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WortGottesFeiern
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Leseprobe 1
Mariä Aufnahme in den Himmel
Im Blick auf Maria
Lesejahr A
Die Wurzeln des heutigen Festes, das im Süden Deutschlands auch als »Großer Frauentag« bezeichnet wird, reichen in die Zeit des Konzils von Ephesus zurück, das 431 den Titel der Gottesgebärerin für Maria bestätigte. Es wird in der katholischen Kirche wie in der Orthodoxie begangen. Der Glaube an eine leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel ist seit der alten Kirche bezeugt, er wurde 1950 durch Papst Pius XII. als Dogma anerkannt. In der Barockzeit fanden Altarbilder mit der Himmelfahrt Mariens große Verbreitung. Apokryphe Überlieferungen ab dem fünften Jahrhundert berichten, wie die Apostel beim Tod Mariens von ihren Missionsorten auf mystische Weise an das Sterbebett der Gottesmutter geführt worden seien. Ihr Leib sei von Christus nach der Bestattung sofort zu sich genommen worden, im Grab fanden die Apostel allein wohlduftende Blumen. An diese Legende erinnert der Brauch, am 15. August Kräuter und Blumen zu segnen.
Der Tag wird häufig mit großen Marienprozessionen begangen.

1 Einzug
Einzug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht. Der Einzug wird vom Kirchenportal aus begonnen; wenn Kinder teilnehmen, können sie vor den Ministrant/inn/en mit einziehen. Nach der gemeinsamen Verneigung (oder Kniebeuge) gehen sie an ihre Plätze.

2 Gesang zur Eröffnung
GL 522,1–3 »Maria aufgenommen ist« oder
EH 257,2–3 »Maria, Mutter, höre uns« oder
GL 526,1–4/Unterwegs 137,1–4 »Alle Tage sing und sage«

 3 Kreuzzeichen und liturgischer Gruß
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen.
Mit Maria loben und preisen wir ihren Sohn Jesus Christus, der seine Mutter heute in den Himmel aufgenommen hat.
Gemeinde: Amen.

4 Einführung
Heute schließt sich ein Lebenskreis: Maria war vom Beginn ihrer Existenz an ganz offen für Gott. So konnte sie in voller Freiheit ihr »Ja« sprechen, Mutter Christi zu werden. Maria hat mit Glauben und Vertrauen den Lebensweg ihres Sohnes begleitet, bis unter das Kreuz. Nach Ostern spielt sie eine wichtige Rolle in der Jerusalemer Gemeinde. Da Maria ohne Sünde war, konnte sie bei ihrem Heimgang gleich die Fülle der Ewigkeit erlangen. Heute öffnet sich aber auch ein neuer Lebenskreis: Denn was an Maria geschehen ist, soll sich einmal auch an uns erfüllen. So ist sie uns Mutter und Vorbild im Glauben.

5 Christusrufe

Herr Jesus Christus, du hast uns deine Mutter als Vorbild des Glaubens vor Augen gestellt. Kyrie eleison.
Gemeinde: Kyrie eleison.
Du hast deine Mutter Maria mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen. Christe eleison.
Gemeinde: Christe eleison.
Du willst auch uns einmal zu dir holen. Kyrie eleison.
Gemeinde: Kyrie eleison.

6 Eröffnungsgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Werkbuch S. 166 oder
Lasset uns beten.
Kurze Stille.
Treuer Gott,
du hast uns Maria als Vorbild des Glaubens geschenkt: Ganz offen für dich und dein Wort, hat sie in voller Freiheit »Ja« gesagt zu ihrer Berufung. Nicht ohne Ängste und Zweifel, aber voller Glauben und Vertrauen hat sie den Weg deines Sohnes begleitet.
Wir vertrauen uns ihrem Vorbild an und bitten: Hilf uns, unserer Berufung treu zu bleiben, damit auch wir wie Maria einmal zur Fülle des Himmels gelangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, im Heiligen Geist.
Gemeinde: Amen.

