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WortGottesFeiern
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einer Wort-Gottes-Feier
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Leseprobe 1
Zweiter Sonntag der Österlichen Bußzeit
Lesejahr C
Auf dem Berg sieht man anders

Die Österliche Bußzeit lädt ein zu verändertem Verhalten und zu veränderter Wahrnehmung: Klar-Sicht, Weit-Blick, Perspektiven-Wechsel, das ist die Einladung des heutigen Evangeliums. Das mittelhochdeutsche Wort »klar« bedeutet »hell, glänzend«, aber auch »deutlich«. Ver-klären meint auch (ins Überirdische) erhöhen und entrücken. In jedem Fall soll in einem anderen Licht geschaut werden, was für uns sonst Bedeutung hat.
Und wenn Paulus die Gemeinde in Philippi und damit auch uns mahnt, unsere eigentliche Heimat – die im Himmel ist – nicht aus dem Blick zu verlieren, dann will auch er uns zu diesem Perspektivenwechsel auffordern.

1 Einzug
Einzug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht.

2 Gesang zur Eröffnung
GL 505 »Du hast uns, Herr, gerufen« oder
EH 156 »Wenn einer alleine träumt« oder
Unterwegs 133,1.5–6 »Sonne der Gerechtigkeit«

3 Kreuzzeichen und liturgischer Gruss
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen.
Der lebendige Gott, der uns aus der Dunkelheit unseres Lebens in sein Licht gerufen hat, sei mit uns.

4 Einführung
Schon immer haben Berge auf Menschen eine besondere -Faszination ausgeübt: der Blick von oben lässt vieles, das uns sonst bewegt, klein und unbedeutend erscheinen. Wenn wir auf einem Gipfel sind, fühlen wir uns dem Himmel näher, weitab vom Lärm und Getriebe des Alltags. Auch diese Feier lädt uns ein, zur Ruhe zu kommen, einen neuen Blick auf unseren Alltag zu werfen und im Hören auf das Wort des lebendigen Gottes Antwort für unser Leben zu finden.
Öffnen wir unsere Ohren und unser Herz für seine Stimme und bekennen wir einander unser Versagen:

5 Christusrufe

GL 523 »Du rufst uns, Herr, trotz unsrer Schuld«

6 Eröffnungsgebet

Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Werkbuch S. 84 oder
Lasset uns beten:
Kurze Stille.
Ewiger Gott,
du willst, dass wir auf deinen geliebten Sohn hören.
Stille unsere Sehnsucht mit deinem Wort und öffne unsere Augen, damit wir fähig werden, deine Herrlichkeit zu erkennen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn und Bruder.
Gemeinde: Amen.

7 Hinführung zur Ersten Lesung: Gen 15,5–12.17–18
Gott schenkt Abraham eine große Verheißung. Auf deren Erfüllung muss er allerdings lange warten. Dennoch: Gott ist treu und bekräftigt seine Zusage in einem Bund. Die Art und Weise, wie diese Beziehung in einer Symbolhandlung besiegelt wird, ist für uns befremdlich.

8 Erste Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor. Die Gemeinde sitzt.
Lesung aus dem Buch Genesis.
Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

9 Antwortgesang
GL 719/1 »Der Herr ist mein Licht und mein Heil« mit GL 719/2,1–2.11–14.17–18 (Psalm 27)

10 Hinführung zur Zweiten Lesung: Phil 3,20–4,1 (Kurzfassung)
Paulus erinnert die Gemeinde in Philippi daran, dass der Himmel unsere eigentliche Heimat ist. Jesus wird unseren menschlichen Leib verwandeln, wir sollen seinem verherrlichten Leib ähnlich werden.

11 Zweite Lesung
Der/Die Lektor/in trägt die Lesung vom Ambo aus vor.
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper.
Nach der Lesung:
Wort des lebendigen Gottes.
Gemeinde: Dank sei Gott.

