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WortGottesFeiern
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Leseprobe 2
Einunddreißigster Sonntag im Jahreskreis
Dem Glauben ein Gesicht geben
Lesejahr A
Die Erzählung des heutigen Evangeliums wurde in der christlichen Tradition leider häufig benutzt, um ein antisemitische Denken zu befördern und ein Zerrbild des Judentums zu zeichnen. Doch die durchaus im Evangelium angelegte Kritik an den jüdischen Gelehrten als Pauschalkritik zu lesen ist absolut ungerechtfertigt. Vielmehr geht es dem Evangelisten darum, Missstände in seiner eigenen judenchristlichen Gemeinde zu benennen, in der es schon früh die allzu menschliche Neigung gab, nach Ämtern und Titeln zu streben. Doch eine derartige Hierarchisierung widerspricht, so macht der Evangelist deutlich, der Ausrichtung an Gott als himmlischem Vater. Er ist es, dem wir in unserem Handeln letztlich verpflichtet sind, er ermöglicht wahres und wahrhaftiges Leben. Auch für uns will dieser Anspruch Maßstab unseres Lebens sein. Vorbild können Lebenszeugnisse großer Christinnen und Christen sein.

1 Einzug
Einzug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht. Der Einzug wird vom Kirchenportal aus begonnen; wenn Kinder teilnehmen, können sie vor den Ministrant/inn/en mit einziehen. Nach der gemeinsamen Verneigung (oder Kniebeuge) gehen sie an ihre Plätze.

2 Gesang zur Eröffnung
GL 142 »Zu dir, o Gott, erheben wir« oder
EH 285,1–3/Unterwegs 231,1–3 »Eingeladen zum Fest des Glaubens« oder
GL 140,1–3/Unterwegs 147,1–3 »Kommt herbei, singt dem Herrn«

3 Kreuzzeichen und liturgischer Gruß

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen.
Gelobt sei Jesus Christus.
Gemeinde: In Ewigkeit. Amen.

4 Einführung
Wir haben uns versammelt, um miteinander als Schwestern und Brüder Gottesdienst zu feiern. Gottesdienst feiern heißt, sich zu öffnen für das, was uns in unserem Leben trägt. Gottesdienst feiern heißt, Kraft zu schöpfen, um das zu leben, was wir glauben. Gottesdienst feiern heißt, dem zu begegnen, dem wir uns in und mit unserem Leben anvertrauen: Jesus Christus, unserem Kyrios, unserem Herrn. Grüßen wir ihn in unserer Mitte.

5 Christusrufe

Christus. Menschgewordenes Licht. Kyrie eleison.
Gemeinde: Kyrie eleison.
Christus. Menschgewordene Liebe. Christe eleison.
Gemeinde: Christe eleison.
Christus. Menschgewordenes Leben. Kyrie eleison.
Gemeinde: Kyrie eleison.

6 Eröffnungsgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Werkbuch S. 152 oder
Lasset uns beten.
Kurze Stille.
Guter Gott,
wir haben uns versammelt, um dein Wort zu hören (mit Kommunionausteilung: und das Brot des Lebens miteinander zu teilen).
Lass uns im Glauben, dass du da gegenwärtig bist, wo sich zwei oder drei in deinem Namen versammelt haben, diese Feier mit offenen Herzen begehen. Hilf uns, einander Bruder und Schwester im Glauben zu sein und deiner Botschaft so ein Gesicht zu geben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn und Bruder.
Gemeinde: Amen.

7 Hinführung zur ersten Lesung: Mal 1,14B–2,2B.8–10

Der Prophet Maleachi verurteilt in seinen Reden nicht nur den ungerechten Umgang mit Geld, den geistigen Verfall des Volkes, sowie die soziale Ungerechtigkeit. Insbesondere wendet er sich auch gegen die Priester des Tempels in Jerusalem.