7 Hinführung zur ersten Lesung: Offb 11,19A;12,1–6A.10AB

Noch seufzen und stöhnen wir unter den Leiden dieser Zeit. Die heutige Lesung verwendet dafür das Bild von Geburtswehen. Maria wird uns als großes Hoffnungsbild vor Augen gestellt: Was sie schon erlangt hat, ist dem ganzen Gottesvolk verheißen.

8 Erste Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor. Die Gemeinde sitzt.
Lesung aus der Offenbarung des Johannes.
Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

9 Antwortgesang

GL 649/1 »Sei gegrüßt, Maria, voll der Gnade« mit Versen aus Psalm 45 (siehe Lektionar)

10 Hinführung zur zweiten Lesung: 1 Kor 15,20–27A
Als eine schnelle Wiederkunft Christi ausblieb, fragten die frühen Christen, was die Gläubigen nach ihrem Tod zu erwarten haben. Paulus macht deutlich: Jesus Christus ist nicht der Einzige, sondern der Erste der Entschlafenen. So wie er sind alle Gläubigen zur Auferstehung bestimmt. Maria hat dies bereits in ganzer Fülle an Leib und Seele erfahren.

11 Zweite Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor.
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther.
Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

12 Ruf vor dem Evangelium
Zum Halleluja-Ruf steht die Gemeinde.
GL 174/2 oder EH 25 oder Unterwegs 66
Der/Die Kantor/in singt den Ruf vor, die Gemeinde wiederholt.
Der Vers zum Halleluja findet sich im Lektionar vor dem Evangelium. Die Huldigung des Evangeliums kann erweitert werden, indem der Ruf nach dem Evangelium wiederholt wird. Zwei Ministrant/inn/en mit Leuchtern stehen rechts und links neben dem Ambo.

13 Evangelium: Lk 1,39–56
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
Gemeinde: Ehre sei dir, o Herr.
Kreuzzeichen auf Buch, Stirn, Mund und Brust.
Nach dem Evangelium:
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Gemeinde: Lob sei dir, Christus.

14 Ansprache
Die Gemeinde sitzt. Die Zwischenüberschriften werden nicht vorgetragen. Sie dienen nur der besseren Übersicht.

War es Zufall, dass nach den Wirren des Dreißigjährigen Krieges, der ganze Landstriche entvölkert hatte, ein Motiv bei den Altarbildern besonders populär wurde? Zahlreiche Barockkirchen zeigen bis heute ein Bild der Aufnahme Mariens über dem Altar. Es scheint, als sollte nach den Schreckensjahren, die viele Menschenleben gekostet hatten, ein Gegenbild aufgerichtet werden: Maria geht als ganzer Mensch, mit Leib und Seele ein in die Herrlichkeit des Himmels. Der Mensch darf nicht zugrunde gehen. Er ist für ein ewiges Ziel berufen – gleich, wie schlimm und grausam die Zeitumstände auch wüten mögen.
Ähnliches geschah nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Welt stand noch ganz unter dem Eindruck des verheerenden Krieges sowie der Verbrechen des Nationalsozialismus und Stalinismus, als Papst Pius XII. am 1. November 1950 die Lehre der Kirche bekräftigte, dass »Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde.« Die Antwort auf die menschenverachtenden Totalitarismen des zwanzigsten Jahrhunderts war eindeutig – und wurde unter den Bischöfen und Gläubigen damals auch so verstanden: Der einzelne Mensch hat einen unermesslichen Wert und eine unschätzbare Würde, die ihm vor Gott niemand rauben kann.

