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WortGottesFeiern
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einer Wort-Gottes-Feier
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Leseprobe 2
Weißer Sonntag/Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit
Lesejahr C
Sei nicht ungläubig sondern gläubig

Das Evangelium vom »ungläubigen Thomas« wird jedes Jahr am Sonntag nach Ostern gelesen und spricht so den Zweifel an der Auferstehung direkt an. In der Gestaltung dieser Wort-Gottes-Feier wird dieser Text in den Mittelpunkt gestellt und es wird ernst genommen, dass viele Menschen mit der Botschaft von Ostern Mühe haben. Diese Anfragen und Zweifel sollen in der Feier angesprochen und aufgegriffen werden, so wie auch die Evangelien selbst es tun.
Sollte an diesem »Weißen Sonntag« in einer anderen Gemeinde der Seelsorgeeinheit Erstkommunion gefeiert werden, so kann dies in der Einführung aufgegriffen und eine zusätzliche Fürbitte entsprechend formuliert werden.

1 Einzug

Einzug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht.

2 Gesang zur Eröffnung

GL 222 »Nun freue dich, du Christenheit« oder
EH 204/Unterwegs 152 »Surrexit Dominus vere«

3 Kreuzzeichen und liturgischer Gruss
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen.
Der auferstandene Herr Jesus Christus ist bei uns heute und alle Tage bis in Ewigkeit.
Gemeinde: Amen.
Gestaltungselement siehe 28

4 Einführung
Für die Jünger Jesu war das entscheidende Erlebnis die Erfahrung von Ostern, so wie sie heute im Evangelium beschrieben wird: Der Herr ist in ihrer Mitte, sie hören sein Wort, sein Geist macht ihnen Mut, sie lassen sich von ihm in die Welt senden.
Wir glauben daran, dass der Auferstandene auch hier unter uns gegenwärtig ist. Wir wollen auf sein Wort hören und uns durch diese gottesdienstliche Feier in unserem Glauben stärken lassen.
Wir wollen Jesus Christus, unseren Herrn, nun im Kyrie in unserer Mitte grüßen.

5 Christusrufe
Herr Jesus Christus, du bist der Erste und der Letzte und der Lebendige. Herr, erbarme dich.
Gemeinde: Herr, erbarme dich.
Du lebst in alle Ewigkeit. Christus, erbarme dich.
Gemeinde: Christus, erbarme dich.
Du bist unser Herr und Gott. Herr, erbarme dich.
Gemeinde: Herr, erbarme dich.

6 Eröffnungsgebet

Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Werkbuch S. 87 oder
Lasset uns beten:
Kurze Stille.
Herr, unser Gott,
von ganzem Herzen wollen wir daran glauben, dass du uns nahe bist und es gut mit uns meinst. Und doch zweifeln wir manchmal und sind auf der Suche nach Gewissheit, auf der Suche nach deiner spürbaren Nähe.
Rühr du uns an. Lass uns offen sein für dein Wort, das verwandeln und heil machen kann.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Gemeinde: Amen.

7 Hinführung zur Ersten Lesung: Apg 5,12–16
Die Erste Lesung lässt uns einen Blick tun auf das Wirken der Apostel. Beeindruckend ist, welche Wirkkraft sie aus dem Glauben haben. Beeindruckt sind auch die Zeugen ihrer Wunder.

8 Erste Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor. Die Gemeinde sitzt.
Lesung aus der Apostelgeschichte.
Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

9 Antwortgesang
GL 236/1»Das ist der Tag, den der Herr gemacht« mit GL 236/2 (Psalm 118)

10 Hinführung zur Zweiten Lesung: Offb 1,9–11a.12–13.17–19
Dem Auferstandenen begegnen, ihn in seiner göttlichen Herrlichkeit sehen, seine Stimme hören: diese buchstäblich umwerfende Vision beschreibt der Seher Johannes in der Zweiten Lesung aus der Buch der Offenbarung, dem letzten Buch des Neuen Testaments. Auch wenn der, der begegnet, wie ein Mensch aussieht, so löst die Erscheinung doch Angst und Schrecken aus.

11 Zweite Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor.
Lesung aus der Offenbarung des Johannes.
Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

12 Ruf vor dem Evangelium
Zum Halleluja-Ruf steht die Gemeinde.
GL 221 (nur Halleluja-Ruf)
Der/Die Kantor/in singt den Ruf vor, die Gemeinde wiederholt.
Der Vers zum Halleluja findet sich im Lektionar vor dem Evangelium. Die Huldigung des Evangeliums kann erweitert werden, indem der Ruf nach dem Evangelium wiederholt wird. Zwei Ministranten/Ministrantinnen mit Leuchtern stehen rechts und links neben dem Ambo.