12 Ruf vor dem Evangelium
Zum Ruf steht die Gemeinde.
GL 173 »Lob sei dir, Herr«
Der/Die Kantor/in singt den Ruf vor, die Gemeinde wiederholt.
Der Vers zum Ruf findet sich im Lektionar vor dem Evangelium. Die Huldigung des Evangeliums kann erweitert werden, indem der Ruf nach dem Evangelium wiederholt wird. Zwei Ministranten/Ministrantinnen mit Leuchtern stehen rechts und links neben dem Ambo.

13 Evangelium: Lukas 9,28b–36

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
Gemeinde: Ehre sei dir, o Herr.
Kreuzzeichen auf Buch, Stirn, Mund und Brust.
Nach dem Evangelium:
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Gemeinde: Lob sei dir, Christus.

14 Ansprache
Die Gemeinde sitzt.
Die Zwischenüberschriften werden nicht vorgetragen. Sie dienen nur der besseren Übersicht.

Berge faszinieren Menschen


Zu allen Zeiten haben Berge Menschen fasziniert. Sie fordern uns heraus, wenigstens einen sehnsuchtsvollen Blick in die Höhe zu werfen. Manche Menschen werden aber auch zu (lebens-)gefährlichen Bergtouren bewegt. Was zieht einen Bergsteiger? Die Weite des Blickes? Das Gefühl von Freiheit? Der Reiz des Gefährlichen?
Für andere schreckt die Gefahr – schwindelerregend – und die Bedrohung der möglichen Orientierungslosigkeit. Wie schnell können Wolken den Gipfel umhüllen, kann die Witterung umschlagen ...
Trotzdem: die Höhe begeistert, sie lässt die Niederungen des Alltags, in denen wir uns allzu oft abmühen, klein und unbedeutend erscheinen, sie führt uns die Größe und Schöpfermacht Gottes vor Augen.

Berge sind heilige Orte

Berge sind oft heilige Orte. Sie besitzen ihre Heiligkeit von Natur aus: durch ihre Höhe, ihre Nähe zum Himmel, die Nähe zu Gott. Sie sind Orte voller Energie, die aus der Welt des Chaos herausragen. In Landschaften, die keine Berge haben, werden sie manchmal sogar künstlich aufgerichtet, wie zum Beispiel die Pyramiden in Ägypten. Der Berg ist das Band zwischen Himmel und Erde.

Auf dem Berg sieht man anders

Ab dem vierten Kapitel seines Evangeliums erzählt Lukas von Jesu Wirken in Galiläa: wie er Freunde findet, predigt, Menschen heilt, die Menge begeistert; aber auch, wie er Ablehnung zu spüren bekommt, wie seine Feinde mit ihm streiten und sich Menschen von ihm abwenden. Jesus sieht seinen Weg vor sich: Es ist der Weg nach Jerusalem mit der Konsequenz von Leid und Tod. Das ist keine schöne Perspektive.
Und so nimmt er an dieser Schnittstelle seines Lebensweges die drei Menschen, die ihm am nächsten stehen, mit in die Stille auf einen Berg: Hier sieht man anders. Von hier hat man Klarsicht und Weitblick. Der Himmel ist offen. Den Jüngern leuchtet es plötzlich ein: dieser Jesus ist der geliebte und auserwählte Sohn Gottes. Und für einen Moment müssen sie nicht mehr nur glauben, sondern sie dürfen sehen: jenen lichten Glanz, der sie erkennen lässt, dass Jesus ganz und gar von Gottes Licht durchdrungen ist, ganz »Gottes geliebter Sohn«. Kein Wunder, dass sie diesen Moment gern bewahren möchten, Hütten bauen wollen. Doch solche Erfahrungen lassen sich nicht festhalten, sie entziehen sich jeglichem Zugriff. Bereits im Moment des Erkennens fällt schon die Schattenwolke auf sie, Bild für die unverfügbare Nähe Gottes. Einen kurzen Augenblick durften sie erfahren, worauf alles hinaus laufen soll, worin Sinn und Ziel dieses Weges bestehen. Jetzt müssen sie zurück, wieder absteigen zu den anderen Freunden, in den Alltag, nach Jerusalem.
Die Jünger sind tief erschüttert, so dass sie darüber auf dem Rückweg nicht reden können. Wie damals Jesus nach seiner Tauferfahrung (»Du bist mein geliebter Sohn«) in die Wüste ging, brauchen auch sie erst eine Zeit der Stille.