Christen versammeln sich um Maria, bis heute
Wenn wir auf Maria blicken, erkennen wir, wozu der Mensch berufen ist: Er soll Gottes Verheißungen wählen. Er darf auf Gott vertrauen und kann dabei Großes erwarten. Er muss sich seine Hoffnung nicht kleinreden lassen. Denn Gott wirkt Großes an seinem Volk – auch durch Menschen, von denen wir es nach irdischen Maßstäben nicht erwarten.
Maria hat dies selbst an sich erfahren. Wir haben es im Evangelium gehört: Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. – Gott richtet sein Volk wieder auf, wenn auch vielleicht anders, als sich viele in Israel das damals vorgestellt haben.
Maria hat auf Gottes Verheißungen vertraut. Sie hat an der Seite ihres Sohnes gestanden, bis zuletzt. Nach seiner Auferstehung wurde sie zu einer wichtigen Stütze der Jerusalemer Gemeinde. Ihr Glaubensvorbild gab den frühen Christen Halt und Kraft. Und so ist es geblieben – bis heute. An vielen Orten werden sich heute Gläubige zu Umgängen oder Lichterprozessionen versammeln, um Maria zu ehren und der Gottesmutter ihre Sorgen und Nöte anzuvertrauen.

An Maria erkennen wir, was allen Christen verheißen ist

Zu allen Zeiten hat sich die Kirche an Maria orientiert und aufgerichtet. Was Maria uns vorgelebt hat, besitzt Gültigkeit für immer – das gilt auch für das Ende ihres irdischen Lebens. So wie Maria vom Beginn ihres Daseins an von Gott auserwählt und gesegnet worden war, rein vom Makel der Sünde und voll der Gnade, musste sie auch am Ende ihres Lebens gleich zur Fülle des ewigen Lebens gelangen.
Doch was Maria im Tod zuteil geworden ist, ist kein Vorrecht, das allein ihr vorbehalten wäre: Was an Maria geschehen ist, ist durch die Auferstehung Jesu allen Christen verheißen – so schreibt es der Apostel Paulus an die Gemeinde in Korinth: In Christus sollen alle lebendig gemacht werden. Christus ist der Erste der Auferstandenen, nicht der Einzige. Schließlich folgen alle, die zu ihm gehören. In besonderer Weise wird uns dies heute von Maria gesagt. Dann – am Ende der Zeiten – wird schließlich der Tod für immer vernichtet.

Im Blick auf Maria erkennen wir den Wert jedes Einzelnen
Das ist das Größte, das Gott schaffen kann: In dieser Welt mag der Mensch der Vernichtung ausgesetzt sein. Wir haben im zwanzigsten Jahrhundert erlebt und erleben es bis heute, zu welchen Untaten Menschen gegenüber anderen Menschen fähig sein können. Vor Gott hingegen ist das Leben jedes Einzelnen wertvoll: so wertvoll, dass er seinen eigenen Sohn eingesetzt hat, um uns aus dem Tod zu retten.
Weil jeder Einzelne einen unendlichen Wert vor Gott hat, darf der Mensch niemals verzweckt werden: weder für politische noch für wirtschaftliche Zwecke, und auch nicht für kirchliche.Jeder Einzelne hat einen Wert an sich – einen unendlichen Wert, der ihm vor Gott und durch Gott zukommt. Dies erkennen wir, wenn wir auf das Bild der mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommenen Gottesmutter blicken.
Stille

15 Antwort der Gemeinde: Kräutersegnung
Kräuter dienen der Heilung und dem Wohlbefinden der Menschen. Sie sind für uns ein Zeichen für das Heil, das Gott uns schenken will. An Maria ist Gottes Heil in ganzer Fülle deutlich geworden. Viele Kräuter und Blumen werden seit alters her symbolisch mit Maria in Verbindung gebracht. Maria ist die erste und einzigartige Erntegabe aus Gottes Schöpfung. Ihre Fürsprache hilft uns, dass auch wir einmal die Fülle des Heiles erreichen. Als Zeichen hierfür segnen wir an ihrem Festtag – zu Beginn der Erntezeit – duftende Kräuter und Blumen.
Kräutersegnung (Benediktionale, S. 63–65)
Gestaltungselement siehe 28

16 Friedenszeichen
Gott erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. So hat Maria gesungen.
Geben wir einander ein Zeichen der Barmherzigkeit und des Friedens.