13 Evangelium: Joh 20,19–31
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
Gemeinde: Ehre sei dir, o Herr.
Kreuzzeichen auf Buch, Stirn, Mund und Brust.
Nach dem Evangelium:
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Gemeinde: Lob sei dir, Christus.

14 Ansprache
Die Gemeinde sitzt.
Die Zwischenüberschriften werden nicht vorgetragen. Sie dienen nur der besseren Übersicht.

Der Zweifel an der Auferstehung

»Die unglaublichste Geschichte der Welt. Nichts klingt unwahrscheinlicher als die Auferstehung Jesu. Warum feiern Milliarden Christen trotzdem Ostern?«
So titelte eine Wochenzeitung letztes Jahr an Ostern. Dieselbe Reaktion begegnet einem oft, wenn man mit Jugendlichen über die Auferstehung Jesu Christi spricht. »Tot ist tot« wird da formuliert, und ganz praktisch wird dann überlegt, wie das denn gehen soll, dass einer wieder aus dem Grab steigt, der nachweislich tot war.
Die Episode mit dem Apostel Thomas ist also richtig modern und aktuell und seine Forderung ist völlig nachvollziehbar für vernünftige Menschen: »Ich glaube erst, wenn ich sehe. Ich glaube erst, wenn ich mit meinen Händen greife, spüre, begreife. Ihr könnt mir erzählen, was ihr wollt. Wo sind die Beweise, empirisch bitte, also messbar, kontrollierbar, wiederholbar? Dann, ja dann glaube ich.«
Und ist es bei uns hier anders? Sind Menschen, die sonntags in die Heilige Messe gehen, zweifellos gläubig? Oder gibt es auch bei uns eine solche kleine Zweifelecke, in der der Verstand vernehmlich Einspruch erhebt und diese Sache mit der Auferstehung in Frage stellt?

Darf man zweifeln?

Darf man das denn, zweifeln? Da klingen dann so Sätze im Ohr: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Oder der Satz im heutigen Evangelium: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
Wenn wir an der Auferstehung zweifeln, dann sind wir in guter Gesellschaft. Schon in den Evangelien scheint es die angemessene und natürliche Reaktion auf die Osterbotschaft zu sein. In der Osternacht haben wir die Reaktion der Jünger auf die frohe Botschaft der Frauen gehört: »Die Apostel hielten das alles für Geschwätz und glaubten ihnen nicht.« Die Jünger zweifeln die Aussage der Frauen an, nicht nur weil Frauen als Zeugen einfach unglaubwürdig waren, sondern auch, weil diese ganze Sache mit der Auferstehung so unglaublich war. Wo gibt es das denn, dass ein zu Tode Gemarterter wieder aufsteht? Auch die Sätze des Thomas zeigen, dass da sein Zweifel wohnt. Er will den Gekreuzigten, er will den von Wundmalen Gezeichneten sehen. Thomas stellt sich diese Auferstehung, von der seine Freunde sprechen, quasi als eine Belebung des Leichnams vor.

Die Leerstelle im Text

Und dann? Es lohnt sich, bei dieser Geschichte genau zu lesen. Jesus tritt in ihre Mitte, die Türen sind verschlossen. Es ist deutlich: Da passiert etwas, das nicht geht. Kein Mensch kann durch verschlossene Türen gehen. Und dieser Jesus geht offensichtlich auf die Bedingungen des Thomas ein. Mit den Händen soll er ihn berühren. Und was tut Thomas? Es gibt verschiedene Gemälde, in denen diese Szene dargestellt ist. Gezeigt wird Thomas, wie er Jesus berührt. Aber: Der Evangelist Johannes beschreibt das nicht. Da ist eine Leerstelle in der Geschichte. Und das scheint dem Evangelisten wichtiger zu sein als ein handfester Beweis. Die Leerstelle – da passiert es, da wandelt sich Zweifel in Glaube, da wird Thomas im Innersten angerührt, bricht es aus ihm heraus: Mein Herr und mein Gott! Wie ist das geschehen?
Ich glaube nicht, dass da tatsächlich eine Berührung stattfand im Sinne von betasten, anfassen, überprüfen. Diese Berührung fand offensichtlich auf einer anderen Ebene statt. Etwas muss da geschehen sein, etwas, das nicht mit Händen zu greifen ist, im Innern, im Herzen, und Thomas kann dadurch dieses große Glaubensbekenntnis sprechen: Mein Herr und mein Gott! Da findet einer zum Glauben, ist angerührt vom Göttlichen und ergriffen, erschüttert und vollkommen überzeugt mit jeder Faser seiner Existenz.