Sternstunden beflügeln

Der Glaubensweg der Jünger tröstet mich in meinem eigenen Glaubensleben: Auch hier gibt es dunkle und lichte Zeiten, Momente von erfüllter Gottesnähe und auch viel Alltag mit mühsamen Pflichten. Da braucht es Ermutigung, wie im heutige Evangelium, Erfahrungen von Sternstunden. Dass solche Erfahrungen auch Menschen unserer Zeit Kraft geben können, zeigt die folgende Äußerung von Martin Luther King, der sich mit seinem Leben für die Vision der Gleichberechtigung von Weißen und Farbigen in Amerika eingesetzt hat:
»Ich habe den Berg bestiegen. Was immer auch passieren mag, hat jetzt keine Bedeutung mehr. Ich habe auf dem Gipfel gestanden. Ich habe das gelobte Land gesehen. Ich weiß nicht, ob ich es erreichen werde. Ich hoffe aber auf den Herrn. Ich habe die Herrlichkeit des Herrn gesehen.«

Gestaltungselement siehe 28
Stille

15 Antwort der Gemeinde: Lied zum Glaubensbekenntnis
GL 489 »Gott ist dreifaltig einer« oder
EH 31 »Wir glauben an Gott« oder
Unterwegs 177 »Wir glauben an den einen Gott«

16 Friedenszeichen
Durch unseren Herrn Jesus Christus können wir die Welt und einander in neuem Licht sehen: im Licht des Friedens und der Versöhnung. Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens.

17 Kollekte
Die Gemeinde sitzt.
Ein Ausdruck unserer Friedensbereitschaft ist das Teilen unserer Güter. Gerechtigkeit ist der erste Schritt zum Frieden. Dies zeigen wir auch durch die Kollekte, die heute bestimmt ist für ...
GL 183 1.4 »Wer leben will wie Gott« oder
EH 166 »Dein Reich komme« oder
Unterwegs 109 »Wo Menschen sich vergessen«

18 Sonntäglicher Lobpreis
Der/Die Leiter/in geht an einen geeigneten Ort. Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst. Die Gemeinde steht.
Danken wir Gott für sein Wirken, indem wir in den Sonntäglichen Lobpreis einstimmen:
Siehe Werkbuch S. 180–181
Die folgende Akklamation wird beim ersten Mal vorgesungen und dann von allen wiederholt. Anstelle der gesungenen Akklamation kann der folgende Ruf auch jeweils gesprochen werden.
V/A: Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue. (GL 496)

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott.
Alles, was du geschaffen hast, ist gut.
Gemeinde: Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.

Die Welt kündet deine Weisheit und Größe.
Der Mensch kann dich erkennen und dir dienen.
Gemeinde: Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.

Du lässt uns in der Sorge um die Welt nicht allein.
In Jesus Christus ist uns deine Liebe erschienen.
Gemeinde: Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.

Auf ihn hin ist alles geschaffen;
er schenkt uns die Fülle des Lebens.
Gemeinde: Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.

Er heilt die Wunden der Schöpfung
und gibt uns unzerstörbare Hoffnung.
Gemeinde: Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.

