»WortGottesFeiern« – ehrenamtliche Leiter und Leiterinnen von Wortgottesdiensten, aber auch hauptamtliche pastorale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen finden in WortGottesFeiern eine unentbehrliche Hilfe und zahlreiche Ideen für die Gestaltung von Wort-Gottes-Feiern in den Gemeinden.
Unsere aktuelle Ausgabe 1/2012
mit folgenden Beiträgen:
Einführung
Andreas Poschmann
Weil wir wissen, dass wir Staub sind
Es gibt Situationen im Leben, in denen alles zu zerbröseln scheint, in denen alles zerfällt und zu Staub wird: Tod im Leben. Wenn Zusammenhänge verloren gehen, wenn Beziehungen zerbrechen, wenn das Ganze nicht mehr erkennbar ist, bleibt nur ein trostloser Rest: Staub, Asche, Zeichen der Vergänglichkeit. Asche bleibt nach einer Brandkatastrophe, Asche bleibt nach einer Feuerbestattung. Am Ende bleibt Asche. Trostlosigkeit. Ende.
Die Liturgie aber stellt das Zeichen der Asche an den Anfang. Der Beginn der österlichen Bußzeit ist ganz und gar geprägt von diesem Zeichen.
Krankheiten wie Aussatz hatten im Alten Israel zur Konsequenz, dass sich die Betroffenen von ihrer Umwelt absondern mussten. Sie galten als unrein und damit des Kultes unfähig. Der Verlust dieser Würde und die soziale Ausgrenzung besiegelten das Schicksal der Aussätzigen. Das ist nicht nur eine soziale Krise für einen Erkrankten, sondern auch eine Gotteskrise, ein drohender Verlust des Vertrauens in das Leben. Nicht zu schnell sollten wir darauf antworten, dass Gott uns nicht vergisst. Viele Schicksale unserer Zeit erzeugen ebenso Gotteskrisen.
Am zweiten Fastensonntag wird in allen drei Lesejahren das Evangelium von der Verklärung des Herrn gelesen. Ebenso stammt die erste Lesung jedes Jahr aus dem Buch Genesis und beinhaltet die Verheißung Gottes an Abraham, dass er zahlreiche Nachkommen haben und zum Segen werden wird. Zwischen der alttestamentlichen Lesung und dem Evangelium zeigt sich ein Spannungsbogen, da sich in Jesus dieser dem Abraham zugesagte Segen letztlich erfüllen wird. Im Lesejahr B ist die Erste Lesung, in der Gott den Abraham auf die Probe stellt, indem er ihn auffordert, seinen einzigen Sohn zu opfern, für unser heutiges Empfinden besonders sperrig.