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WortGottesFeiern
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Leseprobe 1
Adventsandacht
Licht im Dunkel
Lesejahr C

Zu Beginn ist die Kirche dunkel. Lediglich die Kerzen am Adventskranz brennen (je nach der entsprechenden Adventswoche). Zum ersten Lied wird das Licht eingeschaltet (evtl. dimmen).
Für jede/n Teilnehmende/n liegt eine Kerze bereit.
Alle sitzen still auf ihrem Platz. Es ist Stille im Kirchenraum.

1 Begrüßung
Guten Abend an euch alle hier in unserer Kirche. Wir wollen in der Adventszeit miteinander sein, dem Geburtsfest Gottes in unserem Menschsein mit ganzem Herzen ein Stück näher kommen. Die Kerze(n) am Adventskranz brennt und leuchtet (brennen und leuchten). Sie gibt (geben) Licht. Dieses Licht soll heute Abend bis in unser Inneres hineinstrahlen. Es soll mit unseren eigenen Lebensstrahlen Kontakt bekommen. Das Licht kann uns anziehen und mitnehmen. Dafür wollen wir uns beseelen lassen.
Setzen wir das Zeichen, unser Kennzeichen, an diesen Anfang: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen.

2 Impuls
Gönnen wir uns diese Abendzeit und schauen dem Brennen der Kerze(n) an unserem Adventskranz zu.
In unserem Hinschauen und Betrachten möchten uns ein paar wenige Fragen dazu leiten und mehr und mehr führen. Es sind unsere eigenen, ganz persönlichen Antworten, die in unserer Seele aufklingen. Und wir alle haben dazu unsere ganz eigene Geschichte und Besonderheit.

Zu den nun folgenden Impulsfragen kann leise Musik erklingen.
- Welche Bilder entstehen in mir beim Ansehen der brennenden Kerze(n)?
Zeit des Nachdenkens
- Wo brennen Kerzen in meinem Alltag und in meiner Umgebung?
Zeit des Nachdenkens
- Wann zünde ich mir eine Kerze an?
Zeit des Nachdenkens
- Wie empfinde ich das Licht einer brennenden Kerze?
Zeit des Nachdenkens
- Welche Stimmung erzeugt in mir das Licht einer Kerze?
Zeit des Nachdenkens
- Wie wertvoll ist mir in dieser Zeit das Licht?
Zeit des Nachdenkens
- Wem kann ich ein Licht anzünden in dieser Zeit?
Zeit des Nachdenkens

3 Lied
GL 111,1–3 »Die Nacht ist vorgedrungen« oder
EH 278 »Ein Licht, in dir geborgen« oder
Unterwegs 41 »Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht«

4 Schriftlesung: LK 11, 33 – 36
Eine Lektorin/ein Lektor liest die Schriftlesung.
Wir hören ein Wort aus dem Lukasevangelium:
»Niemand zündet ein Licht an und stellt es in einen versteckten Winkel oder stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf einen Leuchter, damit alle, die eintreten, es leuchten sehen. Dein Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird auch dein ganzer Körper hell sein. Wenn es aber krank ist, dann wird dein Körper finster sein. Achte also darauf, dass in dir nicht Finsternis statt Licht ist. Wenn dein ganzer Körper von Licht erfüllt und nichts Finsteres in ihm ist, dann wird er so hell sein, wie wenn die Lampe dich mit ihrem Schein beleuchtet.«