17 Kollekte
Die Gemeinde sitzt.
Gott erweist sich solidarisch mit denen, die hungern und Not leiden. Daher sind auch wir berufen, Barmherzigkeit zu üben. Heute erbitten wir ein Zeichen der Solidarität mit … Vergelt’s Gott.
Orgelspiel oder
GL 395,1–3/Unterwegs 145,1–3 »Den Herren will ich loben« oder
EH 256 »Groß sein lässt meine Seele den Herrn« oder
Unterwegs GL 141 »Magnificat anima mea Dominum«

18 Festtäglicher Lobpreis

Der/Die Leiter/in geht an einen geeigneten Ort. Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Die Gemeinde steht.
Gott hat Großes an Maria gewirkt. Im Blick auf Maria erkennen wir sein Wirken an uns Menschen: Gott hat den Menschen ins Dasein gerufen. Er hat dem Menschen seine Verheißungen gegeben. Als der Mensch sich von Gottes Verheißungen getrennt hat, hat er ihn nicht aufgegeben. In der Geburt seines Sohnes aus Maria hat er uns neues Leben geschenkt. Gott will dem Menschen ewige Gemeinschaft bei ihm schenken – so wie Maria sie schon erlangt hat. Wie Maria in ihrem Lobgesang, wollen auch wir nun Gottes barmherziges Wirken an uns loben und preisen:
Siehe Werkbuch S. 180–181.
Die folgende Akklamation wird beim ersten Mal vorgesungen und dann von allen wiederholt. Anstelle der gesungenen Akklamation kann der folgende Ruf auch jeweils gesprochen werden.
V/A: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott.
Alles, was du geschaffen hast, ist gut.
Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«

Die Welt kündet deine Weisheit und Größe.
Der Mensch kann dich erkennen und dir dienen.
Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«

Du lässt uns in der Sorge um die Welt nicht allein.
In Jesus Christus ist uns deine Liebe erschienen.
Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«

Auf ihn hin ist alles geschaffen;
er schenkt uns die Fülle des Lebens.
Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«

Er heilt die Wunden der Schöpfung
und gibt uns unzerstörbare Hoffnung.
Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«

Er ist der Anfang einer neuen Schöpfung;
durch ihn willst du die Welt vollenden.
Gemeinde: GL 401 »Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.«

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn.
Im Heiligen Geist versammelt, stimmen wir ein in den Lobgesang der himmlischen Chöre:

19 Hymnus
GL 173/1–2 »Ehre sei Gott in der Höhe« oder
EH 13 »Ehre sei Gott in der Höhe« oder
GL 168/2/ EH 11/Unterwegs 164 »Ehre Gott in der Höhe«

20 Fürbitten
Im Vertrauen auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria, die in den Himmel aufgenommen wurde, tragen wir ihrem Sohn unsere Anliegen vor:

- Maria war vollkommen bereit, dem Ruf Gottes zu folgen. Hilf den jungen Menschen (in unserer Gemeinde), ihre Berufung zu erkennen. Christus, höre uns.
Gemeinde: Christus, erhöre uns.
- Maria hat dir die Treue gehalten bis unter das Kreuz. Stärke unsere Brüder und Schwestern, deren Glaube durch Schicksalsschläge auf eine schwere Probe gestellt wird. Christus, höre uns.
- Versammelt um Maria, haben die ersten Christen um das Kommen des Heiligen Geistes gebetet. Schenke Rat und Klugheit denen, die uns regieren, damit ihre Entscheidungen zum Frieden unter den Völkern und zur Wohlfahrt unseres Landes beitragen. Christus, höre uns.
- Maria ist mit Leib und Seele in die Freude des Himmels eingegangen. Führe unsere lieben Verstorbenen in die Gemeinschaft mit deiner Mutter und allen Heiligen. Christus, höre uns.

