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WortGottesFeiern
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Leseprobe 2
Sechster Sonntag im Jahreskreis
An die Wurzel gehen
Lesejahr A
Die Texte des sechsten Sonntags im Jahreskreis sind nicht gerade einfach – sie gehören eher zu den Zumutungen für eine Gemeinde. Denn sie stellen Ideale vor Augen, die für die meisten Menschen sicher fernab ihrer Realität liegen. Dennoch ist es sinnvoll, die Langfassung des Evangeliums zu lesen, um die Worte in ihrer Radikalität wirken zu lassen. Zur Vertiefung der Auslegung kann sich ein gemeinschaftliches Schuldbekenntnis mit anschließender Tauferinnerung anbieten.

1 Einzug

Einzug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht.
Der Einzug wird vom Kirchenportal aus begonnen; wenn Kinder teilnehmen, können sie vor den Ministrant/inn/en mit einziehen. Nach der gemeinsamen Verneigung (oder Kniebeuge) gehen sie an ihre Plätze.

2 Gesang zur Eröffnung
GL 477/Unterwegs 134 »Gott ruft sein Volk zusammen« oder
GL 472/EH 146/Unterwegs 30 »Manchmal feiern wir mitten im Tag« oder
EH 285/Unterwegs 231 »Eingeladen zum Fest des Glaubens«

3 Kreuzzeichen und liturgischer Gruß
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen.
Jesus Christus, der auferstandene Herr, ist mitten unter uns.
Gemeinde: Amen.

4 Einführung
Kennen Sie das Ende des Märchens von Schneewittchen? Es ist nicht das zauberhafte Aufwachen oder die Hochzeit – am Ende steht der Tod der bösen Stiefmutter, die so lange in glühenden Schuhen tanzen muss, bis sie stirbt. Das Märchen ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich Texte in der Rezeptionsgeschichte verändern – weil manche Teile weniger oft erzählt und wiedererzählt werden: weil sie anstößig empfunden werden, schwer zu vermitteln. So geht es auch mit dem heutigen Evangelium, den sogenannten Antithesen, die sich schwer und radikal an die weit bekannteren Seligpreisungen anschließen.

5 Christusrufe
Herr Jesus Christus, dein Wort ist Licht und Wahrheit. Herr, erbarme dich.
Gemeinde: Herr, erbarme dich.

Herr Jesus Christus, dein Wort ist Herausforderung und Prüfstein. Christus, erbarme dich.
Gemeinde: Christus, erbarme dich.

Herr Jesus Christus, dein Wort gibt Hoffnung und Erlösung. Herr, erbarme dich.
Gemeinde: Herr, erbarme dich.

Oder gesungen:
GL 159 »Licht, das uns erschien«

6 Eröffnungsgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Werkbuch S. 102 oder
Lasset uns beten.
Kurze Stille.

Gott,
es gibt Worte, die richten auf. Und es gibt solche, die beschämen, die verunsichern, die Angst machen. Im Wort liegt die Kraft zu Gutem und zu Verletzendem, zu Heilendem und zu Zerstörendem.
Dein Wort ist in Jesus Mensch geworden, um aufzurichten, zu erfüllen, Trost zu spenden.
Wir bitten dich um Kraft und Vertrauen, um diesem Wort zu folgen.
Gemeinde: Amen.

7 Hinführung zur ersten Lesung: Sir 15,15-20
Im Buch Jesus Sirach geht es heute um Gesetz und Gebote, die Gott den Menschen gegeben hat. Der Mensch kann sie halten – so das optimistische Menschenbild des Verfassers. Er hat die Freiheit, sich zu ihnen zu verhalten, denn Gott hat ihm die Fähigkeit dazu gegeben.

8 Erste Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor. Die Gemeinde sitzt.
Lesung aus dem Buch Jesus Sirach.

Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

9 Antwortgesang
GL 31,1 »Selig der Mensch, der seine Freude hat« mit Versen aus Psalm 119 (siehe Lektionar)

10 Hinführung zur zweiten Lesung: 1 Kor 2,6-10

Durch den Glauben haben die Menschen Anteil an der verborgenen Weisheit Gottes – es ist sein Heiliger Geist, der sie uns enthüllt und uns begleitet.

