»WortGottesFeiern« – ehrenamtliche Leiter und Leiterinnen von Wortgottesdiensten, aber auch hauptamtliche pastorale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen finden in WortGottesFeiern eine unentbehrliche Hilfe und zahlreiche Ideen für die Gestaltung von Wort-Gottes-Feiern in den Gemeinden.
Unsere aktuelle Ausgabe 4/2010
mit folgenden Beiträgen:
Einführung
Beate Jammer
»Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens«
Immer wieder und immer noch irritiert so manchen Gottesdienstbesucher im Ablauf der Wort-Gottes-Feier der Ort des Friedensgrußes. Für viele kommt der Friedensgruß unvermittelt und ungewohnt früh, direkt nach der Ansprache und einem Lied und/oder dem Glaubensbekenntnis. Das liegt sicher daran, dass wir von der Eucharistiefeier her gewohnt sind, das Friedensgebet und den Friedensgruß in der Nähe der Kommmunionspendung zu erleben, nach dem Vaterunser und vor dem Brotbrechen, quasi als Vorbereitung auf die Kommunion.
Was wir nicht anders kennen, war keineswegs immer so. In der ältesten Beschreibung der Eucharistiefeier, verfasst von Justin dem Märtyrer um 150 n. Chr., steht der Friedensgruß am Ende der Fürbitten, beschließt also den Wortgottesdienst und gehört in seine Nähe.
Das heutige Evangelium ist nicht besonders lang, doch es enthält eine Fülle von Aussagen, die für die christliche Existenz von höchster Bedeutung sind. Der hier vorliegende Entwurf einer Wort-Gottes-Feier ist inhaltlich ganz auf das »Messiasgeheimnis« konzentriert, jene auf den ersten Blick so rätselhafte Anweisung Jesu an die Jünger, sie dürften niemandem weitersagen, dass er der Messias sei. Die Ansprache versucht, diesen zunächst so schwer verständlichen Satz zu erschließen, auch wenn dabei andere Aspekte des Evangeliums unberücksichtigt bleiben müssen.
Als Gestaltungselement 28 werden zwei Formen eines Reisesegens vorgeschlagen. In diesen Wochen beginnt der Sommer und damit die Urlaubszeit. Der angegebene Segensritus kann in dieser Form natürlich auch in den folgenden Wochen Verwendung finden, er ist nicht speziell diesem zwölften Sonntag im Jahreskreis zugeordnet.
Schon früh gab es in Jerusalem und Rom Marienfeste, die den Todestag Mariens als Geburtstag feiern. In einem Sakramentar des Papstes Hadrian (8. Jh.) spricht ein Gebet davon, dass Maria nicht durch die Bande des Todes festgehalten wurde. Als Papst Pius XII an Allerheiligen 1950 das Dogma von der Aufnahme Mariens mit Leib und Seele verkündet, formuliert er damit eine Glaubensüberzeugung, die schon längst in der katholischen Kirche verbreitet war. Zum Brauchtum dieses Tages gehört die Kräuterweihe; im Kräuterbüschel finden sich neben Korn vor allem Heil- und Gewürzkräuter, das, was zum Leben nötig ist in Gesundheit und Krankheit. Maria selbst wird als «Heil der Kranken« angerufen, und eine alte Legende erzählt, als die Jünger zu ihrem Grab gekommen seien, sei ihr Leichnam nicht mehr dort gewesen, nur noch ein Blumenbeet.