Zu den Fürbitten kann von Kindern Weihrauch eingelegt oder eine Kerze entzündet werden. Sie können sich mit einer Fürbitte beteiligen.
Falls eine Kommunionfeier vorgesehen ist, siehe 27

21 Vaterunser
Beim Vaterunser können die Kinder an einem geeigneten Ort im Chorraum oder im Mittelgang vor dem Altar stehen. Sie können das Vaterunser mit geöffneten Händen beten wie alle mit ihnen Versammelten.
Voll Vertrauen rufen wir zu Gott, unserem Vater:
Gemeinde: Vater unser im Himmel …

22 Danklied
Die Gemeinde sitzt.
GL 537,1–2.5–6 »Ave Maria, gratia plena« oder
EH 258 »Lobe den Herrn, meine Seele« oder
GL 405,1–2/Unterwegs 78,1–2 »Nun danket alle Gott«

23 Mitteilungen


24 Segensbitte
Während der Segensbitte können die Eltern den Kindern die Hände auf legen.
Mit Maria beten wir: Gott nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Und der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes komme auf uns herab und bleibe bei uns allezeit.
Gemeinde: Amen.

25 Entlassung
Singet Lob und Preis.
Gemeinde: Dank sei Gott, dem Herrn.
Danach Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht.

26 Auszug
Auszug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Orgelnachspiel.

27 Kommunionfeier
Abschluss der Fürbitten
Herr Jesus Christus, als du am Kreuz hingst, hast du Maria uns allen zur Mutter gegeben. Erhöre auf ihre mütterliche Fürsprache unsere Bitten, die wir ausgesprochen haben oder still für uns im Herzen tragen.
Gemeinde: Amen.

Hinweis auf die eucharistische Gemeinschaft

Jesus Christus ist in unserer Mitte. Er ist gegenwärtig in seinem Wort, das wir gehört haben, und in der Gestalt des Brotes, das uns jetzt geschenkt wird. Das eucharistische Brot verbindet uns mit der Eucharistiefeier …
Möglichkeit 1: in … (Gemeinde, aus der die Eucharistie übertragen wurde)
Möglichkeit 2: die wir am vergangenen … hier gefeiert haben.

Bereitung des Altars – Übertragung des Allerheiligsten

Orgelspiel oder
GL 528,2–3 »Das helle Licht der Ewigkeit« oder
EH 257,2–3 »Maria, Mutter, höre uns« oder
GL 411,1–3/EH 271,1–3/Unterwegs 79,1–3 »Erde, singe, dass es klinge«
Während des Orgelspiels oder Lieds gehen Gottesdienstleiter/in, Kommunionhelfer/in und Ministrant/inn/en mit Leuchtern zum Eingang (wenn das eucharistische Brot übertragen wird) oder zum Tabernakel. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Prozession zum Altar. Die Hostienschale wird in die Mitte des Altares gestellt. Danach knien alle.

Stille Anbetung
Jesus Christus ist leibhaft in unserer Mitte gegenwärtig. (Die Geheimnisse des Glorreichen Rosenkranzes wollen uns heute leiten, ihn anzubeten und ihm zu danken.)
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, der du von den Toten auferstanden bist. – Wir loben dich, wir preisen dich.
Gemeinde: Wir loben dich, wir preisen dich.
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, der du zum Himmel aufgefahren bist.
Gemeinde: Wir loben dich, wir preisen dich.
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, der du uns den Heiligen Geist gesandt hast.
Gemeinde: Wir loben dich, wir preisen dich.
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, der du deine jungfräuliche Mutter in den Himmel aufgenommen hast.
Gemeinde: Wir loben dich, wir preisen dich.
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, der du deine Mutter im Himmel gekrönt hast.
Gemeinde: Wir loben dich, wir preisen dich.
Angemessene Zeit des stillen Gebets.