11 Zweite Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor.
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth.

Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

12 Ruf vor dem Evangelium

Zum Halleluja-Ruf steht die Gemeinde.
GL 174.5 oder EH 27 oder Unterwegs 167
Der/Die Kantor/in singt den Ruf vor, die Gemeinde wiederholt.
Der Vers zum Halleluja findet sich im Lektionar vor dem Evangelium. Die Huldigung des Evangeliums kann erweitert werden, indem der Ruf nach dem Evangelium wiederholt wird. Zwei Ministrant/inn/en mit Leuchtern stehen rechts und links neben dem Ambo.

13 Evangelium: Mt 5,17-37 (oder Kurzfassung Mt 5,20-22a. 27-28. 33-34a. 37)

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
Gemeinde: Ehre sei dir, o Herr.
Kreuzzeichen auf Buch, Stirn, Mund und Brust.

Nach dem Evangelium:
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Gemeinde: Lob sei dir, Christus.

14 Ansprache
Die Gemeinde sitzt.
Die Zwischenüberschriften werden nicht vorgetragen. Sie dienen nur der besseren Übersicht.

Prüfstein

Es gibt Texte in der Bibel, die mag irgendwie jeder. Dazu gehört die Weihnachtsgeschichte, viele Gleichnisse, auch die Bergpredigt – eigentlich. Denn das Evangelium, das wir heute gehört haben, gehört ebenfalls zur Bergpredigt, aber die wenigsten assoziieren es mit ihr. Meist hört das Wissen um die Bergpredigt nach den Seligpreisungen auf.
Hier begegnet ein anderer, »härterer« Ton – wie meistens, wenn Jesus bei Matthäus über sein Verhältnis zu »Gesetz und Propheten« spricht: Nicht Aufhebung ist sein Ziel, sondern die Erfüllung, die wirklich den Wortlaut achtet. Hier scheint zugleich die Abgrenzung gegen die Pharisäer und Schriftgelehrten durch, denen schroff und pauschal unterstellt wird, sich nur an Äußerlichkeiten aufzuhalten, das Gesetz nur dem Buchstaben nach zu erfüllen, nicht aber dem Geiste nach. Die Wirkungsgeschichte des Textes spiegelt die Mühe wider, die er den Menschen macht – und es ist wohl kein Zufall, dass dieser Abschnitt weit weniger bekannt ist als andere Teile der Bergpredigt. Tatsächlich haben sich schon viele Deutungen bemüht, den Text zu relativieren, ihn aus der Zeit und dem historischen Konflikt zu erklären, oder als Ausdruck des Glaubens, die Welt stehe unmittelbar vor ihrem Ende.

Widerstände gelten lassen


Und im Blick auf heute? Der Text weckt noch immer unseren unbewussten Widerstand, wie alle Dinge, die zu groß und unrealistisch für uns sind, Dinge, die uns darum ungerecht vorkommen, uns oder andere Menschen schlecht dastehen lassen. Reaktanz heißt dieses Phänomen in der Psychologie, Blindwiderstand ist wohl die beste deutsche Übersetzung. Und tatsächlich: die Forderungen hier sind so groß, dass die meisten spüren, daran scheitern zu müssen. Jesus zitiert jeweils frei aus einem Gebot der Tora und stellt dem ein radikalisiertes »Ich aber sage euch« entgegen. Auf das Gebot »Du sollst nicht töten« erwidert er, dass man auch nicht zürnen soll. Auf das Gebot »Du sollst nicht Ehebrechen« damit, dass man schon gar nicht in Gedanken begehren soll und niemanden heiraten, der oder die geschieden ist. Aus dem Verbot des Meineides wird ein Verbot, überhaupt zu schwören. Aus dem Gebot der Maßhaltung in der Vergeltung wird die Forderung, die Feinde zu lieben.