Er ist der Anfang einer neuen Schöpfung;
durch ihn willst du die Welt vollenden.
Gemeinde: Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott,
durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn.
Im Heiligen Geist versammelt, stimmen wir ein
in den Lobgesang der himmlischen Chöre:

19 Hymnus
GL 264,1 »Mein ganzes Herz erhebet dich« oder
EH 68 »Laudate omnes gentes« oder
Unterwegs 80 »Lasst uns miteinander«

20 Fürbitten
In Jesus Christus ist Gott uns nahe gekommen. Er ist uns Freund und Bruder geworden. Deshalb bitten wir Gott voll Vertrauen:

- Für alle Menschen, die Licht und Orientierung für ihr Leben suchen. Schenke allen dein Licht und dein Heil.
Gemeinde: Schenke allen dein Licht und dein Heil.
- Für alle, die sich bemühen, in ihrem Alltag auf die Stimme Jesu zu hören. Schenke allen dein Licht und dein Heil.
- Für alle, die sich nach Lebendigkeit und Freude im Glauben sehnen. Schenke allen dein Licht und dein Heil.
- Für alle, die im Dunkel von Gefängnis, Krieg und Not gedemütigt werden. Schenke allen dein Licht und dein Heil.
- Für alle, die im Dunkel von Enttäuschung und Scheitern gefangen sind. Schenke allen dein Licht und dein Heil.
- Für alle Verstorbenen, besonders für diejenigen, die wir geliebt haben. Schenke allen dein Licht und dein Heil.

Falls eine Kommunionfeier vorgesehen ist, siehe 27

21 Vaterunser
Wie Generationen vor uns so beten auch wir voll Vertrauen mit den Worten Jesu:
Gemeinde: Vater unser im Himmel ...

22 Danklied
Die Gemeinde sitzt.
GL 555 »Morgenstern der finstern Nacht « oder
EH 105 »Te deum laudamus« oder
Unterwegs 201 »Morgenglanz der Ewigkeit«

23 Mitteilungen

24 Segensbitte
Der Lebendige Gott segne und behüte uns.
Er gebe uns Klarheit in unseren Entscheidungen, Weitsicht für unser Handeln und neue Perspektiven in Momenten der Ausweglosigkeit.
Er schenken uns und allen Menschen guten Willens seinen Frieden.
Gemeinde: Amen.

25 Entlassung
Singet Lob und Preis.
Gemeinde: Dank sei Gott dem Herrn.
Danach Verneigung vor dem Altar oder Kniebeuge, dem Tabernakel zugewandt, wenn er im Altarraum steht.

26 Auszug

Auszug aller am Gottesdienst beteiligten Dienste. Orgelnachspiel.

27 Kommunionfeier
Abschluss der Fürbitten
Guter Gott,
du hast uns ans Herz gelegt, auf deinen Sohn Jesus zu hören.
So bitten auch wir dich, dass du dein Ohr nicht vor unseren Anliegen verschließt. Höre und erhöre unsere Bitten durch Jesus Christus, deinen Sohn und unseren Bruder.
Gemeinde: Amen.

Hinweis auf die eucharistische Gemeinschaft
Jesus Christus ist in unserer Mitte. Er ist gegenwärtig in seinem Wort, das wir gehört haben, und in der Gestalt des Brotes, das uns jetzt geschenkt wird. Das eucharistische Brot verbindet uns mit der Eucharistiefeier ...
Möglichkeit 1: in ... (Gemeinde, aus der die Eucharistie übertragen wurde)
Möglichkeit 2: die wir am vergangenen ... hier gefeiert haben.

Bereitung des Altars – Übertragung des Allerheiligsten
GL 298 »Herr, unser Herr, wie bist du zugegen« oder
EH 33 »Du rufst uns Herr, an deinen Tisch« oder
Unterwegs 47 »Wenn wir das Leben teilen«
Während das Lied gesungen wird, gehen Gottesdienstleiter/in, Kommunionhelfer/in und Ministranten/Ministrantinnen mit Leuchtern zum Eingang (wenn das eucharistische Brot übertragen wird) oder zum Tabernakel. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Prozession zum Altar. Die Hostienschale wird in die Mitte des Altares gestellt. Danach knien alle.

Stille Anbetung
Bleiben wir in Stille staunend vor Gottes lebendiger Gegenwart.
Angemessene Zeit des stillen Gebets.

