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WortGottesFeiern
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Einführung
Kirchweih und seine Bedeutung
Zu unserer Erinnerungskultur gehört es, den Jahrestag von persönlich, gesellschaftlich und religiös-kirchlich wichtigen Ereignissen zu begehen. Das gilt z. B. vom Geburtstag eines Menschen, vom Hochzeitstag eines Paares oder vom Todestag eines Angehörigen; ebenso von der Erstellung von Gebäuden oder von Zäsuren in der Geschichte eines Volkes, wie z. B. dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Weihetag einer Kirche ist für eine christliche Gemeinde Anlass zu feiern und sich der Bedeutung dieses Gebäudes zu vergewissern.

Das Kirchweihfest entwickelte sich in der Geschichte so, dass zunächst mehr das Fest des Patrons im Vordergrund stand; später wurde das Jahrgedächtnis mehr im Sinne des alttestamentlichen Tempelweihefestes verstanden. Die älteste Schilderung eines Weihefestes einer Kirche ist die der Pilgerin Ätheria, die um 400 vom Weihefest der Auferstehungs- und Martyriumskirche in Jerusalem am 13. September berichtet. Der Brauch verbreitete sich im 5. Jahrhundert auch in Rom und im übrigen Westen und erweiterte sich im Mittelalter zu ausgelassenen Volksfesten. Bis heute ist vor allem in ländlichen Gegenden Kirmes, Kirta, Kirbe, Kilbe usw. Anlass traditionsreicher Feiern.

Von besonderer Bedeutung in einer Diözese ist das Weihefest der Kathedrale, das in allen Pfarreien als Eigenfest der Diözese begangen wird. Der Weihetag der einzelnen Kirchen wird, wo er bekannt wird, an dem betreffenden Tag als Hochfest begangen. Für die Kirchen, deren Weihetag nicht bekannt ist, wird in jeder Diözese ein gemeinsames Jahrgedächtnis festgesetzt.

Die Liturgie kennt für das Jahresgedächtnis einer Kirchweihe eigene Commune-Texte, die sich im Schott-Messbuch jeweils im Anschluss an die Feste des Herrn und der Heiligen finden. Für die Wort-Gottes-Feier sollten daraus die Schriftlesungen entnommen werden.

Als besondere Form der Ansprache können ausgewählte Personen ein Glaubenszeugnis über die Bedeutung der Kirche für ihren Glauben geben. Oder man könnte ›die Kirche erzählen lassen‹, was ›diese Steine schon gesehen‹ haben.

Das Gestaltungselement bietet Freiraum, die Bedeutung der Kirche für eine Gemeinde zum Ausdruck zu bringen. Es können z. B. die Gruppierungen der Gemeinde eine Darstellung als »lebendige Steine« finden. Eine Foto-Wand kann an wichtige Ereignisse erinnern. Je nach Alter der Kirche könnten Personen für je ein Jahrhundert ein paar Ereignisse in Stichworten einbringen.

Auf einer Wandzeitung können Kirchenbesucher den Satz weiterführen: Unsere Kirche ist ein Grund zum Feiern, weil …

Ein Kirchenkaffee kann sich an den Gottesdienst anschließen. All das erfordert natürlich rechtzeitige Planung und die Koordination von Gestaltungsideen zum Kirchweihfest seitens des Pastoralteams und/oder Kirchengemeinderates und den Wort-Gottes-Feier-Beauftragten.

Margret Schäfer-Krebs

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