8 Erste Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor. Die Gemeinde sitzt. Lesung aus dem Buch Maleachi.
Nach der Lesung: Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

9 Antwortgesang
GL 665/1 »Herr, auf dich vertraue ich« mit Versen aus Psalm 131 (siehe Lektionar)

10 Hinführung zur zweiten Lesung: 1 Thess 2,7B–9.13
Das Wohl der von ihm gegründeten Gemeinde in Thessalonich liegt Paulus sehr am Herzen. Die Standhaftigkeit, die er dort im Glauben erlebt, beeindruckt ihn und erfüllt ihn mit Freude. In seinem Brief, den er den Glaubensgeschwistern nach seinem Aufenthalt dort zusendet, schreibt er von seinem Erleben.

11 Zweite Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor.
Lesung aus dem ersten Brief des Apostel Paulus an die Thessalonicher.
Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

12 Ruf vor dem Evangelium
Zum Halleluja-Ruf steht die Gemeinde.
GL 174/4 oder EH 25 oder Unterwegs 170
Der/Die Kantor/in singt den Ruf vor, die Gemeinde wiederholt.
Der Vers zum Halleluja findet sich im Lektionar vor dem Evangelium. Die Huldigung des Evangeliums kann erweitert werden, indem der Ruf nach dem Evangelium wiederholt wird. Zwei Ministrant/inn/en mit Leuchtern stehen rechts und links neben dem Ambo.

13 Evangelium: Mt 23,1–12
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
Gemeinde: Ehre sei dir, o Herr.
Kreuzzeichen auf Buch, Stirn, Mund und Brust.
Nach dem Evangelium:
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Gemeinde: Lob sei dir, Christus.

14 Ansprache
Die Gemeinde sitzt.
Die Zwischenüberschriften werden nicht vorgetragen. Sie dienen nur der besseren Übersicht.

Gemeinde als Gemeinschaft
Im heutigen Evangelium richtet Jesus sich an das Volk und seine Jünger. Ihnen legt er dar, wie das Verhalten der Pharisäer zu bewerten ist. Das ist neu. Jesus spricht nicht mehr mit, sondern über die Pharisäer.
Der Verfasser des Matthäusevangeliums wählt diesen »Adressatenwechsel« ganz bewusst. Er macht damit deutlich, dass die Weisung Jesu für alle Menschen in seiner Nachfolge gilt. Jesu Worte haben grundlegenden Charakter. Sie sind identitätsstiftend. Eine Gemeinde, die Jesus Christus als Meister anerkennt und mit ihm den Weg zum Vater geht, die muss sich als geschwisterliche Gemeinschaft verstehen. Eine Gemeinschaft, die aus der Glaubensgemeinschaft zu einer Dienstgemeinschaft wird, in der jeder jedem dient, um Christi Willen. In dieser Gemeinschaft des Dienens darf es kein oben und kein unten im Sinne einer weltlich-politisch verstandenen Machtstruktur geben. Alles, was sich an Struktur herausbildet, muss sich messen lassen können an dem einen, an dem wahren Rabbi – an Jesus Christus. Ihm sind alle verpflichtet. Er ist der Weg zu Vater.

Wahrhaftigkeit
Die Erhöhung, die durch das Dienen an der Gemeinschaft dem Dienenden zuteil wird, ist nicht menschengegeben, sondern – ganz in der alttestamentlich-jüdischen Tradition – Gottes Tat. Doch das Dienen, das macht Jesus durch seinen Vergleich mit den Pharisäern deutlich, ist eine Tat des Herzens. Es geht um das Übereinstimmen von Reden und Handeln. Es geht um Wahrhaftigkeit.
Wahrhaftigkeit greift dabei tief in das Leben des Menschen ein. Wahrhaftigkeit beschreibt die innere Beziehung des Menschen zu sich selbst. Das, was im Inneren eines Menschen angelegt ist, tritt im Leben nach außen und will dort greifbar werden.
Wo im Inneren eines Menschen die Beziehung zu Jesus Christus wurzelt, der selbst von sich sagt »Ich bin die Wahrheit und das Leben«, da muss diese Beziehung, dieser Glaube auch im Leben zu Tage treten. Dort, wo Menschen ihren Glauben leben, ihrem Reden Taten folgen lassen, dort wird diese Beziehung wahrhaftig gelebt.