Vaterunser

Alle stehen.
Voll Vertrauen rufen wir zu Gott, unserem Vater:
Gemeinde: Vater unser im Himmel …

Einladung zur Kommunion
Eine Hostie wird über der Schale gehalten.
Seht das Brot des Lebens. Seht Christus, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.
Gemeinde: Herr, ich bin nicht würdig …

Kommunionempfang
Orgelspiel
Der Leib Christi.
Die Hostienschale wird in den Tabernakel zurückgestellt. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Tabernakel schließen und zu den Sedilien zurückgehen.

Danklied
GL 537,1–2.5–6 »Ave Maria, gratia plena« oder
EH 258 »Lobe den Herrn, meine Seele« oder
GL 405,1–2/Unterwegs 78,1–2 »Nun danket alle Gott«

Schlussgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst.
Lasset uns beten.
Kurze Stille.
Getreuer Gott,
die Speise, die wir empfangen haben, lässt uns schon jetzt erfahren, was uns in Fülle einmal verheißen ist: ewige Gemeinschaft mit dir und deinem Sohn, Jesus Christus.
Lass uns an der Hand seiner Mutter Maria immer weiter voranschreiten auf das Ziel hin, zu dem du uns geschaffen hast.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Gemeinde: Amen.
Weiter mit den Mitteilungen 23

28 Gestaltungselement
Nach der Kräuter- und Blumensegnung:
In der Tradition der Kirche wurden Aussagen des Alten Testamentes über die göttliche Weisheit auf Maria bezogen, beispielsweise Worte aus dem Buch Jesus Sirach. Die Worte preisen Marias Anmut und Schönheit. Maria ist schön, weil sie frei von Sünde war und ganz offen für den Ruf Gottes. Darum durfte sie auch die Verwesung nicht schauen und musste mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen werden. Die Worte aus dem Buch Jesus Sirach laden uns ein, Maria zu ehren, indem wir ihr Bild mit den gesegneten Kräutern und Blumen schmücken.

In einer Prozession ziehen die Mitfeiernden zu einem Bild oder einer Figur der Gottesmutter und schmücken ihr Bildnis mit einem Teil der gesegneten Kräuter und Blumen. Währenddessen erklingt leises Orgelspiel und werden in meditativer Form folgende Worte aus dem Buch Jesus Sirach vorgetragen (Sir 24,17–22):

Wie ein Weinstock trieb ich schöne Ranken,
meine Blüten wurden zu prächtiger und reifer Frucht.
Ich bin die Mutter der schönen Liebe,
der Gottesfurcht,
der Erkenntnis
und der frommen Hoffnung.
In mir ist alle Lieblichkeit des Weges und der Wahrheit,
in mir alle Hoffnung des Lebens und der Tugend.
Kommt zu mir, die ihr mich begehrt,
sättigt euch an meinen Früchten!
An mich zu denken ist süßer als Honig,
mich zu besitzen, ist besser als Wabenhonig.
Mein Andenken reicht bis zu den fernsten Generationen.
Wer mich genießt, den hungert noch,
wer mich trinkt, den dürstet noch.
Wer auf mich hört, wird nicht zuschanden,
wer mir dient, fällt nicht in Sünde.
Wer mich ans Licht hebt, hat ewiges Leben.

Zum Abschluss kann gesungen werden:
GL 531,1–3 »Sagt an, wer ist doch diese« oder
GL 527,1–4 »Ave Maria zart« oder
GL 390/EH 97/Unterwegs 140 »Magnificat, magnificat«
Wenn möglich, kann dabei auch das geschmückte Bild der Gottesmutter durch die Kirche getragen werden.
Weiter mit Friedenszeichen 16

Axel Bernd Kunze

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