit. Gemeinde: Amen. Weiter mit den Mitteilungen 23
28 Gestaltungsvorschlag Am Ende der Feier ist es schön einen persönlichen Segen für alle zu erbitten, die einander in familiärer Verbundenheit unterstützen. Dies können sowohl Bluts- als auch Wahlfamilien sein. Die Familien können auch eingeladen werden ein persönliches Segensanliegen (z. B. Krankheit, Trennung o. Ä.) mitzubringen. Als Erinnerung an den Segen kann das bei der Patmos Verlagsgruppe unter Bestell-Nr: »931 T« erhältliche Bildchen (Sieger Köder »Engel begleiten dich«) ausgegeben werden. Zum Segen kann mit folgenden Worten eingeladen werden: Familie sein heißt, miteinander das Leben zu teilen, in all seinen Farben. Das ist nicht immer nur einfach. Daher tut es gut, sich zu vergewissern, dass man diese Herausforderungen nicht alleine bewältigen muss. Ich lade Sie ein, nach dem gemeinsamen Abschlusssegen noch einen persönlichen Familiensegen zu erbitten. Kommen Sie mit ihren Familienmenschen nach vorne. Eltern und Kinder, Geschwister, aber ganz bewusst auch »Wahlfamilien « – also Menschen, die nicht blutsverwandt sind, aber füreinander Verantwortung übernehmen.
Weiter mit dem allgemeinen Segen und der Entlassung. Begrüßung der Familie Darf ich nach euren/Ihren Namen fragen? N. N., ihr seid als Familie nach vorne gekommen um den Segen für euch zu erbitten. Ihr begleitet einander, seid füreinander da, teilt miteinander alle Höhen und Tiefen des Lebens. Nicht immer ist dies einfach. Da tut es gut zu fühlen, dass da einer ist, der mitgeht auf eurem Familienweg und so bitten wir: (Es bietet sich eine umfassende Segensgeste an, z. B. beide Hände über die Köpfe der Familie)
Guter Gott, schau auf diese Menschen, die einander Familie sind. Miteinander reden und spielen, sich streiten und versöhnen, einander trösten und miteinander lachen, füreinander sorgen und sich im Blick behalten. Begleite N. N. damit sie in hellen, wie in dunklen Tagen ihr ganz eigenes »Familie sein« leben können. Schenke Ihnen Freude an- und miteinander und berge sie in deiner Liebe. So segne euch der dreieine Gott: der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
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Martina Neugebauer-Renner |
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