Die Schwierigkeit mit der Wahrhaftigkeit
Doch dass dieses wahrhaftige Leben nicht immer leicht ist, das zeigt uns die über 3000 Jahre alte jüdische und später auch christliche Geschichte. Schon biblische Texte zeugen von der Schwierigkeit, den Glauben wahrhaft und nicht nur als Lippenbekenntnis zu leben. Umso beeindruckender wirken dann Erzählungen auf uns, in denen Menschen bereit sind, ihr tiefes Zutrauen auf Gott bis ins Letzte durchzubuchstabieren. Denken wir an Abraham, der bereit gewesen wäre, seinen einzigen Sohn Isaak zu opfern; denken wir an die Apostel, die bereit sind, Gefängnis, Folter und Verachtung auf sich zu nehmen, um ihren Glauben an den Auferstandenen zu leben.

Lebenszeugnisse
Vor nicht einmal einer Woche habe wir Allerheiligen gefeiert. Wir haben uns an die Biografien von Frauen und Männern, die ihr Leben wahrhaftig gelebt haben, erinnert. Diese Menschen haben aus ihrem Glauben Reden gemacht. Ihrem Reden haben sie Handeln folgen lassen. Diese Menschen haben von einem liebenden Gott erzählt und haben diese Liebe gelebt, oftmals mit schwerwiegenden Folgen für sich selbst.
Nehmen wir ökumenisch und religionsübergreifend aus der jüngeren Geschichte Dietrich Bonhoeffer und Edith Stein heraus. Sie haben Wahrhaftigkeit gelebt, haben die Forderung des heutigen Evangeliums zu ihrem Leben gemacht. Sie haben im Glauben an Jesus Christus, den Meister, den Weg zum Vater gehandelt. Sie haben ihren Schwestern und Brüdern im Glauben gedient, haben Gefangenschaft und Folter auf sich genommen, weil ihre innere Beziehung zu ihrem Gott ihnen dies gebot. Und selbst an ihrem Lebensende haben sie anderen Menschen noch Hoffnung gegeben.

Sich zeigen
Führen wir uns diese Lebenszeugnisse immer wieder vor Augen. Lassen wir uns anstecken von der Kraft, die aus den Biografien derer hervorgeht, die Wahrhaftigkeit gelebt haben. Denn auch wir sind im heutigen Evangelium angesprochen. Auch wir sind gefragt, wenn es heißt, unseren Glauben mit Leben zu füllen, unserem Reden Handeln folgen zu lassen. Lasst uns miteinander in geschwisterlicher Verbundenheit füreinander und für die Mitmenschen da sein. Geben wir unserem Glauben ein Gesicht.
Stille

15 Antwort der Gemeinde: Glaubensbekenntnis

Stehen wir miteinander zu unserem Glauben, geben wir ihm unser Gesicht, unsere Stimme.
Gemeinde: Ich glaube an Gott …

16 Friedenszeichen
Wo wir einander aufrecht anblicken, uns freundlich begegnen, da kann Gottes Frieden wachsen.
Geben wir einander in diesem Wissen ein Zeichen dieses Friedens.

17 Kollekte

Die Gemeinde sitzt.
Damit unser Glaube kein Lippenbekenntnis bleibt, sondern aus ihm heraus Taten wachsen, wollen wir die Kollekte heute für … sammeln.
Orgelspiel oder
GL 445/EH 69/Unterwegs 131 »Ubi caritas et amor«

18 Sonntäglicher Lobpreis
Der/Die Leiter/in geht an einen geeigneten Ort. Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Die Gemeinde steht. Gott ist Liebe, Leben und Licht. So wollen wir uns verbinden mit den Engeln des Himmels und einstimmen in ihren göttlichen Lobpreis.
Siehe Werkbuch S. 57–60 .
V/A: GL 168/2 (nur Kv) »Ehre Gott in der Höhe, Friede den Menschen auf Erden.« Oder:
V/A: GL 670/8 »Dir sei Preis und Dank und Ehre!« Oder:
GL 335 »Das ist der Tag, den der Herr gemacht«
GL 643/3 »Jubelt dem Herrn, alle Lande, Halleluja«
GL 141 »Auf, lasst uns jubeln dem Herrn«