Vaterunser
Alle stehen.
Wie Generationen vor uns so beten auch wir voll Vertrauen mit den Worten Jesu:
Gemeinde: Vater unser im Himmel ...

Einladung zur Kommunion
Eine Hostie wird über der Schale gehalten.
Seht das Brot des Lebens. Seht Christus, das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünde der Welt.
Gemeinde: Herr, ich bin nicht würdig ...

Kommunionempfang
Orgelspiel
Der Leib Christi.
Die Hostienschale wird in den Tabernakel zurückgestellt. Kniebeuge vor dem geöffneten Tabernakel. Tabernakel schließen und zu den Sedilien zurückgehen.

Danklied
GL 555 »Morgenstern der finstern Nacht« oder
EH 105 »Te deum laudamus« oder
Unterwegs 201 »Morgenglanz der Ewigkeit«

Schlussgebet
Ein/e Ministrant/in übernimmt den Buchdienst.
Lasset uns beten:
Kurze Stille.
Gott, du, Lebendiger,
mit Wort und Brot hast du uns gestärkt.
Du hat uns Anteil gegeben an der Herrlichkeit deines Sohnes. Wir danken dir, dass du uns schon im Hier und Jetzt erinnerst, dass unsere Heimat im Himmel ist.
Gib uns Klarsicht und Weitblick auf dem Weg durch die kommende Woche, darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herr.
Gemeinde: Amen.

Weiter mit den Mitteilungen 23

28 Gestaltungselement
Das folgende Gestaltungselement dient der meditativen Vertiefung der Ansprache und lädt ein, den eigenen Standort innerhalb der Erzählung zu bestimmen: Wer und wo bin ich in der Perikope von der Verklärung Jesu?

Wenn wir einen Text hören, zeichnet sich in uns auch ein Bild ab. Wir können uns vorstellen, wie sich etwas ereignet, sehen Szenen vor uns, entwerfen Bilder.
Ich lade Sie ein, nun die Szenerie zu betrachten, die in uns entsteht, wenn wir die Worte des Evangeliums bedenken.
Vielleicht ist es dazu gut, wenn Sie die Augen schließen und sich die Worte des Evangeliums ins Gedächtnis rufen. Ich werde Ihnen dazu einige Gedanken mitgeben.

Da ist die Jünger-Gruppe, die zusammen mit Jesus auf den Berg hinaufsteigt.
Kurze Pause.
Auf einmal sehen wir, wie Petrus, Johannes und Jakobus ganz entsetzt und erschrocken ihr Gesicht vor der blendenden Helligkeit verhüllen.
Kurze Pause.
Petrus schlägt vor, drei Hütten zu bauen, um diesen Augenblick für immer festzuhalten.
Kurze Pause.
Ihm und den anderen Jüngern gegenüber: Jesus, strahlend weiß im Licht Gottes, rechts und links neben ihm die beiden großen Propheten Israels: Mose und Elija.
Kurze Pause.
Dann verändert sich das Bild. Jesus und die Jünger sind wieder allein auf dem Berg.
Kurze Pause.
Schließlich geht der Weg wieder hinunter, die Gruppe steigt abwärts und schweigt über das, was sie gesehen hat.
Kurze Pause.
Ich lade Sie ein, in einem Moment der Stille Ihren Ort in Ihren entstandenen Bildern, in dieser Geschichte zu suchen:
Gehöre ich zu den Jüngern, die mit Jesus auf den Berg gehen? Bin ich geblendet, oder will ich diese Sternstunde festhalten – Hütten bauen? Bin ich schweigend auf dem Heimweg oder fühle ich mich den großen alten Propheten verbunden?
Spüren Sie, welcher Moment der Erzählung Sie am meisten anrührt wo Sie heute am liebsten in der Geschichte einen Platz einnehmen möchten.

Dazu 3 Minuten Stille oder evtl. meditative Musik.

Weiter mit dem Lied zum Glaubensbekenntnis 15

Sabine Tscherner-Babl

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