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Einführung
Unbekannte Feste und Kleine Feiern im Kirchenjahr
Nicht einmal mehr die Hälfte der deutschen Bevölkerung weiß, was an Pfingsten oder an Christi Himmelfahrt gefeiert wird. So sagen es Umfragen, die es fast jedes Jahr gibt.

Pfingsten ist eine wunderbare Zeit für Jahrmärkte und Urlaubsreisen. Christi Himmelfahrt wird immer mehr zum Vatertag, an dem vielerorts Männer mit Wägen und Bierflaschen unterwegs sind oder mit der Familie einen Ausflug machen. In vielen Kindergärten wird als Pendant zum Muttertag auf Christi Himmelfahrt hin für die Väter gebastelt.

Feiertage sind dazu da, den Alltag zu unterbrechen und Zeit für Erholung und besondere Erlebnisse zu schenken. Wenn Familien und Freundeskreise miteinander unterwegs sind und gemeinsamen feiern, so ist das eine gute Sache, vor allem in der heutigen Zeit, in der so viele Abläufe durchorganisiert, verzweckt und ökonomisiert sind.

Die christlichen Feiertage aber wollen mehr. Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Gebhard Fürst, hat in seinem diesjährigen Hirtenbrief zur österlichen Bußzeit an die Gemeinden seiner Diözesen diese zum Thema gemacht. Er betont, dass wir angesichts der Krise unserer Zeit »ein sensibles Empfinden für das Unantastbare und Heilige« entwickeln müssten. Der Sinn der christlichen Feste sei »die Erhebung über den Alltag hinaus«. »Die Feier des Kirchenjahres hält das Bewusstsein und die Sache des Heiligen präsent und den Glauben an den lebendigen und dreieinigen Gott wach: In der Liturgie, der Feier der Eucharistie und in den Sakramenten kommen die großen Fragen der Menschen zur Sprache – und das in einer unserem Erlebnis und unserer Erfahrung offenstehenden Weise. Die Feste der Christen feiern Gott und feiern deshalb den Menschen, der Gottes Abbild ist …«.

So verweist das Fest Christ Himmelfahrt, christlich verstanden, uns auf die menschliche Erfahrung des Abschied-Nehmens, gar des Verlassen-Werdens: Wir bleiben mit Jesus Christus verbunden, doch wird uns zugemutet, als Christinnen und Christen mündig und selbstständig (vgl. Hans Gerhard Behringer, Die Heilkraft der Feste, München 1997, S. 222–239) in die Welt hineinzugehen. Pfingsten als das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes und als Geburtstag der Kirche kann zu einem »Fest unserer eigenen Lebendigkeit« (Anselm Grün, Heilendes Kirchenjahr, Münsterschwarzach 1985, S. 68) werden, an dem wir uns der göttlichen Kraft in uns bewusst werden oder unserer Sehnsucht danach.

Im persönlichen Leben als Christin oder Christ und im Leben einer Kirchengemeinde gibt es neben den großen Festen und den sonntäglichen Feiern viele andere Anlässe, den Alltag zu unterbrechen und sich dem Heiligen zuzuwenden. Ich denke z. B. an geistliche Impulse zu Beginn von Versammlungen, an Segenfeiern, Rosenkränze, Eucharistische Anbetung, Friedensgebete, Meditationen und vieles andere mehr.

Wir, Herausgeber und Redakteurin dieser Zeitschrift überlegen zur Zeit, ob es sinnvoll wäre, diesen kleineren Formaten mehr Platz einzuräumen. Möglich wäre es, in jedem Heft zusätzlich einen kürzeren Beitrag aufzunehmen. Wir bieten Ihnen das in diesem und im folgenden Heft probehalber an. Unter dem Titel »Kleine Feiern im Kirchenjahr« ist in diesem Heft ein Vorschlag zu einer Pfingstnovene zu finden, im nächsten Heft (Heft 4) ein Segen zum Ferienbeginn. Wir bitten Sie um Rückmeldung, was Sie davon halten. Können Sie etwas davon verwenden? Welche Anlässe, Themen brauchen Sie? Wir freuen uns auf Post!

Beate Jammer

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