Gepriesen bist du, Schöpfer der Welt:
Am Sonntag gedenken wir deiner Güte,
mit der du Himmel und Erde erschaffen hast.
Du bist die Quelle und der Ursprung allen Lebens.
Du hast am siebten Tag geruht von deinem Werk;
du lädst auch uns nach den Tagen der Arbeit ein,
an deiner schöpferischen Ruhe teilzuhaben.
Du willst, dass wir das Leben feiern,
das du uns immerfort schenkst.
Du lässt uns ausruhen von Mühe und Hast
und aufatmen im Blick auf deine Treue
zu uns und allen Geschöpfen.
V/A: GL 168/2 »Ehre Gott in der Höhe, Friede den Menschen auf Erden.«
Oder:
V/A: GL 670/8 »Dir sei Preis und Dank und Ehre!«

Gepriesen bist du, Gott, für den Tag,
an dem du Christus, deinen Sohn, aus dem Tod erweckt
und zur Sonne des Heils gemacht hast.
Am Sonntag sammelst du deine Gemeinde um ihn
und stellst sie in das Licht seiner Liebe.
Am Sonntag erneuerst du den Bund der Treue,
den du mit uns geschlossen hast
in Christi Tod und Auferstehung.
Christus, dein Sohn, tritt in unsere Mitte:
Er bringt uns deine Versöhnung und deinen Frieden.
Er schenkt uns immer neu seinen Heiligen Geist,
der uns das Herz aufschließt für das Geheimnis deiner Liebe
und uns den Mund auftut zum Lob deiner großen Taten,
die du für uns und alle Welt vollbracht hast.
V/A: GL 168/2 »Ehre Gott in der Höhe, Friede den Menschen auf Erden.«
Oder:
V/A: GL 670/8 »Dir sei Preis und Dank und Ehre!«

Gepriesen bist du, Vater, für den Tag,
an dem wir die lebendige Hoffnung feiern,
zu der du die Welt berufen hast
durch die Auferweckung deines Sohnes.
Sie ist uns Unterpfand der kommenden Vollendung,
die wir mit der ganzen Schöpfung (voll Sehnsucht) erwarten.
Dein Sohn hat Sünde, Leid und Tod besiegt.
Er lässt uns in dieser Feier den Geschmack der Hoffnung
verkosten:
dass deine Liebe stärker ist als alle Mächte des Todes
und deine Herrschaft des Erbarmens sich durchsetzt
in dieser Welt voll Unrecht und Gewalt.
V/A: GL 168/2 »Ehre Gott in der Höhe, Friede den Menschen auf Erden.«
Oder:
V/A: GL 670/8 »Dir sei Preis und Dank und Ehre!«

Gepriesen bist du, Freund unseres Lebens,
für das Geschenk des (dieses) Sonntags.
Wir heißen ihn an diesem Morgen (Abend) dankbar willkommen.
Befreie uns aus aller Enge und Hast,
und lass uns aufatmen in deiner Liebe.
Wir preisen dich mit deinem Sohn im Heiligen Geist
und stimmen freudig ein in das Lied der himmlischen Chöre,
die das Lob deiner Herrlichkeit singen:

19 Hymnus
GL 171 »Preis und Ehre Gott dem Herren« oder
GL 383/EH 16/Unterwegs 161 »Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt« oder
GL 172/Unterwegs 163 »Gott in der Höh sei Preis und Ehr«

20 Fürbitten
Gottes Tun ist Wahrhaftigkeit, seine Liebe grenzenlos.
So kommen wir mit unseren Bitten zu ihm.

- Wir bitten dich, Gott der Gemeinschaft, für unsere Gemeinden und unsere ganze Kirche. (Kurze Stille)
Gemeinde: GL 645/3 »Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu«
- Wir bitten dich, Gott des Lebens, für alle, die des Lebens müde sind. (Kurze Stille)
- Wir bitten dich, Gott der Liebe, für alle, die der Liebe in ihrem Leben entbehren. (Kurze Stille)
- Wir bitten dich, Gott der Hoffnung, für alle, die keine Perspektive mehr sehen. (Kurze Stille)
- Wir bitten dich, Gott der Wahrheit, für alle, die um Wahrhaftigkeit in ihrem Reden und Handeln ringen. (Kurze Stille)
- Wir bitten dich, Gott der Ewigkeit, für alle, die uns im Tod schon vorangegangen sind. (Kurze Stille)