Zwei Entdeckungen im Text

Und was tun wir jetzt mit dieser Geschichte? Was tun, wenn dieser Sprung in den Glauben nicht geschieht, nicht gelingt? Was tun, wenn da nichts ist, was so wie bei Thomas diese große innere Gewissheit herstellt?
Zwei Hinweise gibt uns das heutige Evangelium.

Zum Einen: Thomas hätte ja auch gehen können. Zerfressen von Zweifeln und voller Misstrauen dem Glaubenszeugnis der anderen gegenüber, hätte er ja auch sagen können: Also Freunde, ohne mich, bildet euch ein, was ihr wollt, aber da mach ich nicht mit. Aber: Er ist da geblieben. Er hat mit sich und mit dieser Herausforderung gekämpft. Zweifeln, und da bleiben. Zweifeln und diesen Gott herausfordern. Zweifeln und Bedingungen stellen – auch das ist Gebet. Und trotzdem und in Treue auf das warten, was jenseits dieses Zweifels möglich sein wird. Es geht darum, diese Leerstelle offen zu halten.
Der zweite Hinweis: Die sonntägliche Versammlung der Gemeinde im Gottesdienst ist wichtig. Die Thomasgeschichte geschieht am achten Tag nach Ostern in der versammelten Jüngergemeinde. Es war wichtig, dass da Männer und Frauen waren, die schon an den Auferstandenen glaubten. In dieser Glaubensgemeinschaft konnte Thomas finden, wonach er suchte. In Zeiten des Zweifelns und der Fragen ist es gut, trotz allem festzuhalten an der guten Gewohnheit des Kirchgangs, an überkommenen und eingeübten Ausdrucksformen des Glaubens. Da ist Treue gefragt und Durchhaltevermögen.
Vielleicht geschieht es ja dann irgendwann und dieser Satz wird möglich: Mein Herr und mein Gott.
Stille

15 Antwort der Gemeinde: Glaubensbekenntnis
Thomas bekennt seinen Glauben mit dem Ausruf »Mein Herr und mein Gott«. Wir tun dies nun mit den Worten des Apostolischen Glaubensbekenntnisses.
Gemeinde: Ich glaube an Gott ...

16 Friedenszeichen
»Friede sei mit euch!« – so spricht Jesus seine Jünger an. Auch wir dürfen einander diesen Gruß jetzt sagen. Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens.

17 Kollekte
Die Gemeinde sitzt.
Die heutige Kollekte ist für ... bestimmt. Vielen Dank für Ihren Beitrag dafür.
Orgelspiel

18 Sonntäglicher Lobpreis
Der/Die Leiter/in geht an einen geeigneten Ort. Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Die Gemeinde steht.
Lasst uns einstimmen in den Sonntäglichen Lobpreis.
Siehe Werkbuch S. 178–179
Die folgende Akklamation wird beim ersten Mal vorgesungen und dann von allen wiederholt. Anstelle der gesungenen Akklamation kann der folgende Ruf auch jeweils gesprochen werden.
V/A: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes des Vaters. (GL 174)

Menschenfreundlicher Gott,
Vater unseres Herrn Jesus Christus,
so sehr hast du die Welt geliebt,
dass du uns deinen einzigen Sohn gabst,
damit jeder, der an ihn glaubt,
nicht zugrunde geht,
sondern das ewige Leben hat.
Gemeinde: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes des Vaters.

Wir preisen dich, Vater,
für die Menschwerdung deines Sohnes,
für seine Geburt aus der Jungfrau Maria,
für sein Leben in unserer Mitte.
Gemeinde: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes des Vaters.

Wir preisen dich, Vater,
für Jesu Leben in Nazaret,
für die Offenbarung deines Sohnes am Jordan,
für seinen Sieg über den Versucher in der Wüste.
Gemeinde: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes des Vaters.

Wir preisen dich, Vater,
für jedes Wort aus dem Munde Jesu,
für sein heilendes Wirken,
für die Zeichen seiner Herrlichkeit.
Gemeinde: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes des Vaters.

Wir preisen dich, Vater,
für das Abendmahl deines Sohnes,
für sein Leiden und Sterben,
für seine Grabesruhe
und seine Auferstehung.
Gemeinde: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes des Vaters.

