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Einführung
»Das Jahr steht auf der Höhe« – von halben Sachen und der Sehnsucht, ganz zu sein
Kaum ist der längste Tag erreicht, geht es wieder in die andere Richtung. Die Nacht nimmt zu, der Tag nimmt ab. Mitten im Jahr eine Erfahrung.

Zu dieser Zeit der Sonnwende begehen wir das Fest der Geburt des Heiligen Johannes des Täufers. In unseren Breitengraden erfahrbar und verständlich mit dem Bezug zu dem Wort des Johannes und seinem Fingerzeig auf Jesus: »Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.« (Joh 3,30)

Sein Fest ist auf den 24. Juni gelegt. Sechs Monate und einen Tag später ist das Geburtsfest Jesu in den Jahresablauf als Festtag eingeordnet. Der 24. Juni und der 25. Dezember stehen in einer Beziehung und werden erfahrbar durch die Veränderung in der Länge des Tages und der Nacht. Zeitenwenden.

In das Gotteslob wurde ein Lied aufgenommen, das davon erzählt und in einer dichten Sprache den wechselvollen Lauf der Zeit, der Bewegung am Himmel und überhaupt Leben ins Gebet bringt (GL 465).

»Das Jahr steht auf der Höhe, / die große Waage ruht. / Nun schenk uns deine Nähe / und mach die Mitte gut.«

Der Autor Detlev Block spricht in diesem Mitsommerlied vom »Wachsen auf dich hin«. Wie jetzt die Tage abnehmen, so auch unsere Lebenszeit. Der glaubende Mensch hofft, dass irdisches Sein nicht in die Leere fällt, sondern aufgehoben ist und vollendet wird. Wachsen auf dich hin und ganz werden sind tragende Gedanken in einem wechselvollen Lauf der Zeit.

Mir ist dieses Lied lieb geworden. Es kommt gerade zu einer Zeit, in der so vieles läuft und die Gefahr besteht, in der Fülle sich zu verlieren. Sich in diesem ganzen Gefüge zu stellen und durchzuatmen mit diesen Worten, lässt mich ruhig werden und Orientierung finden auch in meinem Ablauf der Zeit. Es ordnet sich ein in ein größeres Ganzes: »Herr, zwischen Blühn und Reifen / und Ende und Beginn. / Lass uns dein Wort ergreifen / und wachsen auf dich hin.«

Detlev Block (geb. 1934) war unter anderem über 30 Jahre als evangelischer Pfarrer und Seelsorger für Kurgäste in Bad Pymont tätig. Er schuf viele Texte, die zu Liedern geworden sind. Dazu gehört auch dieses Mitsommerlied. »Welchen Trost, welche Ermutigung gibt es für uns, wenn der Schatten des Wechsels und der Vergänglichkeit auf uns fällt?« Dieser Frage geht er in seinem Mitsommerlied nach und macht seine Anker der Hoffnung fest.

»Das Jahr lehrt Abschied nehmen, / schon jetzt zur halben Zeit.« Den Betenden lässt der Blick auf den Kalender nicht mit Schrecken zurück: »Ach Gott, schon wieder das halbe Jahr vorbei.« Es ist ein Wandern mit Gott und ein immer tiefer begreifen lernen, wie zu diesem Leben Abschied und Neubeginn gehören und unser Leben ein Ziel hat: »Wir wollen uns nicht grämen, / nur wach sein und bereit, / die Tage loszulassen / und was vergänglich ist, / das Ziel ins Auge fassen, das du, Herr, selber bist.«

Die letzte Strophe holt tief Atem und wird zu einem tragfähigen Bekenntnis und zur Bitte: »Du wächst und bleibst für immer, / doch unsre Zeit nimmt ab. / Dein Tun hat Morgenschimmer, / das unsre sinkt ins Grab. / Gib, eh die Sonne schwindet, / der äußre Mensch vergeht, / dass jeder zu dir findet / und durch dich aufersteht.«

Wir machen keine halben Sachen. Die Hälfte ist Mitte und dankbares Innehalten, in dem uns eine Person mit einem Fingerzeig Orientierung schenkt: Johannes. Er verweist auf Jesus. In seinen Spuren gehen wir auf dem Weg der Nachfolge. Es lohnt sich diesem Lied »Das Jahr steht auf der Höhe« im Gotteslob nachzuspüren und es in der Zeit des Mitsommers gemeinsam zu singen.

Eine segenswillige Zeit des Mitsommers wünscht Ihnen

Heinz Vogel

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