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WortGottesFeiern
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Einführung
Heiliges Spiel
Mit dieser Ausgabe bieten wir Wortgottesfeiern zu den wichtigsten Gottesdiensten im Kirchenjahr an, zu den »Drei Österlichen Tagen vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung des Herrn« – Gründonnerstag bis Ostern.

Schon ab dem 4. Jahrhundert entfaltete die kirchliche Liturgie die Feier von Tod und Auferstehung Jesu in mehrere Tage und Gottesdienste. So sind bis heute die Gottesdienste zu Gründonnerstag, Karfreitag und die Osternacht einzigartige Gottesdienste, sowohl von der Uhrzeit als auch von ihrer Gestaltung. Mehr als sonst wird dort das, was gefeiert wird, nicht nur vollzogen, sondern auch dargestellt und »gespielt«. Das beginnt schon an Palmsonntag, wenn die Gemeinde in Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem sich vor der Kirche versammelt und mit Zweigen in den Händen in die Kirche einzieht. Das setzt sich am Gründonnerstag fort mit der abendlichen Feier und dem Vollzug der Fußwaschung wie damals im Abendmahlsaal. An Karfreitag versammelt sich die Gemeinde bewusst zur Todesstunde Jesu und gedenkt in Stille und im Hören der Passion des Leidens und Sterbens Jesu. Die Osternacht ist reich an Symbolik: Dunkel und Licht, das sich Hineinbegeben in die Heilsgeschichte, Wasserweihe und Tauferinnerung und die festliche Feier der Eucharistie.

Der Theologe Romano Guardini, einer der Wegbereiter der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils, bezeichnete die Liturgie als »Heiliges Spiel«. In der Liturgie geht es wie bei einem Spiel darum, etwas darzustellen und nachzuvollziehen. Anders aber als bei einer Vorführung spielen nicht einige wenige und die anderen schauen zu, sondern die ganze Gemeinde ist beteiligt. Indem wir uns auf diese Feiern einlassen, bleiben wir nicht außen vor, sondern es geschieht etwas an uns. Wenn wir das Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu Christi mitfeiern, nehmen wir teil an der Erlösung, die Gott an den Menschen getan hat und die bis in unsere Wirklichkeit hinein wirkt. Gott handelt auch an uns.

In den einzelnen Feiern schwingen Themen und Fragen mit, die uns bewegen und die ein Spiegelbild unseres Lebens sein können: Der Palmsonntag konfrontiert uns mit der Brüchigkeit von Anerkennung und Ruhm. Am Gründonnerstag geht es um Hingabe, einander Annehmen, Abschiede und das Annehmen von Leid. Am Karfreitag sehen wir dem eigenen Leid und dem Leid der Welt ins Gesicht und muten uns zu, es auszuhalten. In der Osternacht schließlich feiern wir das Leben, das stärker ist als der Tod und das immer wieder einen Neubeginn schenkt.

Wenn an diesen Tagen Wortgottesfeiern gefeiert werden, ist es nicht einfach, adäquate Formen zu finden. Vor allem an Gründonnerstag und in der Osternacht wird man die Eucharistie vermissen. Die Modelle in diesem Jahr orientieren sich stark an der offiziellen Liturgie; in früheren Jahren haben wir auch alternative Formen wie Ölbergandachten, Kreuzwegmeditationen und Licht- oder Vigilfeiern angeboten.

In allen Formen kann etwas von dem »Heiligen Spiel« aufleuchten, das uns einbezieht und berührt. »Im Spiel der Liturgie spielen wir uns in die eigentliche Wirklichkeit unseres Lebens hinein, in das Geheimnis der Erlösung und Befreiung durch Jesus Christus«. (Anselm Grün/Michael Reepen, Heilendes Kirchenjahr, Münsterschwarzach 1985, S. 12.)

Gesegnete Ostern wünscht

Beate Jammer

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