Zu den Fürbitten kann von Kindern Weihrauch eingelegt oder eine Kerze entzündet werden. Sie können sich mit einer Fürbitte beteiligen.
Falls eine Kommunionfeier vorgesehen ist, siehe 27

21 Vaterunser
Beim Vaterunser können die Kinder an einem geeigneten Ort im Chorraum oder im Mittelgang vor dem Altar stehen. Sie können das Vaterunser mit geöffneten Händen beten wie alle mit ihnen Versammelten.
In Gottes alles in allem bewirkenden Geist sind wir Schwestern und Brüder. Unserem gemeinsamen Vater können wir alles anvertrauen. Rufen wir in diesem Vertrauen zu ihm mit den Worten, die Jesus uns zu beten gelehrt hat:
Gemeinde: Vater unser im Himmel …

22 Danklied
Die Gemeinde sitzt.
GL 393 »Nun lobet Gott im hohen Thron« oder
EH 139,1–3 »Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde« oder
Unterwegs 75 »Freuet euch im Herrn«

23 Mitteilungen

Gestaltungselement siehe 28

24 Segensbitte
Während der Segensbitte können die Eltern den Kindern die Hände auf legen.
Der dreieine Gott stärke, schütze und leite uns in unserem Leben.
Er lege seinen Odem in uns, damit wir aufrecht seinem Willen folgen.
Er führe unsere Schritte getreu seiner Pfade, damit unser Glaube in der Welt sichtbar werde.
So segne uns und alle, die zu uns gehören, der dreieine Gott.
Der Vater. Der Sohn. Und der Heilige Geist.
Gemeinde: Amen.

25 Entlassung
Singet Lob und Preis.
Gemeinde: Dank sei Gott, dem Herrn.
Danach Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht.

26 Auszug
Auszug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Orgelnachspiel.

27 Kommunionfeier
Abschluss der Fürbitten
Guter Gott, die Ohren deiner Barmherzigkeit hören die ausgesprochenen und die unausgesprochenen Bitten. Dafür danken wir dir von nun an bis in Ewigkeit.
Gemeinde: Amen.

Hinweis auf die eucharistische Gemeinschaft
Jesus Christus ist in unserer Mitte. Er ist gegenwärtig in seinem Wort, das wir gehört haben, und in der Gestalt des Brotes, das uns jetzt geschenkt wird. Das eucharistische Brot verbindet uns mit der Eucharistiefeier …
Möglichkeit 1: in … (Gemeinde, aus der die Eucharistie übertragen wurde)
Möglichkeit 2: die wir am vergangenen … hier gefeiert haben.

Bereitung des Altars – Übertragung des Allerheiligsten
Orgelspiel oder
GL 470,1.3/EH 154, 1.3/Unterwegs 130, 1.3 »Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht« oder
GL 474, 1.3–4/EH 234,1.3–4/Unterwegs 47,1.3–4 »Wenn wir das Leben teilen wie das täglich Brot« oder
Unterwegs 256 »Jesus Christ, you are my life«
Während des Orgelspiels oder Lieds gehen Gottesdienstleiter/in, Kommunionhelfer/in und Ministrant/inn/en mit Leuchtern zum Eingang (wenn das eucharistische Brot übertragen wird) oder zum Tabernakel. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Prozession zum Altar. Die Hostienschale wird in die Mitte des Altares gestellt. Danach knien alle.