Wir preisen dich, Vater,
für alle Macht,
die du Christus gegeben hast,
im Himmel und auf Erden,
für seine Auffahrt zu dir,
für die Sendung des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes des Vaters.

Wir preisen dich, Vater,
dass dein Sohn uns nicht allein lässt;
dass er gegenwärtig ist,
wo zwei oder drei
in seinem Namen versammelt sind;
dass er alle Tage bei uns ist
bis zum Ende der Welt.
Gemeinde: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes des Vaters.

Wir preisen dich, Vater,
Herr des Himmels und der Erde,
in Dankbarkeit, in Ehrfurcht und in Liebe
durch deinen Sohn im Heiligen Geist
und stimmen ein in das Loblied der himmlischen Chöre:

19 Hymnus

GL 457 »Allein Gott in der Höh sei Ehr« oder
EH 16,1 »Ich lobe meinen Gott« oder
Unterwegs 166 »Gloria, Ehre sei Gott«

20 Fürbitten
Mit leeren Händen stehen wir vor Gott. Vor ihm sind wir mit unseren Zweifeln, mit unserem Suchen, mit unserer Hoffnung. Ihn bitten wir:

- Sei du mit den Jugendlichen, die den Glauben in Frage stellen. Stärke sie in ihrer Suche nach dem, was in ihrem Leben wirklich zählt. Du Gott des Lebens:
Gemeinde: Stärke unseren Glauben.
- Sei du mit den Eltern, Erzieherinnen und Erziehern, Lehrerinnen und Lehrern. Gib ihnen den Mut, Vorbilder im Glauben zu sein, und schenke ihnen die richtigen Worte. Du Gott des Lebens:
- Sei du mit unserer Gemeinde. Hilf uns, das Gemeindeleben so zu gestalten, dass es anziehend und einladend ist und etwas vom Geist Jesu Christi ausstrahlt. Du Gott des Lebens:
- Sei nahe den Sterbenden, ihren Angehörigen und Freunden, und schenke ihnen Trost, Hoffnung und Lebensmut durch den Glauben an die Auferstehung. Du Gott des Lebens:

Gib du den Menschen in den Krisen- und Kriegsgebieten dieser Welt die Bereitschaft und den Willen zum Frieden. Du Gott des Lebens:

Falls eine Kommunionfeier vorgesehen ist, siehe 27

21 Vaterunser
Der Verfasser der Lesung erschrickt zu Tode, als er der göttlichen Wirklichkeit begegnet. Jesus hat uns gelehrt, dass wir Gott Vater nennen und so zu ihm beten dürfen.
Gemeinde: Vater unser im Himmel ...

22 Danklied
Die Gemeinde sitzt.
GL 298 »Herr, unser Herr, wie bist du zugegen« oder
EH 104/Unterwegs 67 »Singt dem Herrn«

23 Mitteilungen

24 Segensbitte

Der Herr segne uns und behüte uns.
Der Herr lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig.
Der Herr wende uns sein Angesicht zu und schenke uns seinen Frieden.
Gemeinde: Amen.
Und der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes komme auf uns herab und bleibe bei uns allezeit.
Gemeinde: Amen.

25 Entlassung
Singet Lob und Preis.
Gemeinde: Dank sei Gott dem Herrn.
Danach Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht.

26 Auszug
Auszug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Orgelnachspiel.

27 Kommunionfeier
Abschluss der Fürbitten
Gott, öffne du unsere Augen und unser Herz für deine Wirklichkeit. Du bist unser Atem, wenn wir zu dir beten. Amen.

Hinweis auf die eucharistische Gemeinschaft
Jesus Christus ist in unserer Mitte. Er ist gegenwärtig in seinem Wort, das wir gehört haben, und in der Gestalt des Brotes, das uns jetzt geschenkt wird. Das eucharistische Brot verbindet uns mit der Eucharistiefeier ...
Möglichkeit 1: in ... (Gemeinde, aus der die Eucharistie übertragen wurde)
Möglichkeit 2: die wir am vergangenen ... hier gefeiert haben.

Bereitung des Altars – Übertragung des Allerheiligsten
GL 547 »Das Heil der Welt, Herr Jesus Christ« oder
EH 75/Unterwegs 196 »Du bist das Brot, das den Hunger stillt«
Während das Lied gesungen wird, gehen Gottesdienstleiter/in, Kommunionhelfer/in und Ministranten/Ministrantinnen mit Leuchtern zum Eingang (wenn das eucharistische Brot übertragen wird) oder zum Tabernakel. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Prozession zum Altar. Die Hostienschale wird in die Mitte des Altares gestellt. Danach knien alle.