Von der Wurzel denken


Wie also umgehen mit diesem Textabschnitt? Was ist der Kern, damit es eben kein Evangelium für Übermenschen oder Profis wird? Und wie damit umgehen, dass man an diesem Maßstab gemessen wahrscheinlich scheitern muss? Wenn man den ersten Widerstand zur Seite schiebt, dann findet man in den Worten Jesu einen Kern, der wahr ist. Jesus geht mit seinen radikalen Worten buchstäblich an die radix, an die Wurzel. Denn der verurteilbare Mord geschieht nicht aus dem Nichts. Er hat eine Geschichte von Wut und Hass und Verzweiflung. Auch das Scheitern einer Ehe geschieht nicht aus dem Nichts. Es hat eine Geschichte im Leben, beginnt mit Lieblosigkeiten, unterschiedlichen Auffassungen, die sich auftürmen. Ein Schwur, der gebrochen wird, verletzt Menschen, die sich darauf verlassen haben, dass er gilt. Zwei Menschen haben ihr Leben vielleicht auf diese vermeintliche Sicherheit gebaut und sind plötzlich hilflos und ausgeliefert. Ein Schwur kann aber auch die Person, die ihn gab, überfordern, scheitern lassen am Anspruch, den er oder sie auf sich nahm als Aufgabe. Und das Maß für Vergeltung finden Menschen oft schwer – viel zu oft ist im Leben eine Leidhierarchie spürbar: Mein Verlust, meine Beschämung, meine Verletzung wiegt schwerer als die deine. Darum habe ich das Recht jetzt so oder so zu handeln. Es gibt Verletzungen, die liegen weit vor der Tat. Und es gibt im Leben viele zarte Anfänge, die sich irgendwann auswachsen zu handfesten Problemen. Egal was es ist: Alles, was wir erwarten und versprechen, es kann zu einer Bürde werden, Schuld und Scheitern bringen. Was würde passieren, wenn wir diesen Dingen mehr Aufmerksamkeit widmen würden? Sie in den Blick nehmen würden und in der Wurzel damit umgehen, bevor beispielsweise aus einem unbedachten Wort, einer Beschämung das Gefühl wird, überhaupt und nie genug zu sein? Bevor ein Wort das andere gibt und wir uns verstreiten und verletzen?
Vielleicht würden wir lernen, unser Scheitern, unsere Verletztheiten, unsere Trauer in einen neuen Rahmen zu setzen. In diesem Rahmen ist es dann möglich den Blick auf die Details freizulegen, auf die zarten Anfänge und Geschichten, die unser Leben weben und uns zum Handeln auffordern – an genau diesen Stellen.
Stille

15 Antwort der Gemeinde: Predigtlied
GL 437/Unterwegs 93/EH 147 »Meine engen Grenzen«
Gestaltungselement siehe 28

16 Friedenszeichen

Eine Wurzel des Friedens ist, sich einander zuzuwenden, ohne Unterschied und ohne Missgunst. Einander den Frieden aus tiefstem Herzen zu gönnen, den wir uns alle wünschen, ist dazu ein guter Anfang.
Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens.

17 Kollekte

Die Gemeinde sitzt.
Miteinander teilen, was man teilen kann – dazu lädt die Kollekte ein. Sie ist heute bestimmt für …
Orgelspiel oder
GL 543 »Wohl denen, die da wandeln« oder
GL 458/EH 85/Unterwegs 50 »Selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt«

18 Sonntäglicher Lobpreis
Der/Die Leiter/in geht an einen geeigneten Ort. Ein/e Ministrant/in übernimmt
den Buchdienst. Die Gemeinde steht.

Gottes Wort ist in Jesus Mensch geworden, seine Weisheit im Heiligen Geist Begleiter geworden. Lasst uns gemeinsam Gott loben und preisen.
Siehe Werkbuch S. 57–60.
V/A: GL 168,2 (nur Kv) »Ehre Gott in der Höhe, Friede den Menschen auf Erden.« Oder:
V/A: GL 670,8 »Dir sei Preis und Dank und Ehre!« Oder:
GL 335 »Das ist der Tag, den der Herr gemacht«
GL 643,3 »Jubelt dem Herrn, alle Lande, Halleluja«
GL 141 »Auf, lasst uns jubeln dem Herrn«