5 Ansprache
In wenigen Tagen feiern wir auch deshalb unser großes Fest. Niemand ist davon ausgeschlossen. Die Wirklichkeit des eigenen Lebens und der vielen ist sehr bunt. Weihnachten gilt vielen als Fest der Familie. Doch das ist nur ein Akzent. Schauen wir uns einmal um in unserer Umgebung, in unserer Kirche, in unserem Leben: Da gibt es mehr als nur Menschen, die als Familie zusammen leben. Da sind Alleinerziehende. Da sind verwitwete Frauen und Männer. Da sind homosexuelle Menschen. Da sind Menschen, die allein leben und es wollen. Da sind Menschen, die einen liebenden Partner vermissen. Ihnen gilt wie allen das Licht der Weihnachtsbotschaft.
Weihnachten ist nicht primär ein Familienfest, sondern das Fest des in die Welt gekommenen Lichtes, des Lichtes für alle Menschen.
Wir alle spüren unsere Freude, auch manchmal das Traurige, das Leidvolle. Jede und jeder von uns kennt seine innersten Fragen und entdeckten Antworten, kennt etwas vom eigenen Geheimnis. Alles davon ist wahr. Auch jeder Zweifel und jede besondere Lust. Wir sind alle lichterfüllte Menschen, Personen, durch die hindurch im eigenen Leben Gottes wirkliche Nähe aufscheint.
Ich möchte Sie/Euch einladen, auf den bereitgelegten Zetteln die eigenen Gedanken, Erfahrungen, Fragen oder Entdeckungen aufzuschreiben. Es muss nichts sortiert oder ausformuliert sein. Es soll aus dem eigenen Hören, Fühlen oder auch Nachdenken kommen können. Etwa 8 Minuten lang wollen wir uns dafür Zeit nehmen. Solange, wie sonst eine Predigt auch in etwa dauert. Denn das ist es auch: die jeweils eigene Verkündigung und wie wir für uns selber das Wort Gottes hören und verstehen.
Danach bekommt jede und jeder ein Licht und zündet es an einer Kerze des Adventkranzes an. Und wer will, kann seine Gedanken allen mitteilen. Wer es lieber in eigener Stille behalten will, legt sein Geschriebenes zu den Lichtern am Adventskranz hinzu.
Es ist unser eigenes Leuchten, das sich mit dem Licht Gottes in unserem Leben verbindet. Und wie die Kerzen am Adventskranz ausstrahlen und Licht verströmen, so haben wir alle auch mit unserem Leben reichhaltig beizutragen zu unserem gemeinsamen Glauben.

6 Meditation
Die Teilnehmenden bekommen Zettel und Stift ausgehändigt. Zum Schreiben sind etwa 8 Minuten Zeit.
Das Schreiben kann begleitet werden von leiser Musik.

7 Anzünden der Lichter und Auslegung des Evangeliums
Alle sind jetzt eingeladen und gebeten, ein Licht am Adventskranz anzuzünden. Wer möchte, kann uns zugleich seine Predigt zum Evangelientext laut vortragen oder auch nur einen Gedanken dazu formulieren.

Wenn alle wieder an ihrem Platz sind:

8 Lied:
GL 108,1.3–4 »Komm, du Heiland aller Welt« oder
EH 240/Unterwegs 69 »Sei gegrüßt, Herr Jesus«

9 Vaterunser
Gott will immer in uns sein. Sein Wille ist, dass wir uns finden lassen. Er will das Licht in unserem Inneren sein. Seinen Glanz will er aus unseren Augen und Herzen versprühen und das Leben zum Leuchten bringen. Dafür will er Mensch werden.
Er kennt alle unsere innersten Gedanken, unser Sehnen, unser Erwarten, unsere Lasten und Sorgen und alle unsere einsamen und geheimsten Bitten wie auch Freuden. Mit seinem Gebet möchte er unsere Herzen in Bewegung halten. All unser Eigenes wollen wir in sein Gebet legen:
Gemeinde: Vater unser ...

10 Segensbitte
Das Menschsein Gottes ist für jede und jeden von uns Segen. In unserer jeweiligen Lebenssituation ist niemand allein gelassen. In unserem Atmen holt Gott in uns Luft. Seine unmittelbare Nähe erwarten wir. Auf sein Dasein gehen wir zu. Gott will in uns da sein. Er kommt, damit wir ohne Ende in seinem Licht voller Segen sind. Diesen Segen wollen wir für uns und alle, die uns am Herzen liegen, von ihm jetzt erbitten: Guter Gott, sei in uns, sei durch uns, sei mit uns. So komm du zu uns und segne uns in deinem Namen. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen.

11 Lied
GL 111,4–5 »Noch manche Nacht wird fallen« oder
EH 249 »Im Jubel ernten« oder
Unterwegs 47 »Wenn wir das Leben teilen«

12 Entlassung
Lasst uns in seinem Frieden gehen und seinen Segen miteinander und allen uns Lieben teilen.
Gemeinde: Dank sei Gott, dem Herrn.

Otmar Maas

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