Stille Anbetung
Du, mein Herr und mein Gott, verborgen im Brot. Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben.
GL 426 (A) »Wir loben dich, wir preisen dich, wir beten dich an« oder
EH 20/Unterwegs 112 »Schweige und höre«
Du, Jesus Christus, mir unbegreiflich nahe. Näher als ich mir selber bin.
Liedruf
Vor dir und in dir kann ich zur Ruhe kommen. Heile meine Seele.
Liedruf
Du willst für mich da sein. Nähre meine Seele.
Liedruf
Angemessene Zeit des stillen Gebets.

Vaterunser
Alle stehen.
Der Verfasser der Lesung erschrickt zu Tode, als er der göttlichen Wirklichkeit begegnet. Jesus hat uns gelehrt, dass wir Gott Vater nennen und so zu ihm beten dürfen.
Gemeinde: Vater unser im Himmel ...

Einladung zur Kommunion
Eine Hostie wird über der Schale gehalten.
Seht das Brot des Lebens. Seht Christus, das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünde der Welt.
Gemeinde: Herr, ich bin nicht würdig ...

Kommunionempfang
Orgelspiel
Der Leib Christi.
Die Hostienschale wird in den Tabernakel zurückgestellt. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Tabernakel schließen und zu den Sedilien zurückgehen.

Danklied
GL 298 »Herr, unser Herr, wie bist du zugegen« oder
EH 104/Unterwegs 67 »Singt dem Herrn«

Schlussgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst.
Lasset uns beten:
Kurze Stille.
Siehe Werkbuch S. 169 , Schlussgebet 4.
Gott, Urgrund unseres Seins!
Wir danken dir für Jesus, deinen Sohn, unseren Herrn und Bruder.
Er sei unsere Stärke, wenn wir dich, den Verborgenen, suchen. Er sei unsere Kraft, wenn wir auf seinen Spuren durchs Leben gehen.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, unseren Herrn.
Gemeinde: Amen.

Weiter mit den Mitteilungen 23

28 Gestaltungselement
An Stelle der Einführung 4 können Sie eine meditative Übung anleiten, in deren Mittelpunkt die Hände stehen. In den biblischen Texten ist mehrfach von den Händen die Rede, den heilenden Händen der Apostel, den Händen des Auferstandenen, den Händen des Thomas, mit denen er den Herrn berühren will. Die Gottesdienstteilnehmer/innen nehmen ihre Hände bewusst wahr. Lassen Sie Zeit, der Anleitung zu folgen und in die Stille zu finden.

Anleitung:
In den biblischen Texten des heutigen Sonntags ist immer wieder von Händen die Rede. Hände heilen. Hände verschließen Türen. Der Auferstandene zeigt seine durchbohrten Hände. Thomas will den Herrn mit seinen Händen, mit seinen Fingern berühren. Zu Beginn dieses Gottesdienstes möchte ich Sie einladen, den eigenen Händen nachzuspüren.

Setzen Sie sich bequem hin und legen Sie die Hände in den Schoß. Spüren Sie Ihre Hände, ihre Auflage auf den Oberschenkeln.
Ich darf jetzt einfach so da sein. Ich muss nichts tun. Ich darf die Hände in den Schoß legen.

Öffnen Sie nun Ihre Hände, so dass die Handflächen nach oben zeigen.
Wie eine leere Schale sind meine Hände geöffnet. Ich spüre meine leeren Hände. Ich spüre meine Bedürftigkeit, meine Sehnsucht, vielleicht auch meine Hilflosigkeit.

Ballen Sie jetzt die Hände zur Faust. Spüren Sie die Kraft, die Anspannung der Muskeln.
Vielleicht waren die letzten Tage geprägt von Ärger, von Widerstand, von Kampf. Ich spüre meine Hände in dieser Haltung und nehme war, welche Gedanken und Gefühle da sind.

Falten Sie nun die Hände. Spüren Sie hin in die Mitte Ihrer Hände.
Ich darf für eine Zeit loslassen, was mich so drängend beschäftigt. Vielleicht gelingt es mir zur Ruhe zu kommen und still zu werden.

So wie ich bin, darf ich da sein, hier in dieser Gemeinschaft, hier vor Gott.

Seit der Auferstehung Jesu versammeln sich seine Jünger und Jüngerinnen Woche für Woche am Sonntag, dem Tag der Auferstehung und sie erfahren: Der Herr lebt.
Zu ihm, der uns zusammenführt, rufen wir:

Weiter mit den Christusrufen 5

Helena Rimmele

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