Gepriesen bist du, Schöpfer der Welt:
Am Sonntag gedenken wir deiner Güte,
mit der du Himmel und Erde erschaffen hast.
Du bist die Quelle und der Ursprung allen Lebens.
Du hast am siebten Tag geruht von deinem Werk;
Du lädst auch uns nach den Tagen der Arbeit ein,
an deiner schöpferischen Ruhe teilzuhaben.
Du willst, dass wir das Leben feiern,
das du uns immerfort schenkst.
Du lässt uns ausruhen von Mühe und Hast
und aufatmen im Blick auf deine Treue
zu uns und allen Geschöpfen.
V/A: GL 168,2 »Ehre Gott in der Höhe, Friede den Menschen
auf Erden.«
Oder:
V/A: GL 670,8 »Dir sei Preis und Dank und Ehre!«
Gepriesen bist du, Gott, für den Tag,
an dem du Christus, deinen Sohn, aus dem Tod erweckt
und zur Sonne des Heils gemacht hast.
Am Sonntag sammelst du deine Gemeinde um ihn
und stellst sie in das Licht seiner Liebe.
Am Sonntag erneuerst du den Bund der Treue,
den du mit uns geschlossen hast
in Christi Tod und Auferstehung.
Christus, dein Sohn, tritt in unsere Mitte:
Er bringt uns deine Versöhnung und deinen Frieden.
Er schenkt uns immer neu seinen Heiligen Geist,
der uns das Herz aufschließt für das Geheimnis deiner Liebe
und uns den Mund auftut zum Lob deiner großen Taten,
die du für uns und alle Welt vollbracht hast.
V/A: GL 168,2 »Ehre Gott in der Höhe, Friede den Menschen
auf Erden.«
Oder:
V/A: GL 670,8 »Dir sei Preis und Dank und Ehre!«
Gepriesen bist du, Vater, für den Tag,
an dem wir die lebendige Hoffnung feiern,
zu der du die Welt berufen hast
durch die Auferweckung deines Sohnes.
Sie ist uns Unterpfand der kommenden Vollendung,
die wir mit der ganzen Schöpfung (voll Sehnsucht) erwarten.
Dein Sohn hat Sünde, Leid und Tod besiegt.
Er lässt uns in dieser Feier den Geschmack der Hoffnung
verkosten:
dass deine Liebe stärker ist als alle Mächte des Todes
und deine Herrschaft des Erbarmens sich durchsetzt
in dieser Welt voll Unrecht und Gewalt.
V/A: GL 168,2 »Ehre Gott in der Höhe, Friede den Menschen
auf Erden.«
Oder:
V/A: GL 670,8 »Dir sei Preis und Dank und Ehre!«
Gepriesen bist du, Freund unseres Lebens,
für das Geschenk des (dieses) Sonntags.
Wir heißen ihn an diesem Morgen (Abend) dankbar willkommen.
Befreie uns aus aller Enge und Hast,
und lass uns aufatmen in deiner Liebe.
Wir preisen dich mit deinem Sohn im Heiligen Geist
und stimmen freudig ein in das Lied der himmlischen Chöre,
die das Lob deiner Herrlichkeit singen:

19 Hymnus
GL 168,2/EH 11/Unterwegs 164 »Ehre Gott in der Höhe«

20 Fürbitten
Wir wollen gemeinsam unsere Welt vor Gott tragen, dessen Weisheit sie begleitet von Anbeginn.

- Guter Gott, wir bitten dich für die Menschen, deren Leben überschattet ist vom Gefühl, nicht zu genügen, versagt zu haben, nicht geliebt zu sein.
Gemeinde: Sei du ihnen nahe.
- Guter Gott, wir bitten dich für die Menschen, die schwer zu tragen haben am Scheitern eines Versprechens oder an einem Wort, das sie bindet.
- Guter Gott, wir bitten dich für die Menschen, die schwer zu tragen haben an Entscheidungen anderer, die ihr eigenes Leben überschatten.
- Guter Gott wir bitten dich für die Menschen, die schwer zu tragen haben an den Folgen von Gewalt und Krieg.
- Guter Gott wir bitten dich für die Menschen, die schwer zu tragen haben am Verlust eines geliebten Menschen.
- Guter Gott, wir bitten dich für die Menschen, die schwer zu tragen haben an der Ignoranz und Maßlosigkeit anderer, die für ihr eigenes Wohl und Wollen weit über die Ressourcen dieser Erde leben.