Stille Anbetung
Christus ist wahrhaft unter uns.
Im gewandelten Brot kommt er uns nahe, wird ein Teil von uns.
Christus, wir beten dich an.
Gemeinde: Christus, wir beten dich an
Christus ist wahrhaft unter uns.
In unserem Nächsten steht er uns gegenüber, lädt uns ein zu handeln.
Gemeinde: Christus, wir beten dich an.
Christus ist wahrhaft unter uns.
In unserem Handeln wird seine Botschaft konkret, strahlt hinaus in die Welt.
Gemeinde: Christus, wir beten dich an.
Angemessene Zeit des stillen Gebets.

Vaterunser
Alle stehen.
Wir alle sind Schwestern und Brüder in dem einen Vater. Ihm können wir alles anvertrauen. Rufen wir in diesem Geiste zu ihm mit den Worten, die Jesus uns zu beten gelehrt hat:
Gemeinde: Vater unser im Himmel …

Einladung zur Kommunion

Eine Hostie wird über der Schale gehalten.
Seht das Brot des Lebens. Seht Christus, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.
Gemeinde: Herr, ich bin nicht würdig …

Kommunionempfang
Orgelspiel
Der Leib Christi.
Die Hostienschale wird in den Tabernakel zurückgestellt. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Tabernakel schließen und zu den Sedilien zurückgehen.

Danklied
Die Gemeinde sitzt.
GL 393 »Nun lobet Gott im hohen Thron« oder
EH 139,1–3 »Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde« oder
Unterwegs 75 »Freuet euch im Herrn«

Schlussgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst.
Lasset uns beten.
Kurze Stille.
Guter Gott,
du hast uns mit dem Brot des ewigen Lebens gestärkt.
Lass deine Kraft in uns und durch uns wirken, damit die Welt deine Liebe in uns erkennt.
Darum bitten wir durch deinen menschgewordenen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.
Gemeinde: Amen.

Weiter mit den Mitteilungen 23

28 Gestaltungselement
Am Ende des Gottesdienstes können kleine Karten mit Glaubensbiografien verteilt werden. Als Beispiel sind hier Dietrich Bonhoeffer und Edith Stein angefügt. Es können aber beliebige andere Heilige (z. B. die Patronen der Gemeinde) hinzugefügt werden. Zahlreiche Biografien finden sich unter www.heiligenlexikon.de

Der/Die Leiter/in erklärt im Rahmen der Mitteilungen 23 dazu:
Wahrhaftigkeit zu leben und dem Glauben ein Gesicht zu geben ist nicht immer leicht. Vorbilder können uns dabei helfen. So möchte ich Sie einladen, sich am Ende des Gottesdienstes eine Glaubensbiografie mitzunehmen und sich von ihr inspirieren zu lassen.

Edith Stein
Edith Stein wurde 1891 als Kind jüdischer Eltern in Breslau geboren. Sie ist eine der großen Philosophinnen des 20. Jahrhunderts. 1922 ließ sie sich taufen und trat 1933 dem Orden der unbeschuhten Karmeliterinnen bei. Um sich vor der Verfolgung der Nationalsozialisten zu schützen, übersiedelte sie gemeinsam mit ihrer Schwester Rosa 1938 von Köln in das niederländische Echt. Da sie eine privilegierte Rettung von dort, aufgrund ihres Bekanntheitsgrades als Philosophin nur für sich, ohne ihre Schwester Rosa, ablehnte, wurde sie 1942 gemeinsam mit ihrer Schwester von den Nazis verhaftet und in Auschwitz ermordet.
»Der Nächste ist nicht der, den ich mag. Er ist ein jeder, der mir nahe kommt – ohne Ausnahme.«

Dietrich Bonhoeffer
Dietrich Bonhoeffer wurde 1906 in Breslau geboren. Als Professor für evangelische Theologie und Pfarrer lebte er lange Zeit in Berlin. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten beobachtete er mit großer Sorge und nicht lange danach organisierte er erste Widerstandsaktivitäten, die er bis zu seiner Verhaftung im Rahmen des fehlgeschlagenen Hitler-Attentats 1944 fortführte. Am 8. April 1945 wurde Bonhoeffer im KZ Flossenbürg ermordet.
»Die Kirche des Erfolges ist wahrhaftig noch lange nicht die Kirche des Glaubens.«

Martina Neugebauer-Renner

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