Zu den Fürbitten kann von Kindern Weihrauch eingelegt oder eine Kerze entzündet werden. Sie können sich mit einer Fürbitte beteiligen.
Falls eine Kommunionfeier vorgesehen ist, siehe 27

21 Vaterunser

Beim Vaterunser können die Kinder an einem geeigneten Ort im Chorraum oder im Mittelgang vor dem Altar stehen. Sie können das Vaterunser mit geöffneten Händen beten wie alle mit ihnen Versammelten.

Gemeinsam wollen wir beten mit den Worten, die Jesus Christus uns zu beten gelehrt hat.
Gemeinde: Vater unser im Himmel …

22 Danklied
Die Gemeinde sitzt.
GL 395 »Den Herren will ich loben« oder
GL 405/Unterwegs 78 »Nun danket alle Gott« oder
EH 162/Unterwegs 109 »Wo Menschen sich vergessen«

23 Mitteilungen

24 Segensbitte

Während der Segensbitte können die Eltern den Kindern die Hände auf legen.

Segen heißt, einander Gutes zusprechen.
Gott segne deine Augen, damit sie die zarten Anfänge sehen, an denen du gebraucht wirst.
Gott segne deine Ohren, damit sie die feinen Zwischentöne hören, an denen du gebraucht wirst.
Gott segne deine Hände, damit sie da eingreifen, wo du gebraucht wirst.
Gott segne dich, damit du immer mehr wächst aus den guten Wurzeln, die er in dir angelegt hat – in Glaube, Liebe und Hoffnung.
So segne dich der dreieine Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Gemeinde: Amen.

25 Entlassung
Singet Lob und Preis.
Gemeinde: Dank sei Gott, dem Herrn.
Danach Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht.

26 Auszug
Auszug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Orgelnachspiel.

27 Kommunionfeier

Abschluss der Fürbitten
Die Gebote beginnen im Kleinen, Unscheinbaren. Ebenso das Scheitern daran. Darum wollen wir die Kleinen Dinge tun, die wir tun können – Du, Gott, gibst uns die Kraft dazu, heute und alle Tage.
Gemeinde: Amen.

Hinweis auf die eucharistische Gemeinschaft
Jesus Christus ist in unserer Mitte. Er ist gegenwärtig in seinem Wort, das wir gehört haben, und in der Gestalt des Brotes, das uns jetzt geschenkt wird. Das eucharistische Brot verbindet uns mit der Eucharistiefeier …
Möglichkeit 1: in … (Gemeinde, aus der die Eucharistie übertragen wurde)
Möglichkeit 2: die wir am vergangenen … hier gefeiert haben.

Bereitung des Altars - Übertragung des Allerheiligsten
Orgelspiel oder
GL 474/EH 234/Unterwegs 47 »Wenn wir das Leben teilen wie das täglich Brot« oder
GL 414/Unterwegs 108 »Herr, unser Herr, wie bist du zugegen«

Während des Orgelspiels oder Lieds gehen Gottesdienstleiter/in, Kommunionhelfer/ in und Ministrant/inn/en mit Leuchtern zum Eingang (wenn das eucharistische Brot übertragen wird) oder zum Tabernakel. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Prozession zum Altar. Die Hostienschale wird in die Mitte des Altares gestellt. Danach knien alle.

Stille Anbetung
Herr Jesus Christus, Brot der Welt. Sei in unserer Mitte.
Gemeinde: Sei in unserer Mitte.
Herr Jesus Christus, Licht der Welt. Sei in unserer Mitte.
Gemeinde: Sei in unserer Mitte.
Herr Jesus Christus, Retter und Erlöser. Sei in unserer Mitte.
Gemeinde: Sei in unserer Mitte.
Angemessene Zeit des stillen Gebets.

Vaterunser
Alle stehen.
Gemeinsam wollen wir beten mit den Worten, die Jesus Christus uns zu beten gelehrt hat.
Gemeinde: Vater unser im Himmel …

Einladung zur Kommunion
Eine Hostie wird über der Schale gehalten.
Seht das Brot des Lebens. Seht Christus, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.
Gemeinde: Herr, ich bin nicht würdig …

Kommunionempfang
Orgelspiel
Der Leib Christi.
Die Hostienschale wird in den Tabernakel zurückgestellt. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Tabernakel schließen und zu den Sedilien zurückgehen.

Danklied
GL 395 »Den Herren will ich loben« oder
GL 405/Unterwegs 78 »Nun danket alle Gott« oder
EH 162/Unterwegs 109 »Wo Menschen sich vergessen«

Schlussgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst.
Lasset uns beten.
Kurze Stille.
Gott, du hast uns gestärkt am Tisch deines Brotes und deines Wortes.
Lass uns diese Nähe auch in der kommenden Woche spüren: die Kraft der Hoffnung, der Trost des Vertrauens auf dich.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt, jetzt und in Ewigkeit.
Gemeinde: Amen.

Weiter mit den Mitteilungen 23

28 Gestaltungsvorschlag
Alternativ zum Predigtlied 15 kann auch das Thema des Scheiterns und der Vergebung als Grundbestandteil des menschlichen Lebens vertieft werden in Schuldbekenntnis und Vergebungsbitte.

Einführung
Schwestern und Brüder,
Jesu Worte legen das Augenmerk auf die vielen kleinen Geschichten, die vor dem Gebot stehen und die es uns halten lassen – oder nicht. Sie lassen uns aber auch Versagen und Schuld erkennen.
Halten wir Einkehr und legen in der Stille des Herzens vor Gott, was uns belastet.
Stille oder meditative Instrumentalmusik

Nach angemessener Zeit folgt das Schuldbekenntnis:
Immer wieder scheitern wir an unserem Anspruch – im Kleinen unseres Umfeldes wie im Großen unserer Welt.
Wir müssen bezeugen, dass wir anderen etwas schuldig geblieben sind an Aufmerksamkeit, Hilfe, Liebe.
Wir müssen bezeugen, dass wir nicht so wahrhaft leben können, wie wir es gerne würden.
Wir müssen bezeugen, andere verletzt oder ausgegrenzt zu haben und nicht alles getan zu haben, um Menschen und Umwelt zu schützen.

Wir bitten dich: Nimm das in deine Hände, barmherziger Gott,
wo unsere Ungeduld und Lieblosigkeit andere verletzt haben,
wo unser Versagen uns plagt,
wo Ängste und Sorge uns handlungsunfähig gemacht haben,
wo Ungerechtigkeit, Gewalt und Leid herrschen,
wo Konflikte so verhärtet sind, dass niemand mehr eine Perspektive sieht.
Nimm von uns die Last von Sünde und Schuld und Versagen und erfülle uns neu mit dem Geist deiner Liebe durch Jesus Christus, unseren Bruder.
Gemeinde: Amen.

Nachlass, Vergebung und Verzeihung unserer Sünden gewähre uns der allmächtige und barmherzige Herr.
Gemeinde: Amen.

Zeichen der Versöhnung: Tauferinnerung
Das Taufgedächtnis folgt der Form A im Feierbuch (S. 186 f.), dort ist auch aufgeführt, was es an Möglichkeiten gibt und an Vorbereitungen bedarf.
Es bietet sich an, die in der Gemeinde bekannte Weise auszuwählen.
Der/Die Leiter/in lädt mit folgenden oder ähnlichen Worten zum Taufgedächtnis ein:

Schwestern und Brüder, Das Wasser erinnert uns daran: Gott hat uns in unserer Taufe erwählt, er hat uns reingewaschen und befreit aus den Verstrickungen, damit wir aufrecht und frei vor ihm stehen können und sein Wort bezeugen in dieser Welt.

Lasset uns beten.
Gott, die Quelle des Lebens.
Du schenkst uns dein Heil in sichtbaren Zeichen. So sei uns dieses Wasser ein Zeichen für das neue Leben, dass du in der Taufe in uns gewirkt hast.
Erneuere in uns die Gaben deines Geistes.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Gemeinde: Amen.

Im Anschluss wird das Wasser in der der Gemeinde vertrauten Form ausgeteilt.
Dazu kann gesungen werden:
GL 456 »Herr, du bist mein Leben« oder
GL 421/Unterwegs 106 »Mein Hirt ist Gott der Herr«
Weiter mit dem Friedenszeichen 16

Anke Keil

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